Deutschland
Bild

screenshot bayern.landtag

Landtag trauert um ermordeten Lübcke – nur ein AfD-Politiker blieb demonstrativ sitzen

Am Mittwoch wollte der Bayerische Landtag dem mutmaßlich ermordeten Politiker Walter Lübcke gedenken. "Ich bitte sie, sich von ihren Plätzen zu erheben", begann Landtags-Präsidentin Ilse Aigner.

Alle anwesenden Parlamentarier standen auf. Auch die Besucher auf der Besuchertribüne oberhalb des Saales erhoben sich von ihren Sitzen.

Nur einer nicht: Ralph Müller von der AfD.

FDP-Fraktionschef Martin Hagen twitterte das demonstrative Sitzenbleiben:

Ilse Aigner sprach zunächst ein paar Worte, zitierte Frank-Walter Steinmeier: "Wo die Sprache verroht, ist die Straftat nicht weit." Sie erinnerte an das Gebot der Mäßigung, das für alle gelte. Sie bat darum, Worte sensibel zu verwenden und mit dem nötigen Verantwortungsbewusstsein.

Und Ralph Müller saß noch immer.

Dann sprach sie von Walter Lübcke, als einen Vertreter des Staates, der sich unermüdlich für das Gemeinwesen engagiert habe und einem feigen Anschlag zum Opfer gefallen sei. Alle demokratischen Kräfte seien aufgerufen, der Gewalt als Mittel in unserer demokratischen Gesellschaft keine Chance zu geben, sagte Aigner und schloss mit den Worten: "Unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gelten den Angehörigen von Walter Lübcke. Wir wünschen ihnen Kraft und Beistand."

Es folgt eine kurze Pause des Schweigens. Die Abgeordneten und Besucher standen noch immer – mit zum Teil gesenkten Köpfen. Und AfD-Mann Ralph Müller blieb weiterhin demonstrativ sitzen.

Erst als im Anschluss eines verstorbenen ehemaligen Mitglieds des Landtags gedacht wurde, erhob sich der AfD-Mann Müller dann doch.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katharina Schulze, fand für dieses Verhalten deutliche Worte:

Der AfD-Abgeordnete und Zahnarzt Ralph Müller sah sich zu Unrecht kritisiert: "Diese moralingetränkte Hexenjagd weise ich zurück, weil sie auch nicht angebracht ist", sagte er der Deutschen Presseagentur. Dass er "ein paar Sekunden" sitzen geblieben sei, sei einzig einer Unachtsamkeit geschuldet, da er einen Text gelesen habe.

Bei den "paar Sekunden" handelte es sich im Übrigen um zwei Minuten und 30 Sekunden. So lange dauerte das Gedenken an Walter Lübcke im bayerischen Landtag. Nach exakt zwei Minuten und 47 Sekunden hatte sich dann auch AfD-Müller erhoben.

(ts)

Das könnte dich auch interessieren:

"Promi Big Brother": Im Finale führt Sat.1 Kandidatin mit skurrilem Sex-Talk vor

Link zum Artikel

Luke Mockridge im "Fernsehgarten": Anwalt erklärt, was dem Comedian jetzt droht

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Almklausi blamiert sich bei Toastbrot-Frage – dann fliegt er

Link zum Artikel

Luke Mockridge im ZDF-"Fernsehgarten": Plötzlich taucht er wieder auf – und äußert sich

Link zum Artikel

Nazi-Familie Ritter mit weiteren Eskapaden – jetzt fährt die Stadt einen harten Kurs

Link zum Artikel

"Bachelorette": Nach dieser Folge ist es klar – ER bekommt die letzte Rose

Link zum Artikel

Millionensumme zeigt, in welchen Sphären Helene Fischer schwebt

Link zum Artikel

Vom Problemschüler zum Jura-Studenten: An Dennis hat früher niemand geglaubt

Link zum Artikel

Erzieherin: "Was viele Kollegen in Kitas tun, ist eigentlich Kindesmisshandlung"

Link zum Artikel

Miese Götze-Meldung lässt Fans wüten: "Mein Herz blutet"

Link zum Artikel

Almklausi kollabiert bei "Promi Big Brother" – Sat.1 wird scharf kritisiert

Link zum Artikel

Jede Menge Regelverstöße bei "Promi Big Brother" – doch der Sender ahndet das nicht

Link zum Artikel

Coutinho verrät seine Lieblingsposition – und bringt die Bayern damit in ein Dilemma

Link zum Artikel

Nach Tod von Ingo Kantorek: RTL 2 schneidet einige Szenen aus "Köln 50667"

Link zum Artikel

Segler-Paar über Gretas Segelreise: "Als würde man sich in eine Rakete setzen"

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Zlatko ist raus – warum er scheiterte und was er über Jürgen sagt

Link zum Artikel

Wie Salihamidzic die Transfers des FC Bayern vergeigte – und die Spieler dies ausnutzten

Link zum Artikel

"Promi BB": Kollege von Bewohnerin stirbt – so wird Janine vom Tod erfahren

Link zum Artikel

Warum der FC Bayern derzeit an sich selbst scheitert – und was das mit Sané zu tun hat

Link zum Artikel

Kuss bei "Promi Big Brother" war peinlich? Von wegen: Hier kommt Stalker Joey Heindle

Link zum Artikel

BVB-Doku auf Amazon zeigt Trauma des Anschlags – so nah waren wir noch nie dran

Link zum Artikel

Heidi Klum postet Grotten-Foto – und muss nach Shitstorm den Beitrag ändern

Link zum Artikel

Perisic richtet Worte an Sané – und erklärt, was er nach dem Bayern-Anruf tat

Link zum Artikel

Warum Whatsapp für das iPhone massiv überarbeitet werden muss

Link zum Artikel

FC Bayern stellt Perisic auf Instagram vor – viele Fans sind wütend

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Beliebter Kandidat sollte keine Sendezeit bekommen

Link zum Artikel

"Steh da wie ein Spacko" – Lena Meyer-Landrut kotzt sich bei ihren Fans aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Mehr als 100 ehemalige DDR-Oppositionelle stellen sich gegen die AfD

"Nicht mit uns: Gegen den Missbrauch der Friedlichen Revolution 1989 im Wahlkampf" – so heißt eine offene Erklärung, in der ehemalige DDR-Oppositionelle der AfD schwere Vorwürfe machen.

Erstunterzeichner der Erklärung sind unter anderem die frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, der Grünen-Politiker Werner Schulz, der Bürgerrechtler Gerd Poppe, die Regisseurin Freya Klier, Frank Ebert von der Robert-Havemann-Gesellschaft …

Artikel lesen
Link zum Artikel