Deutschland
Bild

Bild: screenshot twitter

AfD-Abgeordnete stimmen versehentlich für die SPD – dann kommt es zum Videobeweis

Demokratie will bekanntlich gelernt sein. Das gilt auch für die AfD. In vielen Kommunen in Deutschland sitzt sie mittlerweile in Stadt- und Gemeinderäten.

So auch im Ludwigshafener Stadtrat. Dort sollte es am Montag um die Besetzung des Hauptausschusses gehen. Soweit, so harmlos.

Dabei ging allerdings einiges schief. Denn: Sechs von acht AfD-Fraktionsmitglieder stimmten aus Versehen dem Wahlvorschlag der SPD zu. Damit ist die AfD nicht in den wichtigen Gremien vertreten, wie die "Rheinpfalz" schreibt.

Das überraschende Abstimmungsverhalten der AfD-Abgeordneten überraschte auch Journalisten vor Ort. SWR-Journalist Frederik Merx dokumentierte und twitterte den Vorgang:

Die AfD räumte danach ihren Fehler ein und wollte, dass die Wahl wiederholt wird. Die Ratsmehrheit wiederum wollte davon nichts wissen und stimmte gegen eine erneute Abstimmung. Die AfD gab sich damit nicht zufrieden.

Weil die Stadtratssitzung aufgezeichnet und live im Internet übertragen wurde, soll der SPD- Fraktionschef David Guthier zur Klärung dann scherzhaft den "Videobeweis" gefordert und auch die entsprechende Geste dazu gemacht haben.

Der Videobeweis kam dann tatsächlich zum Einsatz.

Und bestätigte das Abstimmungsergebnis:

Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) fand diesen wohl ersten Videobeweis bei einer Stadtratssitzung historisch: "Damit geht Ludwigshafen in die Geschichte ein", sagte sie.

(ts)

Lass deine Schuhe in der Bahn an

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

"Hart aber Fair": Altmaier warnt vor "Klimapolizei" – und wird von Aktivistin verspottet

Link zum Artikel

Nach Höcke: ZDF will auch künftig über das berichten, was "AfD nicht gerne im Fokus sieht"

Link zum Artikel

Tiere: 11 Fotos, die zeigen, wie lustig es in der Natur manchmal zugeht

Link zum Artikel

Helene Fischer verdient an "Herzbeben" – Songwriterin verrät, was sie für den Hit bekam

Link zum Artikel

Hai pirscht sich an ahnunglosen Surfer heran: Dann kommt Hilfe – von oben!

Link zum Artikel

Brief ans Jobcenter: Hört auf, meine über 60-jährige Mutter in Jobs zu drängen

Link zum Artikel

Gottschalk über Helene Fischer und Florian Silbereisen: "Hatte immer schlechtes Gefühl"

Link zum Artikel

Bei Pressekonferenz nach BVB-Sieg: Favre merkt nicht, dass Mikro schon an ist

Link zum Artikel

Luke Mockridge macht Andrea Kiewel in seiner Show ein Angebot – die blockt ab

Link zum Artikel

Kontakt mit 2 Bundesliga-Stars – warum der FCB trotz allem keinen Lewandowski-Backup holte

Link zum Artikel

Luke Mockridge traf Kiwi kurz vor ZDF-Auftritt: Er täuschte beim "Fernsehgarten" alle

Link zum Artikel

Krankenschwester warnt bei Maischberger: "Wir laufen auf eine riesige Katastrophe zu"

Link zum Artikel

Luke Mockridge über die Folgen seines ZDF-Auftritts: "Meine Eltern erhielten Hassbriefe"

Link zum Artikel

Hartz-IV-Show "Zahltag": Wie die Sendung falsche Hoffnungen schürt

Link zum Artikel

Alleinerziehend mit Hartz IV: Achtjährige sammelt Flaschen, um Taschengeld zu bekommen

Link zum Artikel

"Zahltag": Buschkowsky erklärt, warum ein Geldkoffer Hartz-IV-Empfängern nicht hilft

Link zum Artikel

2 Handelfmeter? Darum gab es für die DFB-Elf gegen Nordirland keinen Videobeweis

Link zum Artikel

In Berlin gab es eine Notlandung mit mehreren Verletzten

Link zum Artikel

Helene Fischer und Thomas Seitel: Polizei spricht von Einsatz auf ihrem Anwesen

Link zum Artikel

7 Zitate, die zeigen, wie "bürgerlich" Alexander Gauland wirklich ist

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wie mein Vater zum AfD-Wähler wurde – und unser Verhältnis auf die Probe stellt

Wenn ich meinem Vater von den Spielplatz-Erlebnissen meines Sohns berichte oder von meinem kürzlichen Umzug nach Hamburg, antwortet er mit Textnachrichten wie "Die Migranten sind schuld" oder "Die Gerichte sind Sklaven der Politik". Solche wütenden Zeilen bestimmen heutzutage sein Denken. Sie tauchen in so gut wie jedem unserer persönlichen Gespräche auf, auch wenn es gerade eigentlich um etwas ganz anderes geht. Für meinen Vater (Anfang 60) erzählen sie wichtige Wahrheiten. Für mich …

Artikel lesen
Link zum Artikel