SPD
German Vice Chancellor and Finance Minister Olaf Scholz gestures during the

Bild: rtr

Scholz erklärt seine Kandidatur für die SPD-Spitze

Zuerst wollte er nicht, dann warf er sich überraschend doch ins Rennen. Seit dieser Woche wissen wir: Bundesfinanzminister Olaf Scholz wird für den Parteivorsitz der SPD kandidieren. Mit wem er die Doppelspitze bilden will, ist indes noch unbekannt.

Bei seiner Kandidatur für den SPD-Vorsitz will Bundesfinanzminister Olaf Scholz auch sein Ansehen in der Bevölkerung in die Waagschale werfen. "Ich glaube, dass Deutschland eine starke sozialdemokratische Partei braucht", sagte Scholz am Sonntag in Berlin beim Tag der offenen Tür in der Bundespressekonferenz weiter. Er machte deutlich, dass er sich nicht mit der Schwäche der Partei abfinden werde und "diesen Beitrag leisten möchte". Mit Blick auf die schlechten Zustimmungswerte für die Partei in Umfragen sagte er: "Ich möchte alles dazu beitragen, dass sich das ändert."

Auf die Frage, ob und mit welcher SPD-Politikerin er zusammen antreten werde, sagte er, dass er das Vorhaben einer Doppelspitze unterstütze. Es sei der richtige Weg, dass sich Frauen und Männer gemeinsam um die SPD-Spitze bemühen. Ihm gehe es aber nicht nur darum, zu kandidieren, sondern darum, mit derjenigen, mit der er antreten wolle, die Sache sorgfältig durchzusprechen, bevor man an die Öffentlichkeit gehe. Man könne aber sicher sein, dass alles auf einem guten Weg sei. "Diese Ernsthaftigkeit bitte ich mir zu ermöglichen", sagte er auch.

Die Bewerbungsfrist bei der SPD läuft noch bis 1. September. An diesem Tag muss die SPD zugleich herbe Verluste bei den Wahlen in Brandenburg und Sachsen fürchten. Die neue SPD-Spitze soll dann in einer Mitgliederbefragung faktisch bestimmt und auf einem Parteitag Anfang Dezember gewählt werden.

Das Bewerberfeld umfasst derzeit die folgenden Duos:

Zudem wollen sich der Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums, Robert Maier, und der frühere Bundestagsabgeordnete Hans Wallow als Einzelkandidaten bewerben.

(hd/ dpa)

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