Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Bundeswehrsoldat in Freiburg verurteilt, weil er Jungen gegen Geld missbrauchte  

16.05.18, 15:57 16.05.18, 18:18

Im Aufsehen erregenden Fall des jahrelang missbrauchten Jungen im Raum Freiburg ist ein Bundeswehrsoldat zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Zudem ordnete das Landgericht Freiburg am Mittwoch die Zahlung von 12.500 Euro Schmerzensgeld an.

Dieses Geld gehe an das Opfer der Taten, ein heute neun Jahre alter Junge aus Staufen nahe Freiburg. Auf Sicherungsverwahrung, wie sie die Staatsanwaltschaft und die Vertreterin der Nebenklage gefordert hatten, verzichtete das Gericht. Dafür fehle die rechtliche Grundlage, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin
(Az.: 6 KLs 160 Js 33561/17). 

Der Soldat hatte gestanden, den Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben. 

Der Fall hatte im Januar bundesweit Aufsehen erregt. Der Stiefvater des Jungen, ein bereits wegen Missbrauchs verurteilter Mann, der nach gerichtlichen Auflagen mit Kindern nicht mehr allein sein sollte, war bei der Mutter des Jungen eingezogen. Er hatte sich an dem Kind vergangen und den Jungen im Internet zur Prostitution angeboten. „Ich bin der Haupttäter in der ganzen Geschichte“, gestand der Mann vor Gericht. 

(dpa)

Es ist das zweite Urteil in dem Missbrauchsfall, der vor vier Monaten bekannt wurde.

Weitere Prozesse folgen. Insgesamt gibt es acht Tatverdächtige, jeder ist einzeln angeklagt. Der Junge war mehr als zwei Jahre lang in Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Seine Mutter und ihr Lebensgefährte gelten als die Hauptbeschuldigten. Der Prozess gegen sie beginnt am 11. Juni vor dem Landgericht Freiburg.

(hd/dpa)

Das könnte dich auch interessieren: 

Auch die FDP klagt gegen das Polizeiaufgabengesetz in Bayern 

6 Dinge, die du jetzt über die Rechten in Kandel wissen musst

Seehofer einigt sich mit Griechenland, doch Pro Asyl sieht geltendes Recht gefährdet

Özil – für immer Gast im eigenen Land? Das geht schon seit Generationen so

Psychisch krank oder straffällig – in Bayern bald das Gleiche?

Gabriel lehrt an der Uni Bonn, den Studierenden gefällt das nicht

"Tickende Zeitbomben" – Politiker sorgen sich wegen "Reichsbürgern"

So will SPD-Vize Malu Dreyer gegen Armut kämpfen – das watson-Interview

3 Fragen und Antworten zu den Syrien-Angriffen, die jetzt wichtig werden

5 Frauen, die in Deutschland muslimischen Feminismus prägen

19 mal "Soo Saaad!": Erinnerst du dich an diese Trump-Aussteiger?

Italienische Polizei nimmt fünf Verdächtige im Fall Anis Amri fest

Der watson-Guide zur Abtreibungs-Debatte um Paragraf 219

So zerstören Anhänger von Erdogan wegen des Streits mit Trump ihre iPhones

Wer sagt gerade eigentlich was zum Thema Kopftuch? 6 Argumente im watson-Guide

Polizei, Polizei, Polizei! Die CSU benimmt sich wie die schlimmsten Helikopter-Eltern

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Diese 5 Szenen zeigen, wie Rechtsextreme Chemnitz ins Chaos stürzten

17:50 Uhr, Stadthallenpark im Chemnitzer Stadtzentrum: Hier haben sich bereits hunderte Gegendemonstranten versammelt. Sie wollen nach der rechtsextremen Gewalt des Vortags gegen Neonazis und Rassismus protestieren – nur einen Katzensprung vom Versammlungsort der Rechten entfernt.

Zur Gegendemo hatte auch die Chemnitzer Band "Kraftklub" aufgerufen, hunderte Demonstranten waren aus Leipzig und anderen Städten angereist. Die Stimmung im Stadthallenpark ist zunächst gut. Nach …

Artikel lesen