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Alice Weidel und Alexander Gauland im Bundestag. Bild: imago images / Metodi Popow

Spenden-Affäre bei der AfD: Weitere Zahlungen werfen Fragen auf

Laut eines Berichts des "Spiegel" sind weitere nicht ordnungsgemäß deklarierte Spenden bei der AfD aufgetaucht. Es geht demnach unter anderem um Zahlungen aus den USA und eine schwarze Kasse.

Vor ihrem Bundesparteitag sieht sich die AfD mit einer neuen Parteispendenaffäre konfrontiert.

Schwarze Kasse in der Gründungszeit der AfD

Im Bericht heißt es weiter, die AfD habe den Dokumenten zufolge in ihrer Gründungszeit eine schwarze Kasse genutzt, aus der Wahlkampfaktivitäten für ausgewählte Parteigliederungen sowie den damaligen Co-Vorsitzenden der AfD, Konrad Adam, finanziert wurden. Das Geld floss demnach über einen hessischen Verein. Im Jahr 2014 habe er Kosten in Höhe von 23.000 Euro übernommen. Das sei im Rechenschaftsbericht allerdings nicht angegeben.

Dem "Spiegel" gegenüber bestätigte Adam die Wahlkampfhilfen. Er sei davon ausgegangen, dass alles korrekt abgelaufen sei. Der amtierende Bundesschatzmeister der AfD, Klaus Fohrmann, erklärte auf "Spiegel"-Anfrage, dass eine Auskunft zu Vorgängen in der Gründungszeit der Partei in der Kürze der vorgegebenen Antwortzeit nicht möglich sei.

Sollte die Bundesverwaltung die Zuwendungen als illegale Spenden einstufen, drohen der AfD dem Bericht zufolge weitere Strafzahlungen von rund 133.000 Euro.

Aufgrund anderer offenbar verschleierter Wahlkampfhilfen an den Parteivorsitzenden Jörg Meuthen und Bundesvorstand Guido Reil hatte die Bundestagsverwaltung bereits Strafbescheide in Höhe von rund 400.000 Euro verhängt – die AfD klagt dagegen.

Im Zuge der Spendenaffäre um die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel stehen allerdings noch weitere Strafzahlungen möglicherweise in Millionenhöhe im Raum.

Dieser Artikel erschien zuerst bei t-online.de.

(jmt/t-online.de)

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