12.01.2021, Frankreich, Tilly: Emmanuel Macron, Pr

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht sich für schärfere Gesetze gegen sexuelle Gewalt aus. Bild: dpa / Christophe Ena

Macron will gegen sexuellen Missbrauch in Familien kämpfen

Nach den zahlreichen Reaktionen auf die Veröffentlichung des Buches der Juristin Camille Kouchner über mutmaßlichen sexuellen Missbrauch, will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verschärfte Maßnahmen zur Bekämpfung sexueller Gewalt in der Familie ergreifen. Man müsse die Verbrecher für ihre Taten aus der Vergangenheit bestrafen und Zeugenaussagen von Menschen sammeln, die auch vor Jahren und Jahrzehnten zu Opfern geworden sind, sagte Macron in einem am Samstag auf seinem Twitter-Account geposteten Video.

Buch löste Debatte über Inzest und sexuelle Gewalt aus – unter #metooinceste

Kinder, die Opfer von Inzest und sexueller Gewalt sind, müssen besser geschützt werden, so der Staatschef. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP hat Macron Justizminister Eric Dupond-Moretti und den Staatssekretär für Kinder und Familie, Adrien Taquet, damit beauftragt, Konsultation durchzuführen und so schnell wie möglich Vorschläge dazu zu unterbreiten.

Anfang Januar hat Kouchner ein Buch über mutmaßlichen sexuellen Missbrauch in ihrer berühmten Familie veröffentlicht. Das Werk hat eine Debatte über Inzest ausgelöst und zahlreiche Menschen dazu ermutigt, unter dem Hashtag #metooinceste ihre Erfahrungen mit Übergriffen innerhalb der Familie mitzuteilen. Der Hashtag ist angelehnt an das Schlagwort MeToo, das seit einigen Jahren stellvertretend für den Kampf gegen Alltagssexismus, Missbrauch und Nötigung weltweit steht.

(lau/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Israels Sicherheitskabinett berät über Feuerpause

Das israelische Sicherheitskabinett will noch am Donnerstag über eine mögliche Waffenruhe mit der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen beraten. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen erfuhr, sollen an dem für den Abend geplanten Treffen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sowie hochrangige Armeevertreter teilnehmen.

Angesichts der seit mehr als einer Woche andauernden Gewalteskalation zwischen Israel und militanten Palästinensern aus dem Gazastreifen, hatte die …

Artikel lesen
Link zum Artikel