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Ein Hauch von "House of Cards": Megyn Kelly. Bild: ap/invision

Ex-Fox-News-Superstar Megyn Kelly wurde wegen eines Blackfacing-Kommentars gefeuert

Philipp Löpfe / watson.ch

Megyn Kelly ist so etwas wie die amerikanische Antwort auf Natalie Rickli: blond, hübsch und rechtskonservativ. Sie ist auch intelligent und schlagfertig. All dies machte sie zum Liebling des TV-Senders Fox News.

In den Debatten zu den republikanischen Vorwahlen im Frühsommer 2016 trübte sich die Liebe ein. Kelly hatte Donald Trump während einer TV-Debatte wegen seiner frauenfeindlichen Aussagen hart attackiert. Wie immer schlug Trump hart zurück und unterstellte Kelly, sie habe an diesem Tag ihre Periode gehabt.

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Trump und Kelly: Vor TV-Kameras gerieten sie aneinander. Bild: ap/ap

Der Vorfall führte zu einer Entfremdung zwischen Fox News und seinem Liebling, der schließlich dazu führte, dass Kelly einen 20-Millionen-Dollar-Vertrag beim Konkurrenten NBC unterschrieb. Ihr Auftrag war es, gemäßigte Fox-News-Zuschauer auf diesen Kanal zu locken.

Der Plan ging nicht auf, Kelly kam bei NBC nie richtig auf Touren. Nun ist sie so richtig ins Fettnäpfchen getreten. Im Vorfeld von Halloween hat sie am Bildschirm erklärt, sie habe kein Problem damit, wenn sich Weiße an diesem Tag schwarz schminken würden. Diese Aussage löste postwendend einen Shitstorm aus – am Freitag (Ortszeit) wurde dann bekannt, dass Kelly vom Sender NBC die Kündigung mitgeteilt wurde. ("USA Today")

Sich als Weißer schwarz anzumalen war vor allem in den Südstaaten ein beliebtes Mittel, sich über Schwarze lustig zu machen. Rund ein Jahrhundert litten sie unter den diskriminierenden sogenannten Jim-Crow-Gesetzen. Deshalb ist ihr Sinn für Humor mit solchen Stereotypen nicht sonderlich ausgeprägt. 

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Auch Wladimir Putin stellte sich den Fragen von Kelly. Bild: imago stock&people

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