Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Razzia bei "Reichsbürgern": Verdacht der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung

08.04.18, 14:26 08.04.18, 14:46

Bild: dpa

Wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft am Sonntag die Wohnungen von acht Beschuldigten in Berlin, Brandenburg und Thüringen durchsuchen lassen. Die Verdächtigen sollen der sogenannten Reichsbürgerszene angehören und sich spätestens im Sommer 2017 zusammengeschlossen haben, wie die Behörde am Sonntag in Karlsruhe mitteilte.

Dabei sollen sie "auch in Betracht gezogen haben, nötigenfalls zielgerichtet Menschen zu töten", und sich "zu diesem Zweck bereits Waffen beschafft haben", heißt es in einer Mitteilung der Ermittler. Die heutigen Durchsuchungsmaßnahmen stünden nicht im Zusammenhang mit der gestrigen Tat in Münster.

Keine Festnahmen

Festnahmen erfolgten den Karlsruher Angaben zufolge zunächst nicht. Die Razzia diente demnach "dazu, die bestehenden Verdachtsmomente zu objektivieren". Insbesondere solle "geklärt werden, ob die Beschuldigten tatsächlich über Waffen verfügen". Daher seien auch die Spezialeinheit GSG 9 und das mobile Einsatzkommando des Bundeskriminalamtes eingesetzt worden.

Die Reichsbürger sind eine in Kleingruppen zersplitterte Szene, die die Bundesrepublik, ihre Institutionen und Gesetze nicht anerkennt. Für viele von ihnen besteht das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 fort. Ihr Ziel soll demnach sein, "die bundesrepublikanische Ordnung durch eine an die organisatorische Struktur des deutschen Kaiserreichs angelehnte, neue staatliche Ordnung zu ersetzen".

In Bayern haben die Behörden im vergangenen Jahr 607 Waffen von sogenannten Reichsbürgern aus dem Verkehr gezogen. Insgesamt wurden 2017 in Bayern 269 Reichsbürger mit zum Teil mehreren waffenrechtlichen Erlaubnissen identifiziert und gegen sie entsprechende Widerrufsverfahren eingeleitet. Bundesweit schätzt die Polizei die Zahl der Reichsbürger und Selbstverwalter mittlerweile auf mehr als 15.000. Darunter sollen sich 900 Rechtsextreme befinden.

(AFP)

Das könnte dich auch interessieren:

5 Frauen, die in Deutschland muslimischen Feminismus prägen

Dieser Käfer braucht Alkohol, um seine Kinder großzuziehen

Wein doch: "Sprachnachrichten sind gestohlene Lebenszeit!"

"Quizz die Gesa" – Bist du schlauer als unsere Chefredakteurin? 

18 Gründe, warum wir die 2000er vermissen

"Ich hasse Menschen auf Konzerten"

15 Tiere, die am Wochenende viel aktiver sind als du

Die Donut-Theorie sagt uns, wie wir gut leben können, ohne die Erde zu zerstören

Dieses Model könnte Heidi Klum arbeitslos machen

Politiker oder Influencer – wer hat diese Bilder gepostet?

So fallt ihr beim Sneaker-Kauf im Internet nicht auf Betrüger herein

Poo with a view – 15 Klos mit Aussicht

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Sie hatten gemeinsam eine 14-Jährige vergewaltigt – nun bekamen die Täter härtere Strafen

Eine Gruppenvergewaltigung, die sich 2016 in Hamburg-Harburg ereignete, wurde jetzt erneut Gegenstand eines Strafprozesses – und dieses Mal wurden die Täter härter bestraft als noch beim ersten Urteil. 

Drei jugendliche Männer, die zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 17 Jahre alt waren, und ein 21-Jähriger hatten eine 14-Jährige am 11. Februar 2016 bei einer Geburtstagsfeier mit Alkohol abgefüllt, gemeinsam vergewaltigt, und dann ihren leblosen Körper bei Eiseskälte und nur in …

Artikel lesen