Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Der 63-Jährige hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Bild: Sophie Rohrmeier/ picture alliance

Ex-Präsident der Musikhochschule München muss wegen sexueller Nötigung in Haft 

17.05.18, 08:21 17.05.18, 09:35

Ein früherer Präsident der Münchner Musikhochschule ist wegen sexueller Nötigung in drei Fällen zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Vom Vorwurf der Vergewaltigung wurde der 63-Jährige am Mittwochabend am Münchner Landgericht freigesprochen. Die Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der Mann eine Frau bei drei Bewerbungsgesprächen zwischen 2007 und 2013 sexuell genötigt hatte.

Die Staatsanwaltschaft hatte ihm zudem vorgeworfen, eine andere Frau, die sich auf eine Stelle als Assistentin beworben hatte, im Jahr 2004 vergewaltigt zu haben.

Der 63-Jährige hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Er habe niemals sexuellen Kontakt mit Frauen gegen deren Willen gehabt, hatte er vor der Verkündung des Urteils beteuert.

Der Angeklagte wurde schon einmal wegen sexueller Nötigung zu neun Monaten Haft verurteilt – das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Wahrscheinlich werden beide Urteile auch für seine aktuelle Position als Leiter des Mozarteums in Salzburg Folgen haben. 

(hd/dpa)

Das könnte dich auch interessieren: 

Bundeswehrsoldat in Freiburg verurteilt, weil er Jungen gegen Geld missbrauchte  

Eine interne Befragung zeigt das Ausmaß sexueller Übergriffe an Münchner Musikhochschule

Diese Studentengeschichte zeigt, warum Rassismus auch in der US-Elite ein Problem ist

4 Tote nach Bomben-Anschlag auf Polizeizentrale in Indonesien

Früherer Bamf-Chef erstattet wegen Asyl-Skandal Selbstanzeige 

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Dieser Flüchtling organisiert nach dem Polizeieinsatz in Ellwangen eine Demo

Togolese Yussif O. muss nach Italien, das hat das Verwaltungsgericht Stuttgart am Dienstag entschieden. Als die Polizei ihn am 30. April in der Erstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen abholen wollte und später die Rede vom Versagen des Rechtsstaats sein sollte, war auch Hassan Alassa auf den Beinen gewesen. "Wir haben keine Polizisten angegriffen", sagt er am Telefon zu t-online.de.

Hassan Alassa will darüber reden, wie die Nacht verlief, wie der nächste Einsatz der Polizei mit einem Großaufgebot …

Artikel lesen