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bild: ap/korea summit press pool

7 Dinge, die uns beim historischen Treffen zwischen Kim und Moon aufgefallen sind

Corsin Manser / watson.ch

Auf der koreanischen Halbinsel hat sich heute Historisches ereignet: Die Staatschefs beider Koreas trafen sich in Panmunjom. 7 Dinge sind uns besonders in Erinnerung geblieben.

Der Spaziergang

Zum ersten Mal in der Geschichte setzte ein nordkoreanischer Machthaber heute einen Fuß auf südkoreanisches Territorium. Auch der südkoreanische Präsident Moon Jae-in machte einige Schritte auf nördlichem Gebiet. Die Bilder des Spaziergangs werden in die Geschichte eingehen. 

Zuvor kam es gemäss einer Übersetzung von CNN zu folgendem Dialog: 

Kim: Ich freue mich, Sie zu treffen. Ich freue mich so sehr.

Moon: Gab es irgendwelche Schwierigkeiten auf dem Weg hierhin?

Kim: Nein, überhaupt nicht.

Moon: Es ist eine große Freude, Sie zu treffen.

Kim: In der Tat, ich bin so erfreut wegen des Treffens an diesem historischen Ort. Und ich war wirklich bewegt, dass Sie den ganzen Weg gekommen sind, um mich an der militärischen Demarkationslinie in Panmunjom zu empfangen.

Moon: Es war Ihre mutige Entscheidung, die es uns ermöglicht hat, so weit zu kommen.

Kim: Nein, nein, nicht im Geringsten.

Moon: Wir haben einen historischen Moment möglich gemacht.

Kim: Ich bin erfreut, Sie zu treffen.

Moon: Würden Sie bitte auf diese Seite treten?

Die joggenden Bodyguards

Nach der ersten Gesprächsrunde kehrte Kim fürs Mittagessen auf die nordkoreanische Seite zurück. Dabei wurde sein Wagen von über einem Dutzend Bodyguards eskortiert. Die Männer aus der Abteilung Personenschutz joggten in Schale neben dem Auto her. Ziemlich in Form, die Herren. 

Kim ist fit

In guter körperlicher Verfassung zeigte sich auch Kim Jong Un. Mehrmals wurde in der Vergangenheit über die Gesundheit des nordkoreanischen Machthabers spekuliert. Zuletzt kursierten gar Gerüchte, er könne nicht mehr alleine gehen.

This image released on February 13, 2018, by the North Korean Official News Service (KCNA), shows North Korean leader Kim Jong Un meeting with his sister Kim Yo Jong, second right, and ceremonial head of state Kim Yong Nam, second left, following their visit to South Korea to attend the opening ceremony of the 2018 Winter Olympics. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY WAX2018021301 KCNA

Während der olympischen Spiele veröffentlichte Nordkorea dieses Foto: Darauf kursierten Gerüchte, Kim müsse gestützt werden. Bild: kcna/imago

Normalerweise wird nur stark bearbeitetes Video- und Fotomaterial aus Pjöngjang verbreitet, doch heute waren ausnahmsweise rund um den Globus Livebilder von Kim zu sehen. Und die zeigten einen Mann, der ohne Probleme alleine laufen konnte. Auch beim gemeinsamen Einpflanzen eines Baumes bewegte sich Kim anscheinend mühelos.

North Korean leader Kim Jong Un, left, and South Korean President Moon Jae-in plant a pine tree near the military demarcation line at the border village of Panmunjom in the Demilitarized Zone, South Korea, Friday, April 27, 2018. North Korean leader Kim made history by crossing over the world's most heavily armed border to greet South Korean President Moon for talks on North Korea's nuclear weapons. (Korea Summit Press Pool via AP)

Während der olympischen Spiele veröffentlichte Nordkorea dieses Foto: Darauf kursierten Gerüchte, Kim müsse gestützt werden.  Bild: ap/Korea Summit Press Pool

Ob er mit der Pace seiner Bodyguards mithalten könnte, ist natürlich eine andere Frage.

Der Eintrag ins Gästebuch

Ein besonderes historisches Dokument ist Kims Eintrag ins südkoreanische Gästebuch: "Jetzt beginnt eine neue Ära", schrieb der Nordkoreaner: "ein Zeitalter des Friedens". Dazu sagte er: "Wir können eine bedeutende Vereinbarung erreichen, aber wichtig ist, dass sie umgesetzt wird. Wenn nicht, werden wir unser Volk enttäuschen."

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Bild: Presidential Office Cheong Wa Da

Der Nudel-Witz

Gleich zu Beginn des Treffens überraschte Kim mit einem Witz, der in den sozialen Medien Südkoreas viel Aufmerksamkeit erhielt. Er sprach über "Naengmyeon", ein kaltes Nudelgericht, das aus dem Norden stammt, aber auch bei den Südkoreanern sehr beliebt ist. Das Gericht sollte beim Abendessen serviert werden. 

Die "Naengmyeon"-Nudeln seien von weit her gekommen, sagte Kim, um sich dann zu korrigieren: "Ah, ich sollte nicht sagen, dass sie weit herkommen."

Nordkoreas Machthaber wollte offenbar einen Witz machen über die Distanz zwischen den beiden Ländern. Kims Spässchen geht in Südkorea derzeit viral, passt es doch überhaupt nicht zum sonst ziemlich furchteinflössenden Bild, das von ihm verbreitet wird. Einige Kommentatoren schlugen sogar vor, Kim solle sich eine Zukunft im Comedy-Business überlegen. 

Kims Schwester

Die einzige Frau, die an den offiziellen Gesprächen zwischen den beiden Staaten teilnahm, war Kim Jong Uns Schwester. Sie nimmt im Friedensprozess eine wichtige Rolle ein. Bereits während der olympischen Spiele reiste Kim Yo Jong nach Südkorea. Die 30-Jährige soll grossen Anteil daran haben, dass die heutigen Gespräche stattfinden konnten. Kim scheint ihr jedenfalls viel Vertrauen zu schenken. 

North Korean leader Kim Jong Un, second from right, and South Korean President Moon Jae-in, second from left, attend during a summit at Peace House of the border village of Panmunjom in the Demilitarized Zone, South Korea, Friday, April 27, 2018. North Korean leader Kim made history by crossing over the world's most heavily armed border to greet South Korean President Moon for talks on North Korea's nuclear weapons.  At right is Kim's sister Kim Yo Jong. (Korea Summit Press Pool via AP)

Kim Yo Jong nimmt als einzige Frau am sechsköpfigen Treffen zwischen Nord- und Südkorea teil. Bild: Korea Summit Press Pool

Die Umarmung

Nichts könnte das koreanische Tauwetter besser unterstreichen als die innige Umarmung der beiden Staatschefs vor laufender Kamera. Am Ende der nachmittäglichen Gespräche bestätigten beide Machthaber, dass sie den Krieg beenden möchten. Sie sprachen von einer "Ära des Friedens". 

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