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Mit diesem "Outing" sorgte ARD-Journalist Lorenz Beckhardt am Montagabend in seinem "Tagesthemen"-Kommentar für Aufsehen. ard-screenshot

ARD-Journalist will Autos und Flüge teurer machen – ZDF-Kollege verspottet ihn

"Ich bin Konsumjunkie."

Mit diesem Satz sorgte ARD-Journalist Lorenz Beckhardt am Montagabend in seinem "Tagesthemen"-Kommentar (ARD, 22:25 Uhr) für Aufsehen. Anlass seines Meinungsbeitrags war der Erdüberlastungstag, der in diesem Jahr an eben jenem Montag stattfand.

Beckhardt meint: "Jeder weiß: Süchtige brauchen Hilfe." Weil Ärzte die Konsumsucht der Deutschen eben nicht heilen könnten, müsste die Politik ran. Die Forderung des ARD-Journalisten an die Spitzen in Berlin: "Macht Fleisch, Auto fahren und fliegen so verdammt teuer, dass wir davon runter kommen. Bitte! Schnell! Dann wählen wir auch Euch alle!"

Die deutliche Forderung des Journalisten wurde im Netz schnell zum Aufreger. Auf den Tweet der "Tagesthemen" reagierten eine Reihe Nutzern – vorhersehbar – mit Empörung.

Ein Kollege vom ZDF spottete über die deutlichen Worte des ARD-Journalisten

Andreas Kynast, Korrespondent im ZDF-Hauptstadtstudio äußerte sich am Abend spöttisch über Beckhardts Kommentar – und meinte: "Ist das eine Art Wette? Dass jeder den vorherigen Bestraft-Mich-Kommentar überbieten muss." Kynast fügte ironisch hinzu: "Der arme Kerl morgen..."

Doch es gab auch positiven Zuspruch: Zahlreiche Klimaschutz-Aktivisten retweeteten den ARD-Beitrag, bis in die Nacht sammelte der zugehörige Tweet über "500 Gefällt mir"-Angaben ein.

In die Berechnungen des Erdüberlastungstags fließen zum Beispiel der Verbrauch von Holz, Ackerland und Fischgründen ein, außerdem der CO2-Ausstoß und der Flächenverbrauch – nicht aber endliche Ressourcen wie Erdöl. In Deutschland schlägt vor allem der hohe CO2-Ausstoß zu Buche, etwa durch Verkehr und Kohlekraftwerke.

(pb/mit dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • celine01 30.07.2019 16:03
    Highlight Highlight Ein typisch dummer überheblicher Journalist. Viele in Deutschland können sich jetzt schon kein Fliegen leisten. Höhere Auto- und Spritpreise würden auch wieder nur die Armen treffen. Von den Fleischpreisen ganz zu schweigen. Es liegt an dem Betrug z. B. der Auto-Bosse. Außerdem müssen Politiker und Journalisten in Europa nicht fliegen. Man kann ja Zugfahren. Für jeden Politiker ein Flugzeug, beim Bundespräsidenten angefangen - da wissen wir wo wir sparen können.
  • wirdsonix 30.07.2019 15:10
    Highlight Highlight Ganz ehrlich. Es gibt vielleicht gewisse Flüge die teurer werden müssen. Die Wochenendflüge der Reichen um auf Malle seinen Wohnsitz haben zu können. Aber auch die Flüge der Normalos um in London shoppen zu gehen. Es muss differenziert werden. Was das Fleisch betrifft.Wenn der Staat der Verdiener ist, dann bitte nicht teurer werden. Wenn der Verbraucher aber Bio-Fleisch bekommt, dass dadurch schon teurer ist - dann her damit. Und wenn möglich regional.

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