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"Sie sind nicht bürgerlich, Herr Gauland" – SPD-Chefin greift AfD-Mann bei Anne Will an

Auch bei Anne Will ging es am Sonntag natürlich um die Wahlen in Sachsen und Brandenburg. CDU und SPD bleiben zwar stärkste Kraft in den jeweiligen Landtagen. Aber die Erfolge der AfD waren dennoch das beherrschende Thema der Runde.

Zu Gast waren die kommissarische SPD-Chefin und Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig, der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff, Grünen-Chef Robert Habeck, der Fraktionschef der AfD Alexander Gauland und die Journalisten Melanie Amann und Martin Machowecz.

"Anne Will": Ein Begriff führte zum Streit zwischen Gauland und Schwesig

So richtig Fahrt nahm die Diskussion auf, als Anne Will eine eigentlich harmlose Frage stellte. Sie wollte vom AfD-Fraktionsführer Alexander Gauland wissen, ob die AfD denn ihren Zenit überschritten habe. Schließlich wollte die AfD in Sachsen und Brandenburg stärkste Partei werden.

Gauland widersprach. Die AfD sei nicht am Zenit. "Wir sind auf dem Wege – was hier nicht gerne gehört wird – die bürgerliche Volkspartei zu werden. In Brandenburg sind wir es."

Moment. Bürgerliche Volkspartei? Manuela Schwesig wollte das so nicht stehen lassen und ging energisch dazwischen.

"Sie sind nicht bürgerlich, Herr Gauland. Ihre Partei tut so, als sei sie bürgerlich. Ihre Spitzenleute sind mit Rechtsextremisten marschiert. Und da können Sie nicht so tun, als ob sie eine bürgerliche Partei sind."

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Bild: screenshot ard

Applaus im Publikum. Schwesig spielte vor allem auf den AfD-Spitzenkandidaten in Brandenburg Alexander Kalbitz an, dem zahlreiche rechtsextreme Verbindungen in der Vergangenheit nachgewiesen wurden. Und der selbst im ZDF-Morgenmagazin "rechtsextreme Bezüge" eingestehen musste.

Alexander Gauland aber verteidigte seinen Spitzenmann in Brandenburg. "Andreas Kalbig ist kein Rechtsradikaler", widersprach er Manuela Schwesig. Die Journalistin Melanie Amann ergänzte: "Ja, er ist kein Rechtsradikaler, er ist ein Rechtsextremer."

Auch Reiner Haseloff wollte später in der Sendung noch einmal klar gestellt wissen, dass die AfD alles ist – nur nicht bürgerlich. Er schlug Gauland vor, sich einmal die Protokolle der Landtagssitzungen in Sachsen-Anhalt durchzulesen, wenn AfD-Leute dort Reden hielten. "Das hat bei uns in der Fraktion dazu geführt, dass keiner mehr mit ihnen in irgendeiner Art und Weise eine Zusammenarbeit wünscht."

Ab jetzt AfD-Osten? So ein Quatsch!

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