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Bild: imago montage

Protest gegen die AfD: Berliner Lehrer zeigen sich schon mal selbst an

Das nennt man dann wohl gelungene Flucht nach vorne: Nachdem die AfD derzeit mehrere Plattformen einrichtet, auf denen Schüler ihre Lehrer anonym denunzieren können, haben sich mehrere Berliner Pädagogen selbst angezeigt.

Die Denunziations-Plattformen, die von der Partei ins Leben gerufen wurden, sollen der politischen Neutralität an Schulen dienen. Kritiker gehen aber davon aus, dass die AfD damit nur verhindern möchte, dass ihre Partei kritisch im Unterricht beleuchtet wird.

An der Lina-Morgenstern-Gemeinschaftschule haben zwei Drittel der Lehrerschaft sich in einem offenen Brief nun selbst angezeigt, bevor eine entsprechende Plattform in Berlin online geht.

Sie versprechen in ihrem Statement, dass sie auch in Zukunft ihre Schüler aufklären, wenn von AfD-Mitglieder "rassistische, menschenverachtende, sexistische, geschichtsrevisionistische, antisemitische oder demokratiefeindliche Aktivitäten ausgehen." Sie würden sich nicht einschüchtern lassen und sogar gerne auf der Denunziationsliste erscheinen. 

Hier der offene Brief:

„An die AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus
Die untenstehenden Unterzeichner*innen, sämtlich an der Lina-Morgenstern-Schule unterrichtend, greifen auf das Mittel der Selbstanzeige zurück, damit wir auf Ihrer Denunziationsliste von Berliner Lehrer*innen erscheinen. Wir möchten nicht, dass sich andere die Mühe machen müssen, uns bei Ihnen anzuzeigen - wir melden uns freiwillig.
Wir legen großen Wert darauf, auf dieser Liste zu stehen, denn wir werden auch in Zukunft dafür Sorge tragen, dass Schüler*innen befähigt werden, sich über den Charakter Ihrer Partei ein Bild zu machen. Dies werden wir selbstverständlich im Unterricht tun und befinden uns hierbei im Einklang mit dem Beutelsbacher Konsens und dem Artikel 1 des Berliner Schulgesetzes. Wir werden unsere Schüler*innen davon unterrichten, wenn von Mitgliedern und Funktionären Ihrer Partei rassistische, menschenverachtende, sexistische, geschichtsrevisionistische, antisemitische oder demokratiefeindliche Aktivitäten ausgehen, die unser friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft gefährden.
Aus der Geschichte wissen wir, dass das, was mit Denunziation und Einschüchterung beginnt, mit der Inhaftierung von Andersdenkenden in Lagern endet.
Aus all diesen Gründen und weil wir uns nicht einschüchtern lassen, würden wir uns geehrt fühlen, wenn Sie unsere Namen auf ihre Denunziationsliste setzen könnten.“

Veröffentlicht wurde das Statement auf der Facebook-Seite der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Sie heißen Nachahmer der Aktion herzlich willkommen.

Der Post der Gewerkschaft

(jd)

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