Politik
Former Australian Prime Minister Malcolm Turnbull holds a news conference after a party meeting in Canberra, Australia August 24, 2018.   REUTERS/David Gray

Malcolm Turnbull. Er darf nicht Premierminister in Down Under bleiben.  Bild: David Gray/reuters

Premierminister Turnbull gestürzt: In Australien gab's ein echtes "Politdrama"

Nach einer Revolte in seiner liberalen Regierungspartei ist der australische Premierminister Malcolm Turnbull zurückgetreten. Das berichteten örtliche Medien übereinstimmend am Freitag.

FILE PHOTO: Australia's Treasurer Scott Morrison speaks during an interview with Reuters at the G20 Meeting of Finance Ministers in Buenos Aires, Argentina, July 22, 2018. REUTERS/Marcos Brindicci/File Photo

Scott Morrison. Er wird der neue Premierminister Australiens. Bild: Marcos Brindicci/reuters

Den entscheidenden Schlag versetzten ihm am Donnerstag drei prominente Minister, die gemeinsam ihren Abschied aus dem Kabinett bekanntgaben. Damit hatte Turnbull in seiner Fraktion offenbar keine Mehrheit mehr.

Die Liberalen regieren zusammen mit der Nationalen Partei. Das Bündnis hat nur eine Stimme Mehrheit. In allen Umfragen liegt derzeit die Labor-Opposition vorn. Spätestens im Mai 2019 muss gewählt werden. Es bleibt spannend in Australien.

(pb/dpa)

Exklusiv

Obama-Stratege zu Trumps Plan, vor Gericht zu ziehen: "Auch bei uns standen die Anwälte schon in den Startlöchern"

Joe Biden holt durch die Briefwahlstimmen immer mehr auf und steht kurz davor, US-Präsident zu werden. Noch-Amtsinhaber Donald Trump gefällt das gar nicht und sein Lager kündigt wütend an, die Auszählungen stoppen sowie bereits feststehende Ergebnisse überprüfen zu lassen. Wahlkampf-Experte Julius van de Laar analysiert für watson das bisherige Ergebnis der US-Wahl und erklärt, warum auch Barack Obama notfalls geklagt hätte, um Präsident zu werden.

Noch in der Wahlnacht machte Donald Trump wahr, was er angekündigt hatte: Er erklärte sich selbst zum Sieger. Obwohl er in den Hochrechnungen hinten lag, reklamierte er die Präsidentschaft für sich und forderte, das Auszählen der Briefwahlstimmen einzustellen. Außerdem kündigte er an, gegen das Wahlergebnis vor Gericht ziehen zu wollen und eine Neuauszählung der Stimmen in einigen Bundesstaaten einzuklagen.

Ob dieser Schritt Donald Trump näher zu einer zweiten Amtszeit als US-Präsident bringen …

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