Israel räumt weitere Siedlungen im Westjordanland 

Israelische Sicherheitskräfte haben einen illegalen Siedlungsaußenposten im Westjordanland geräumt. Polizisten hätten 15 Häuser in der Kleinsiedlung Netiv Ha-Avot evakuiert, teilte ein Polizeisprecher in der Nacht zu Mittwoch mit. Die Räumung hatte am frühen Dienstagmorgen begonnen. 

Zahlreiche Menschen leisteten Widerstand

Mehr als 500 vor allem junge Menschen seien von den Häusern weggebracht worden, hieß es in einer Mitteilung. Das Höchste Gericht hatte die Zerstörung der Häuser in dem Außenposten in der Nähe der Palästinenserstadt Bethlehem angeordnet.

Drei Verdächtige wurden nach Angaben der Polizei verhaftet, weil sie Steine und Flaschen auf Sicherheitskräfte geworfen hatten. Sechs Polizisten seien verletzt worden. 2300 Polizisten seien an der Räumung beteiligt gewesen. Am Montagabend hatten rund 2000 Menschen in der 2001 errichteten Kleinsiedlung gegen die Evakuierung demonstriert.

Siedlungen im Westjordanland und in Ost-Jerusalem: 

 (hd/dpa)

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