Wetter
07.01.2019, Bayern, Holzkirchen: LKW-Fahrer versuchen an der Autobahn A8 ihre feststeckenden Fahrzeuge aus dem Schnee zu befreien. Foto: Tobias Hase/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Heftige Schneefälle sorgten für Behinderungen im öffentlichen Leben und im Straßenverkehr. Bild: dpa

So heftig erwischte das Winter-Wetter-Chaos Bayern und Österreich

Nach einem der schneereichsten Wochenenden der vergangenen Jahre gönnt der Winter den Menschen im südlichen Bayern und in Österreich am Dienstag voraussichtlich eine Pause. Doch die wird nur kurz sein.

Ab Montagnacht sieht es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) so aus:

So dramatisch war die Lage in den vergangenen Tagen:

Im gesamten Alpenraum herrschte erhöhte Lawinengefahr, nach Angaben des bayerischen Lawinenwarndiensts war die Lage in den bayerischen Voralpen, den Chiemgauer Alpen und den Berchtesgadener Alpen gefährlich.

In der obersteirischen Gemeinde Pölstal sind laut APA rund 20 Menschen wegen gesperrter Straßen nicht erreichbar. 

Und wie geht es in den kommenden Tagen weiter?

In Tirol droht bis zum Wochenende die höchste Lawinenwarnstufe fünf. Der Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol, Rudi Mair, befürchtet, wenn so viel Schnee wie prognostiziert in den kommenden Tagen fallen sollte, sei eine "Katastrophensituation" nicht auszuschließen.

So wird bis Donnerstag im Hochgebirge wohl ein weiterer Meter Schnee hinzukommen. In tieferen Lagen seien 30 bis 80 Zentimeter möglich, sagte in Wien ein Sprecher der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). "Die Gefahr, dass Bäume angesichts der Schneelast und des Sturms auf Straßen, Stromtrassen und Bahnlinien stürzen, steigt von Tag zu Tag."

Schnee wird in den kommenden Tagen auch im Schwarzwald, im Erzgebirge und im Bayerischen Wald erwartet. In Sachsen soll es laut DWD von Dienstagmittag an auch im Tiefland schneien. Innerhalb von 48 Stunden könne es in höheren Lagen 40 bis 60 Zentimeter Neuschnee geben.

In den Niederlanden könnte durch den erwarteten Nordweststurm am Dienstag erneut Ladung aus den Containern des Frachtschiffes "MSC Zoe" an Land spülen. Vor allem die Strände der Wattenmeerinseln Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog müssten sich auf Weiteres Treibgut einstellen, warnten die Behörden in der Provinz Friesland. Das Schiff hatte in der vergangenen Woche 281 Container in der Nordsee verloren. Die meisten wurden inzwischen geortet und befinden sich auf dem Meeresboden.

(pb/sd/afp/dpa)

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