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Luftwaffenbasis Ain al-Asad im Irak (Archivbild). Bild: AP Photo/dpa/Nasser Nasser

Iran greift US-Stützpunkte im Irak an – Trump antwortet mit Drohung

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Bild: watson

Der Iran hatte "schwere Rache" wegen der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimanis geschworen – nun machte die islamische Republik ernst und griff US-Truppen mit Raketen an.

Was ist passiert?

Wer war der iranische General Soleimani?

Soleimani war in der Nacht zum Freitag von US-Drohnen in der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet worden. Washington erklärte danach, der Chef der Al-Kuds-Einheiten habe Angriffe auf US-Bürger geplant. Soleimani war der wichtigste Vertreter des iranischen Militärs im Ausland. Er galt als Architekt der iranischen Militärstrategie in den Nachbarländern. Im Iran wird er nun als Märtyrer verehrt.

Wie reagieren die USA?

US-Präsident Donald Trump kündigte an, sich am Mittwochmorgen (Ortszeit) äußern zu wollen. "Alles ist gut!", schrieb er auf Twitter.

Wie geht es den deutschen Soldaten in Erbil?

Den in Erbil stationierten deutschen Bundeswehr-Kräften ist einem Sprecher zufolge dabei nichts passiert. "Wir stehen in Kontakt mit den Soldaten. Den Soldaten geht es gut", sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Im Zentral-Irak sind nach dem jüngsten Abzug keine deutschen Soldaten mehr stationiert. In dem nordirakischen Kurdengebiet sind noch mehr als 100 deutsche Soldaten im Einsatz.

Die Bundeswehr ist im Irak als Teil der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Insgesamt sind etwa 400 Soldaten im Einsatz, die meisten davon auf der jordanischen Luftwaffenbasis Al-Asrak. Von dort wird auch das deutsche Kontingent geführt.

Was bedeutet der iranische Angriff und wie geht es nun weiter?

Ein direkter Angriff aus dem Iran markiert jedoch eine neue Eskalationsstufe im Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

Nach dem Angriff jedenfalls wächst die Angst vor einer direkten militärischen Auseinandersetzung zwischen Washington und Teheran. Das US-Verteidigungsministerium betonte am Mittwoch zwar, die USA wollten keinen Krieg, seien aber vorbereitet, "einen zu Ende zu bringen".

Außenpolitik-Experte Thomas Jäger von der Uni Köln hatte die Chance eines Krieges im Nahen Osten am Dienstag im Gespräch mit watson als gering eingeschätzt. "Der Iran ist für die USA viel zu stark, zu gerüstet und kampferfahren. Das ist ein viel stärkerer Gegner als der Irak", sagte er. "Und andersherum sind die USA für den Iran ein noch viel stärkerer Gegner."

(ll/dpa)

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