Elon Musk
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Ein Sternenhimmel über Deutschland, hier im brandenburgischen Falkenhagen. Bild: dpa / Patrick Pleul

"Ufos" über Deutschland gesichtet – neue Chance am Montag

Zahlreiche Menschen in Deutschland wunderten sich am Samstagabend: Eine Kette Dutzender kleiner Lichter zog schnell durch den Nachthimmel. Das Phänomen ist weiterhin zu sehen.

Lars Wienand / t-online

In sozialen Medien gab es am Samstagabend zahlreiche aufgeregte Berichte über vermeintliche Ufo-Sichtungen. Was die Menschen da schnell am Himmel ziehen sahen, waren jedoch Satelliten von Elon Musk: Sein Raumfahrtunternehmen "SpaceX" hat in den vergangenen Monaten für das Vorhaben eines Weltall-gestützten Internets bereits 360 Satelliten ins All gebracht.

Am 18. März war zum sechsten Mal eine Rakete mit Mini-Satelliten gestartet, die nun wie eine Perlenkette um die Erde ziehen. Am Samstagabend war diese Lichterkette vielen Menschen am Nachthimmel aufgefallen. Von West nach Südost zogen die Satelliten aus dem zweiten Start und von Südwest nach Ost die des vierten Starts.

Auch am Sonntag und Montag zu sehen

Am Sonntagabend waren die Satelliten je nach Standort in Deutschland zwischen 21.42 und 21.44 Uhr zu sehen und zogen aus Richtung Westen heran. Am Montag sind die Lichter in der Zeit zwischen 20.42 Uhr und 20.44 Uhr über Deutschland zu sehen.

Am Samstagabend hatte das Telefon bei Hansjürgen Köhler von der Ufo-Meldestelle des Centralen Erforschungs-Netz außergewöhnlicher Himmels-Phänomene (CENAP) nicht stillgestanden. "Die Anrufer berichteten, zwischen 30 und 50 Lichtpunkte gesehen zu haben." Seit November sind 360 Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht worden. Darüber ist auch vielfach berichtet worden. "Aber das bringen die Menschen nicht in Verbindung, wenn sie dann so etwas für sie Ungewöhnliches am Himmel sehen."

Was die Starlink-Satelliten machen

Die Starlink-Satelliten sollen sowohl entlegene Gebiete wie auch Ballungszentren mit Breitband-Internet versorgen. Die Sendeeinheiten sind mit 260 Kilogramm Gewicht deutlich kleiner und leichter als bisherige Kommunikationssatelliten. Aufgrund ihrer flachen Bauweise lassen sie sich gut stapeln, sodass die "Falcon 9"-Rakete von SpaceX gleich mehrere Dutzend von ihnen pro Start transportieren kann.

Sie sollen Daten von Bodenstationen bekommen und untereinander mit Hilfe von Lasern weiterleiten. SpaceX hat inzwischen bereits die neueren Generationen mit einer dunkleren Beschichtung versehen. Astronomen hatten sich bereits nach Start der ersten Objekte im Frühjahr 2019 beschwert, dass sie die Beobachtungen des Sternenhimmels stören.

Suchen könnt ihr nach den Starlinks hier .

Dieser Artikel erschien zuerst bei t-online.de

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