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Gillette punktet mit Werbung gegen Sexismus und Mobbing – und getroffene Hunde bellen

Gute Message, aber trotzdem jede Menge negative Reaktionen: Diese Erfahrung musste jetzt die Firma Gillette machen.

Dreißig Jahre sind vergangen, seit Gillette im Jahr 1989 das erste Mal mit dem Slogan "Für das Beste im Mann" (oder zu englisch: "The Best A Man Can Get") für seine Rasierklingen warb. 2019 fand Gillette nun, dass ein Rebranding nötig sei, und brachte eine neue Kampagne an den Start.

Was ist passiert?

Im entsprechenden Werbevideo werden Bilder aus der Berichterstattung zur "#Metoo"-Bewegung gezeigt, und weiter Szenen von Sexismus und Mobbing, begangen durch Männer. Eine Stimme fragt im Off: "Mobbing, die 'Metoo'-Bewegung gegen sexuelle Belästigung, toxische Maskulinität ... ist das wirklich das Beste, was ein Mann haben kann?"

Die Zeiten haben sich geändert, sagt der Erzähler und entsprechende Szenen werden gezeigt: Väter fragen ihre Söhne, wie es ihnen geht, Kollegen greifen ein, wenn Frauen angegangen werden, Mütter trösten ihre Söhne, die gemobbt wurden.

Die neue Botschaft soll sein: "The Best a Man can get". Mehr auf Ungerechtigkeiten achten, öfter dazwischen gehen, wenn man(n) Mobbing oder sexuelle Belästigung miterlebt. Und weiter: Ein Mann kann auch sensibel und verständnisvoll sein und darf Schwächen zeigen.

Das ist das Werbevideo:

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Video: YouTube/Gillette

Die Marke Gillette ist nun in aller Munde (zumindest online). Seit Sonntag wurde das Video bereits 2,5 Millionen Mal angeklickt. Den üblichen Verdächtigen gefiel das Video jedoch gar nicht: Auf 20.000 Likes kommen 200.000 Dislikes, und das alleine auf Youtube.

Kritiker wie das rechte Magazin "The New American" monierten am Video, dass unterschwellig allen Männern unterstellt werde, Sexualstraftäter zu sein.

Getroffene Hunde bellen ... ?

"Ich ergreife Initiative: Ich werde jedes Produkt von Proctor (heißt eigentlich Procter, Anm. d. Red.) & Gamble boykottieren und erst wieder kaufen, wenn jeder Verantwortliche für dieses Video gefeuert wurde und die Firma eine öffentliche Entschuldigung publiziert."

"Verkauft einfache eure verdammten Rasierer und lasst die 'Social Justice'-Dummheit sein."

"Wir brauchen keine Politik in unseren Rasiergels."

"Hab mir gerade mit einem Gillette-Rasierer die Eier abgeschnitten, nun bin ich nicht mehr so toxisch maskulin. Danke Gillette!"

Aber Gillette wird auch für die Kampagne gelobt:

"Die vielen fragilen Bros im Thread beweisen nur, dass die Message stimmt."

"Großartige Kampagne. Zu schade, dass viele Männer hier denken, dass ein Mann keine Gefühle zeigen oder andere Menschen mit Anstand behandeln soll."

"Die selben Männer, die andere Menschen Schneeflocken nennen, werden verrückt wegen einer Rasierklingen-Werbung."

"Der Fakt, dass so viele Männer hier sich angegriffen fühlen von einer Werbung, die sie nicht mal spezifisch kritisiert, sondern eher wie sich MANCHE Männer verhalten KÖNNEN und wie das problematisch ist, ist ein perfektes Beispiel, wieso solche Werbungen manchmal nötig sind. Es ist okay, es ist nicht gegen dich."

Gillettes Kampagne aus dem Jahr 1989:

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Video: YouTube/Attila Miksor

(jaw)

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 16.01.2019 00:16
    Highlight Highlight Ist doch ein tolles Video, also mir als Vater gefällt es.
  • PennyLane 15.01.2019 14:53
    Highlight Highlight Was für ein scheiß... als würden die Leute die Produkte nur kaufen weil ihnen die Werbung so gut gefällt....*augenroll*
    • Diavolino 15.01.2019 17:33
      Highlight Highlight Gibt wohl auch Leute, die von solchen Produkten auf die Menschen schliessen, die diese Produkte verwenden... *auchaugenroll*
    • ishotamaninreno 15.01.2019 18:52
      Highlight Highlight Augenroll...
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