International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Bild: MTI

Orban gewinnt in Ungarn und wird für weitere Konflikte in der EU sorgen

09.04.18, 06:27 09.04.18, 07:03

Deutlicher als erwartet hat der EU-kritische Regierungschef Viktor Orban die Parlamentswahl in Ungarn gewonnen.

Kurz vor Mitternacht war der wiedergewählte Ministerpräsident in Budapest vor seine Anhänger getreten. "Wir haben gesiegt", stellte er fest.

Orban feiert seinen Sieg:

"Das gibt uns die Möglichkeit, Ungarn zu verteidigen"

dpa

Im Wahlkampf hatte er fast ausschließlich das Thema Migration angesprochen und die Europäische Union (EU) wegen ihrer Asylpolitik angegriffen. Unter den ersten Gratulanten war die Europaabgeordnete der AfD, Beatrix von Storch.

Von Storch twitterte:

"Die EU ist nicht in Brüssel", hatte der Ungar selbst noch am Sonntagmorgen bei der Stimmabgabe in Budapest erklärt. "Die EU ist in Berlin, in Budapest, in Warschau, in Prag, in Bukarest. Sie ist das Ensemble der nationalen Hauptstädte." Orban steht nun vor seiner vierten Amtszeit und der dritten in Folge. 

Die meisten Wahlforscher hatten den Sieg der Fidesz-Partei in dieser Deutlichkeit nicht erwartet. Allgemein wurde angenommen, dass Orban mehr oder weniger sicher eine absolute Mehrheit erringen würde. 

Die Bekanntgabe der ersten Teilergebnisse verzögerte sich um mehrere Stunden, weil zwei Budapester Wahllokale mit der grossen Zahl der ihnen zugeteilten "Auswärts-Wähler" nicht fertig wurden. Die Wahlbeteiligung war mit 70 Prozent außergewöhnlich hoch.

In der EU geht man davon aus, dass eine Neuauflage der Regierung Orban zu weiteren Konflikten zwischen Budapest und Brüssel führen wird. Seit 2010 steuert der rechtskonservative Politiker einen Konfrontationskurs zur EU. Streitpunkte sind unter anderen die Asylpolitik, die Einschränkung von Medienfreiheit, Unabhängigkeit der Justiz und Bürgerrechten sowie der mutmassliche Missbrauch von EU-Fördergeldern. Von der EU beschlossene Quoten zur faireren Verteilung von Asylbewerbern boykottierte Orban.

(mbi/dpa)

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Sooo sad: 11 Berühmtheiten, die sich auch versprochen haben

Der US-Präsident hat sich versprochen. "I misspoke", erklärte er auf einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin.

Er wollte gar nicht "Ich sehe keinen Grund, warum es Russland gewesen sein sollte" sagen, sondern: "Ich sehe keinen Grund, warum es nicht Russland gewesen sein sollte."

Versprecher können ja mal vorkommen. Und so hat sich auch der US-Sänger Richard Marx zu Wort gemeldet. Sein größter Hit, "Waiting for You" sei eigentlich anders gemeint gewesen:

Und …

Artikel lesen