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Bild: imago montage watson

Gauland rechtfertigt Chemnitzer Ausschreitungen als "Selbstverteidigung"

Eigentlich keine Überraschung. Der AfD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland zeigt Verständnis für die Ausschreitungen von Chemnitz.

"Wenn eine solche Tötungstat passiert, ist es normal, dass Menschen ausrasten"

Gauland in der "Welt"

Dies sei "in Freiburg nicht anders als in Konstanz oder eben in Chemnitz". In der sächsischen Stadt war es am Sonntag und Montagabend zu Demonstrationen gekommen, bei denen Migranten von einzelnen Gruppierungen bedroht oder mit dem Hitler-Gruß verfassungsfeindliche Symbole gezeigt wurden.

Auslöser war der Tod eines Deutschen, der am Wochenende erstochen worden war. Als tatverdächtig sitzen ein Syrer und ein Iraker in Untersuchungshaft.

Rechte haben Haftbefehl veröffentlicht:

Gauland billigte auch einen Tweet des AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier, der bundesweit als Aufruf zur Selbstjustiz kritisiert wurde. Frohnmaier hatte nach den Ausschreitungen geschrieben:

Der Aufruf zur Selbstjustiz:

Gauland erklärte dazu: "Selbstverteidigung ist mit Sicherheit nicht Selbstjustiz. Nichts anderes ist gemeint." Derzeit kämen "Menschen aus einem völlig fremden Kulturkreis mit völlig anderen Auffassungen". Das zerstöre die Identität und das Gefühl, dass man sich auf den Nachbarn verlassen könne. 

"Nach den Krawallen von Montag, ganz angenehm":

Video: watson/Marius Notter, Felix Hüsmann

(ts/reuters)

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Seit ihrer Gründung vor sechs Jahren ist die AfD immer weiter nach rechts gerückt. Von Lucke zu Petry zu Gauland. Von der Anti-Euro-Partei zur Anti-Flüchtlingspartei. Antisemitismus-Skandale folgten auf Reden im Nazi-Duktus. Rassistische Ausfälle von Politikern der Partei sind mittlerweile mehr die Regel als die Ausnahme. Als Rechtsextremisten oder gar Neonazis wollen sich AfD-Politiker allerdings nicht bezeichnen lassen.

Zwei sächsische AfD-Politiker wehrten sich nun sogar juristisch dagegen. …

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