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Bild: iStockphoto/getty

Berlin hat ein Sumpfkrebs-Problem – wir haben ein Rezept!

06.05.18, 18:21
Felix Huesmann
Felix Huesmann

Im vergangenen Jahr wurden in Berlin große Massen an Sumpfkrebsen entdeckt. Jetzt sollen die Tiere auf dem Teller landen.

Die Krebse stammen von ausgesetzten Exemplaren ab. Ursprünglich sind sie im Süden der USA und in Nordmexiko heimisch. 

So sehen die Sumpfkrebse aus...

Bild: Paul Zinken/dpa

Wie rasant die Krebse sich vermehrt haben wurde 2017 zum ersten Mal klar, als die dunkelroten, bis zu 15 Zentimeter großen Tiere auch auf Straßen am Berliner Tiergarten gesichtet wurden. Knapp 4000 Tiere wurden daraufhin eingefangen und getötet, weil sie als "invasive Art" gelten. 

...und so werden sie gefangen:

Bild: Paul Zinken/dpa

Was für eine Verschwendung!

Doch mit dem sinnlosen Töten soll jetzt Schluss sein. Die Krebse, die neben dem Tiergarten auch im Britzer Garten in Neukölln leben, wurden auf Schwermetalle und Schadstoffe getestet. Das Ergebnis: Keine Grenzwerte überschritten – die Sumpfkrebse sind essbar!

Das Fleisch der Sumpfkrebse, die auch Louisiana-Flusskrebse genannt werden, ist weltweit beliebt. Er gilt als der am häufigsten gezüchtete Süßwasserkrebs.

Wir hätten da eine Rezeptidee...

In Berlin sollen die Krebse jetzt von einem Unternehmen gefangen und an Gastronomen und Privatleute verkauft werden.

Die Berliner Feinschmecker müssen sich da aber gar nichts neues einfallen lassen. Im US-amerikanischen Bundesstaat Louisiana gehören die Sumpfkrebse traditionell zu jedem großen Sommerfest dazu.

Die beliebteste Zubereitungsweise:

"Louisiana Crawfish Boil"

Dafür werden die Krebse zusammen mit Kartoffeln, Maiskolben, Champignons und Würstchen gekocht. Gewürzt werden die Krebse meist mit einiger Chilisauce und verschiedenen Gewürzen, beliebt ist zum Beispiel die traditionelle "Old Bay"-Gewürzmischung.

Anschließend werden sie auf einer großen Tafel auf Zeitungspapier ausgebreitet – Teller sind hier vollkommen überbewertet. 

So wird's gekocht:

Video: YouTube/BBQGuys.com

Doch bevor ihr nun im Berliner Tiergarten auf Krebsfang geht: Privatpersonen bleibt das weiter verboten. Die ersten Berliner Sumpfkrebse sollte es aber bald zu kaufen geben.

(Mit dpa)

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