Politik
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Fluechtlinge auf dem Rettungsschiff von Mission Lifeline am 21.06.18 im internationalen Gewaesser vor der libyschen Kueste. Die Crew des deutschen Rettungsschiffs Lifeline mit 234 Fluechtlingen an Bord hofft weiter auf eine Erlaubnis zur Einfahrt in einen europaeischen Hafen. Spanien sei vor einigen Tagen angefragt worden, aber wir haben bis jetzt noch keine Antwort bekommen , sagte der Mitbegruender der Dresdner Fluechtlingsinitiative Mission Lifeline , Axel Steier, am Montag (25.06.18) im Rundfunk-Berlin-Brandenburg (RBB). Mit dem Start in die neue Arbeitswoche werde gehofft, dass sich nun jemand um die Menschen an Bord kuemmert. (Siehe epd-Meldung vom 25.06.18) Rettungsschiff Lifeline hofft weiter auf Einfahrt in Hafen *** Refugees on the lifeboat of Mission Lifeline on 21 06 18 in the international waters off the Libyan coast Copyright: epd-bild/HermiinexPoschmann/MissionxLifeline

Bild: imago stock&people

An diesem Samstag tragen die Menschen Orange und gehen für die Seebrücke auf die Straße

Der Samstag leuchtet orange in Deutschland. In Frankfurt am Main, Köln und vielen anderen deutschen Städten gehen die Menschen heute für eine humanere Flüchtlingspolitik auf die Straße.

In Genf veröffentlichten die UN die traurige Flüchtlingsbilanz dieses Jahres. Die Fluchtroute übers Mittelmeer bleibt demnach die gefährlichste der Welt. Seit Jahresbeginn sind 1 500 Menschen gestorben, allein im Juni und Juli verloren 850 Menschen ihre Leben. Dabei ist die Zahl der Migranten zurückgegangen: 60 000 Menschen hätten Europa erreicht, etwa halb so viele wie im Vorjahreszeitraum.

3 Fakten zum Day Orange

Worum geht's?

Als Horst Seehofer Scherze machte über seine Anzahl an Lebensjahren und die Zahl von abgeschobenen Flüchtlingen reichte es Timo Peters. Gemeinsam mit anderen gründete er die Initiative Seebrücke, die sich für eine humanitäre Flüchtlingspolitik einsetzt. An diesem Samstag gibt es unter dem Codenamen "Day Orange" Demonstrationen in Frankfurt am Main, Köln und vielen anderen Städten für eine aktivere Zivilgesellschaft und gegen den neuen rechten Mainstream.  "Die Frage lautet: Wie schaffen wir eine solidarische Gesellschaft, die nicht nur für ihre eigenen Partikularinteressen kämpft?", sagte Meron Mendel, Direktor des Anne-Frank-Zentrums in Frankfurt am Main, der Zeitung Frankfurter Rundschau. Mendel sagte mit Blick auf die rechte Agenda der AfD: 

"Die Herausforderung liegt darin, in die Offensive zu kommen."

Meron Mendel, Anne-Frank-Zentrum, Frankfurt/Main frankfurter rundschau

Die Folgen: Köln, Bonn und Düsseldorf wollen Flüchtlinge aus Italien aufnehmen

Städte wie Köln, Düsseldorf und Bonn haben bereits eigene Initiativen angekündigt. Weil Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini Schiffe mit geretteten Flüchtlingen nur noch ins Land lässt, wenn andere EU-Staaten sich verpflichten, diese aufzunehmen wollen sie handeln.

Die drei Aufrechten vom Rhein

Die Bürgermeister

boten an, gerettete Flüchtlinge in ihren Kommunen aufzunehmen. "Wir wollen ein Signal für Humanität, für das Recht auf Asyl und für die Integration Geflüchteter setzen", heißt es in einem Brief der drei Bürgermeister an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Freiburgs parteiloser Bürgermeister Martin Horn nahm sein Angebot nach Protesten in der Stadt zurück.

Und wie ist die Lage im Mittelmeer?

Der Bastelbogen für den Protest

#seebruecke #dayorange Samstag 14 Uhr am Potsdamer Platz! #berlin #seenotretter #seenotrettung

Ein Beitrag geteilt von Sonya Bobrik (@sonyareflections) am

Seit dem Antritt der neuen Regierung von Innenminister Matteo Salvini in Italien hat sich die Arbeit der privaten Seenotretter im Mittelmeer stark verändert. Das spüren auch deutsche Hilfsorganisationen.

Die privaten Missionen im Mittelmeer

Von Malta an die Kette gelegt

Fluechtlinge auf dem Rettungsschiff von Mission Lifeline am 21.06.18 im internationalen Gewaesser vor der libyschen Kueste. Die Crew des deutschen Rettungsschiffs Lifeline mit 234 Fluechtlingen an Bord hofft weiter auf eine Erlaubnis zur Einfahrt in einen europaeischen Hafen. Spanien sei vor einigen Tagen angefragt worden, aber wir haben bis jetzt noch keine Antwort bekommen , sagte der Mitbegruender der Dresdner Fluechtlingsinitiative Mission Lifeline , Axel Steier, am Montag (25.06.18) im Rundfunk-Berlin-Brandenburg (RBB). Mit dem Start in die neue Arbeitswoche werde gehofft, dass sich nun jemand um die Menschen an Bord kuemmert. (Siehe epd-Meldung vom 25.06.18) Rettungsschiff Lifeline hofft weiter auf Einfahrt in Hafen *** Refugees on the lifeboat of Mission Lifeline on 21 06 18 in the international waters off the Libyan coast Copyright: epd-bild/HermiinexPoschmann/MissionxLifeline

Das deutsche Schiff "Lifeline" liegt im Mittelmeer fest. Bild: imago stock&people

Axel Steier, der Vorsitzende des Vereins "Missions Lifeline" sagte: 

"Schon seit unserem ersten Einsatz gibt es Anzeichen, dass das was wir tun, nicht gewollt ist."

Axel Steier, Lifeline, frankfurter allgemeine zeitung

(per., afp, dpa)

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