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Nach 17 Jahren: Verdächtiger im Mordfall Peggy festgenommen

Es ist einer der mysteriösesten Mordfälle Deutschlands. Vor 17 Jahren verschwand die damals neun Jahre alte Schülerin Peggy. Jahrelang war ihr Schicksal ein Rätsel – bis 2016 ein Pilzsammler Knochen des Kindes entdeckte. Nun hat es in dem Fall eine Festnahme gegeben.

Der Fall Peggy

Mai 2001 war Peggy auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Gut 15 Jahre später – Anfang Juli 2016 – fand ein Pilzsammler Teile ihres Skeletts in einem Wald bei Rodacherbrunn in Thüringen – knapp 20 Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg in Oberfranken entfernt.

Laut Medienberichten war der Mann 2001 erstmals ins Visier der Ermittler geraten. Damals soll er in angetrunkenem Zustand gesagt haben, dass er die Leiche des Mädchens vergraben habe. Einen Mord oder ein Tötungsdelikt habe der Mann immer geleugnet.

Im September 2018 sagte der 41-Jährige dann aus, dass er das leblose Kind im Mai 2001 von einem anderen Mann, dem zunächst Verdächtigen Ulvi K., an einer Bushaltestelle übernommen habe. Er habe noch versucht, das Mädchen zu beatmen – es dann jedoch in eine rote Decke gepackt, in den Kofferraum seines goldfarbenen Autos gelegt und in den Wald gebracht.

Ulvi K. und der Fall Peggy

Die Mutter des jetzt verhafteten Mannes sagte den Beamten im Jahr 2002, dass sie den geistig behinderten Ulvi K. am Tag von Peggys Verschwinden auf ihrem Schulweg gesehen zu haben – der Hinweis war im Mordprozess gegen Ulvi K. ein entscheidendes Indiz. 
Ulvi K. hatte in den Vernehmungen immer wieder den jetzt verhafteten Tatverdächtigen belastet: Er behauptete mal, dass dieser der Mörder Peggys sei, ein anderes Mal, dass dieser die Leiche des Mädchens beseitigt habe. 
Im April 2004 wurde Ulvi K. zu lebenslanger Haft und Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung verurteilt und 2014 wieder freigesprochen, weil ein Hauptbelastungszeuge seine Aussage widerrufen hatte. 

(dpa/afp/hd)

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