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Anwaltskosten und Facebook-Likes. Bild: imago/ watson-montage

Staatsanwaltschaft will ermitteln – Weidel soll Spenden in Facebook-Likes investiert haben

Alice Weidel hat von einer Schweizer Pharmafirma 130.000 Euro, gestückelt in 18 Tranchen, erhalten. Laut deutschem Recht sind Spenden aus einem Nicht-EU-Land illegal. Strafanzeige wurde eingereicht, Untersuchungen laufen.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Jetzt will auch Staatsanwaltschaft Konstanz gegen die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion ermitteln. Es gebe einen Anfangsverdacht wegen Verstoßes gegen das Parteiengesetz, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Schreiben zur nötigen Aufhebung ihrer Abgeordnetenimmunität seien an den Bundestag geschickt worden.

Wie die FAZ berichtet, hat Weidel das Geld einerseits für einen Medienanwalt ausgegeben, der rechtlich gegen Journalisten vorging. Andererseits wurden zwischen 3.000 und 10.000 Euro im Monat für Like-Ads auf diversen Kanälen ausgegeben. Ein AfD-Sprecher bestätigte die Angaben.

Der beauftragte Medienanwalt hat laut Bericht Rechnungen an die Bundesgeschäftsstelle der AfD geschickt, von wo sie mit Weidels Einverständnis an den Kreisverband Bodensee (Weidels Ortspartei) weitergeleitet wurden. Dort war die Kreisgeschäftsführerin mit der Bearbeitung von Weidels Rechnungen betraut.

Die jetzt bestätigte Verwendung der Spendengelder widerspricht der Aussage der Schatzmeisterin der AfD Bodensee. Sie sagte dem SWR, das Geld aus der Schweizer Spende sei nicht angerührt worden. Demnächst werde der Kreisverband dazu eine lückenlose Darstellung vorlegen.

(dpa/aeg)

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Video: watson/Yasmin Polat, Lia Haubner

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