Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Kritik an Trump: So hart ist Merkel den US-Präsidenten noch nie angegangen

Das "Ein Stück weit" war wohl nur der Anfang. Im vergangenen Jahr verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Bierzelt jene Worte, die viele Kommentatoren schon damals als epochalen Wandel ansahen: "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei." Kennt mittlerweile jeder. Eine direkte Ansage an Donald Trump. So klar hatte man Angela Merkel bislang selten reden gehört.

Nun, ein Jahr später, setzt die Kanzerlin aber noch einen drauf. Das Bierzelt in Trudering hat sie gegen ein Podium beim katholischen Kirchentag in Münster eingetauscht. Und tatsächlich, besagtes "Ein Stück weit" sieht harmlos aus gegen die offene Kritik, die Merkel am Freitag übte.

Sie sehe

"mit Sorge, dass der Multilateralismus in einer wirklichen Krise ist."

Und wurde noch deutlicher:

"Wenn jeder macht, worauf er Lust hat, ist das eine schlechte Nachricht für die Welt."

Beides gilt natürlich Donald Trump, der die Welt gerade mit dem Ausstieg aus dem Iran-Deal in Atem hält. Ein Vertrag, der international nicht nur begrüßt, sondern auch von allen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats 2015 unterschrieben wurde.

Dazu Merkel:

"Ich glaube, dass es nicht richtig ist, ein Abkommen, das verabredet wurde, über das man im UN-Sicherheitsrat abgestimmt hat, einstimmig es gebilligt hat, dass man ein solches Abkommen einseitig aufkündigt."

Trump aber wollte den multilateralen Atom-Deal nicht mehr:

Merkel sagte auf dem Kirchentag auch, dass sie sich weiter für die transatlantischen Partnerschaften einsetzen würde. Aber die Botschaft an den US-Präsidenten könnte kaum deutlicher sein.

Ihre Ansage kommt kurz vor einem Treffem mit Russlands Wladimir Putin, das kommende Woche stattfinden soll. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte am Freitag mit, dass sich Merkel und Putin sehr wohl darüber einig seien, dass man den Atom-Deal beibehalten wolle.

Die öffentliche Rüge ist der nächste Schritt in einer politischen Trendwende der Bundesregierung. Das transatlantische Verhältnis wird in Zukunft nicht mehr das selbe sein. Die Bundesregierung und ihre Bündnispartner sind entschlossen, auch ohne die USA weiterzumachen. Für Trump könnte dies  das internationale politische Abseits bedeuten. Ob das den US-Präsidenten überhaupt noch interessiert, ist dann die andere Frage.

(mit dpa/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Trump-Sprecherin weiß, warum er Präsident wurde – und macht sich zum Gespött 🤣😇

Link zum Artikel

Sie ist die neue Hassfrau von Trump und Fox-News – jetzt fürchten sie auch die Reichen

Link zum Artikel

In der Ehe zwischen Trump und Fox News kriselt es – und zwar heftig!

Link zum Artikel

Trump sitzt in der Mauer-Falle – aber es gibt einen (sehr zweifelhaften) Ausweg

Link zum Artikel

Trump nimmt mit seinen Mauer-Märchen Hunderttausende als Geisel 

Link zum Artikel

Heute startet Trump den Truppen-Abzug aus Syrien – das könnten die Folgen sein

Link zum Artikel

Trump und die Russen – 14 Fakten, die auf eine Verbindung hindeuten 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Heidi Klum stellt ihre neue TV-Show vor – und sofort kommt es zu einer Panne

Link zum Artikel

Alle jammern ständig übers Wetter – ein Psychiater klärt auf, warum

Link zum Artikel

Helene Fischer mit Ex Florian Silbereisen auf Jacht gesichtet – seine ehrlichen Worte

Link zum Artikel

Interview aufgetaucht: So lange stand Tom Kaulitz schon auf Heidi Klum

Link zum Artikel

Dieter Bohlen über Helene Fischers Mega-Flop: "Das Problem erklär ich dir!"

Link zum Artikel

Hartz-IV-Empfängerin erhebt Vorwürfe gegen Jobcenter – jemand schreitet ein

Link zum Artikel

Jacht-Milliardär ersteigerte wohl Auftritt von Helene Fischer – so viel kostete es

Link zum Artikel

Heidi Klum postet haariges Bett-Video mit Tom – ihre Fans sind, äh, verstört

Link zum Artikel

Wir haben mit Hartz-IV-Empfängern kein Mitleid – das muss sich ändern

Link zum Artikel

Mats Hummels zum BVB: Cathy setzt Gerüchten um Umzug ein Ende

Link zum Artikel

Millionen sahen Hartz-IV-Empfänger bei "Armes Deutschland" – jetzt rechnet er mit RTL 2 ab

Link zum Artikel

Capital Bra will Helene Fischer nach Mega-Flop helfen: "Wir holen die da raus"

Link zum Artikel

"Wirklich verwirrend" – "Dark"-Star verrät, wie er am Set den Überblick behielt

Link zum Artikel

Mitten in der Grillsaison: Bei Edeka gibt es Ärger um Ketchup

Link zum Artikel

"In BVB-Bayern-Wendebettwäsche geschlafen"– die lustigsten Reaktionen zum Hummels-Wechsel

Link zum Artikel

Mit diesen 4 Tipps umgehst du die langsamste Kasse im Supermarkt

Link zum Artikel

Heidi Klum postet Oben-Ohne-Video – das sagt Lena Meyer-Landrut dazu

Link zum Artikel

Sommer bei H&M: Das sind die ekligsten Dinge, die mir als Verkäuferin passiert sind

Link zum Artikel

Das deutsche Badewasser ist hervorragend – nur nicht an diesen 6 Orten

Link zum Artikel

Mats Hummels für 38 Mio. zurück zum BVB: Warum ich als Fan sauer wäre

Link zum Artikel

9 Frauen aus den Anfängen des Rock'n'Roll, die die Musikwelt auf den Kopf stellten

Link zum Artikel

Ich wollte Eltern überzeugen, dass Impfen schlecht ist – und scheiterte glücklicherweise

Link zum Artikel

"Soll ich hier den Clown machen?": Kollegah rastet wegen Schweizer Festival aus

Link zum Artikel

Aldi schafft die Kasse ab: Discounter testet wegweisendes Konzept in China

Link zum Artikel

Diese Bilder von den Protesten in Hongkong geht gerade um die Welt

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Es werden Lügen über die Demo verbreitet" – dieser Abgeordnete saß im Kessel von Aachen

Als am Wochenende hunderte Klima-Demonstranten einen Tagebau von RWE in Aachen stürmten, machten die Bilder von umstellten Besetzern die Runde. Um die Situation zwischen Aktivisten und Polizisten zu beruhigen, stimmte RWE zu, sogenannte "Parlamentarische Beobachter" auf das Gelände zu bringen.

Einer davon war Erik Marquardt, ehemaliger Sprecher der Grünen-Jugend und frisch gewählter Europa-Abgeordneter. Im Anschluss an das Wochenende erhob er auf Social Media schwere Kritik gegen die Polizei …

Artikel lesen
Link zum Artikel