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Niemand verbreitet Fake News effizienter als die AfD

21.03.2018, Berlin: Alexander Gauland (r), Fraktionsvorsitzender der AfD, reicht Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD, nach ihrer Rede im Deutschen Bundestag in der Generalaussprache die Hand. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bild: dpa

Lars Wienand

Das Projekt "Measuring Fake News" ("Fake News messen") der Stiftung Neue Verantwortung hat Fake News die vor der Bundestagswahl in Umlauf waren analysiert. 

Acht der zehn relevantesten Fake-News-Fälle drehten sich um das Thema "Flüchtlinge". Weder Angela Merkel, noch Martin Schulz waren Ziel größerer Diffamierungskampagnen.

Fake News seien Teil der Kommunikationsstrategie von Rechtspopulisten, so die Forscher. Die als Fake News identifizierten Beiträge wurden vor allem von Rechten und Rechtsextremen geteilt.

Die AfD bezeichnen die Autoren als "die Speerspitze der Verbreitung": In sieben der zehn dokumentierten Fälle ist sie unter den "Top 10" der Weiterverbreiter mit der größten Reichweite – darunter sind meist die Accounts prominenter AfD-Politiker. 

Korrekturen interessieren kaum

Die Studienautoren machen aber auch fahrlässige und schlechte Informationen von Pressestellen verantwortlich. Bei vielen Medien wird außerdem an Personal gespart, was auf Kosten der Recherche und Qualität gehe. Russische Medien spielten kaum eine Rolle bei der Verbreitung der Falschmeldungen.

 Das Gegenstück zu Fake News ist das "Debunking", das Aufzeigen von falscher Berichterstattung. Nur: Laut den Untersuchungen hatte die meist unspektakulärere Wahrheit viel weniger Durchschlagskraft als empörungsheischende Irreführung. 

Die 10 einflussreichsten Fake News im Wahlkampf

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de 

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