Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Bild: Swen Pförtner/dpa

Warum dieser AfD-Jugend-Politiker aus der Organisation ausgeschlossen werden soll

07.08.18, 10:07

Seine abfälligen Äußerungen über den Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg haben nun offenbar Konsequenzen: Der Bundesvorstand der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) will nach eigenen Angaben den Ausschluss des niedersächsischen AfD-Politikers Lars Steinke beantragen.

Der Bundesvorsitzende der Organisation, Damian Lohr:

"Lars Steinke hat mit seinen Äußerungen zu Graf von Stauffenberg und zum deutschen Widerstand gegen die NS-Herrschaft nicht zum ersten Mal gegen die Ordnung der Jungen Alternative verstoßen."

Weiter sagte Lohr, dass im vergangenen Jahr bereits ein anderes Ausschlussverfahren gescheitert sei. Allerdings lediglich aus formellen Gründen.

Wie geht es jetzt weiter?

Steinke solle noch vor einer Entscheidung des Schiedsgerichts im Hauptverfahren seines Amtes als Landeschef der JA Niedersachsen enthoben werden, teilte der JA-Sprecher weiter mit. Dem Beschluss des Bundesvorstands sei eine Empfehlung des Bundeskonvents vorausgegangen.

Das Stauffenberg-Attenat:

Am 20. Juli 1944 hatten Offiziere um Oberst Stauffenberg versucht, mit einem Attentat auf Hitler die nationalsozialistische Gewaltherrschaft zu beenden. Nach dem Scheitern des Umsturzversuchs wurden Stauffenberg und einige seiner Mitverschwörer noch in derselben Nacht hingerichtet.

(pb/afp)

Hambacher Fest, Stauffenberg, Rommel: Wie die AfD geschichtspolitische Enteignung betreibt

Von der "AfD die Schnauze voll". Kaufbeuren am Tag nach dem Bürgerentscheid um die Moschee

Die AfD hilft, Antisemitismus hoffähig zu machen. Sagt einer, der es wissen muss

Niemand verbreitet Fake News effizienter als die AfD

Ein AfD-Abgeordneter hetzt gegen den Islam – seine Thesen im Faktencheck

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Zu wenige Abgeordnete – Bundestag bricht Sitzung ab und AfD schießt Eigentor

Der sogenannte "Hammelsprung" bringt Bewegung in den Bundestag. Dann müssen die Abgeordeneten für eine Abstimmung den Saal verlassen und durch Türen wieder hereinkommen, die mit ja, nein und Enthaltung beschriftet sind.

Mit einem solchen Hammelsprung wollte die AfD am Freitagnachmittag zeigen, dass die Sitzreihen der Fraktionen schon ziemlich leer waren. Waren sie – allerdings vor allem auf Seiten der AfD.

Die AfD-Fraktion bezweifelte die Beschlussfähigkeit des Plenums, die nur …

Artikel lesen