Politik
 Vorsitzender von Buendnis 90/Die Gruenen Robert Habeck waehrend einer Pressekonferenz in Berlin am 14. Oktober 2019. Pressekonferenz von Buendnis 90 / Die Gruenen in Berlin  Chairman of Buendnis 90 The Greens Robert Habeck during a press conference in Berlin on 14 October 2019 Press conference of Buendnis 90 The Greens in Berlin

Robert Habeck Bild: imago-images

Morddrohung gegen Grünen-Chef Robert Habeck

Grünen-Chef Robert Habeck hat nach Angaben seiner Partei im Thüringer Landtagswahlkampf eine Morddrohung erhalten.

Die Drohung vor einer Veranstaltung an diesem Wochenende sei am Montag in einem sozialen Netzwerk veröffentlicht worden, sagte der Spitzenkandidat der Thüringer Grünen für die Landtagswahl, Dirk Adams. Adams hatte sie nach eigenen Angaben in den Kommentaren zu den dort aufgelisteten Wahlkampfterminen entdeckt.

In Thüringen wird am 27. Oktober ein neuer Landtag gewählt.

Wohnung des Verdächtigen untersucht

Verdächtig ist ein 27-Jähriger aus Nordthüringen, dessen Wohnung die Polizei am Freitag durchsuchte. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft Mühlhausen, wie das Landeskriminalamt mitgeteilt hatte.

Nach derzeitigen Erkenntnissen habe der Mann in einem sozialen Netzwerk zu "schweren Straftaten" gegen Habeck aufgerufen. "Ich bin entsetzt über das Maß an Aggression und Gewalt, das sich Bahn bricht", erklärte Adams. Trotzdem wolle sich die Partei im Wahlkampf nicht einschüchtern lassen.

Polizei ist alarmiert

Habeck ist am Wochenende unter anderem im nordthüringischen Bleicherode unterwegs ist. Alle Wahlkampftermine würden wie geplant absolviert, teilte eine Sprecherin des Grünen-Bundesverbandes mit. Adams hat nach dem Entdecken des Aufrufs in dem Netzwerk nach eigenen Angaben unverzüglich die Polizei verständigt. "Sie hat die Drohung ebenso ernst genommen wie wir."

Es ist nicht erste Morddrohung gegen einen Thüringer Spitzenpolitiker im Wahlkampf. Ende September war eine Morddrohung per Postkarte gegen CDU-Landeschef und -Spitzenkandidat Mike Mohring bekannt geworden. Sie nahm nach Parteiangaben indirekt Bezug auf den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Auch hier ermittelt das LKA.

(dpa/lin)

Exklusiv

Sahra Wagenknecht: "Klimaschutz darf kein Elitenthema bleiben. Fridays for Future fand an Gymnasien und Hochschulen statt, aber kaum an Real- und Berufsschulen"

Die Linken-Politikerin spricht im watson-Interview über das Erbe der Ära Merkel, ihren Blick auf Fridays for Future – und darüber, warum diskriminierte Minderheiten aus ihrer Sicht wenig von Diversity und Frauenquoten haben.

Im November 2019 lag Sahra Wagenknecht vor Angela Merkel. Ein paar Wochen, bevor die Welt zum ersten Mal von einem neuartigen Coronavirus hörte, war sie zumindest laut einer Umfrage des Instituts Insa Deutschlands beliebteste Politikerin, vor der Bundeskanzlerin. Wagenknecht ist seit fast drei Jahrzehnten auf der politischen Bühne: erst als Vertreterin der "Kommunistischen Plattform" in der PDS, einer Vorgängerpartei der Linken, später als Vizechefin der Linkspartei und als Fraktionschefin …

Artikel lesen
Link zum Artikel