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Symbolbild zum Austritt von Parteigründer Bernd Lucke aus der Partei AfD Alternative für Deutschland und der unsicheren Zukunft der Partei: Logo der AfD mit Rissen

Symbol image to Exit from Party founder Bernd Lucke out the Party AFD Alternative for Germany and the uncertain Future the Party emblem the AFD with Cracks

Bild: imago/Ralph Peters/watson-montage

Von Arbeitgebern bis zur Antifa: Breites Bündnis gegen die AfD in Braunschweig

Wenn die AfD am Samstag und Sonntag in Braunschweig zu einem Bundesparteitag zusammenkommt, um unter anderem eine neue Parteispitze zu wählen, sind sie längst da: Tausende Gegendemonstranten.

Ein breites Bündnis gegen Rechts will mit einer Großdemonstration gegen die AfD protestieren. Zugleich gibt es davon unabhängige Aufrufe zu Aktionen von antifaschistischen Gruppen.

Breites Bündnis gegen rechts

Im Braunschweiger Bündnis gegen Rechts sind mehr als 160 Organisationen zusammengeschlossen, darunter Gewerkschaften, Kirchen, Wohlfahrtsverbände und Parteien. Geplant ist eine große gemeinsame Demonstration am Samstag. Parallel wollen linke Gruppen unter dem Motto "Nationalismus ist keine Alternative" Aktionen starten. Sie rufen zudem schon für Freitag zu einer "antifaschistischen Vorabenddemo" auf.

Von mehreren Tausend Gegendemonstranten geht auch die Braunschweiger Polizei aus. Das sagte ein Sprecher der Polizei gegenüber watson. Elf Demonstrationen sind für das Wochenende angemeldet. Polizeipräsident Michael Pientka erklärte gegenüber der Presseagentur AFP, es sei "sehr erfreulich, dass es viele Aufrufe für friedlichen Protest gibt". So habe sich das Bündnis gegen Rechts zu gewaltfreiem Protest bekannt. Es sei "sehr beachtlich, wie konstruktiv und respektvoll die Zusammenarbeit im Vorfeld" gewesen sei, ergänzte Pientka.

Mit der Stadt Braunschweig und anderen Beteiligten sei ein "umfassendes Sicherheitskonzept" erarbeitet worden, dass allen unterschiedlichen Interessen Rechnung trage. "Der Wunsch vieler, mit allen friedlichen, demokratischen Mitteln dieser Veranstaltung entgegen zu treten, ist groß und zeigt die innere Haltung der Menschen, sich für unsere Demokratie aktiv einzusetzen", betonte die Polizei.

Arbeitgeber gegen die AfD

Auch der Arbeitgeberverband Region Braunschweig (AGV) will sich vor Ort positionieren. Laut NDR ist der Verband mit einem Plakatwagen rund um die Halle, in der der Parteitag stattfindet, unterwegs. Das Plakat trägt die Aufschrift: "Wir schaffen was! Weil aus Flüchtlingen Kollegen wurden, sind unsere Teams noch stärker als zuvor."

Verbandschef Florian Bernschneider sagte dem NDR, die Aktion richte sich gegen die Flüchtlingskritik der AfD, die Fremdenfeindlichkeit schüre. Die Arbeitgeber im Raum Braunschweig würden in den Betrieben jeden Tag etwas ganz anderes erleben. Flüchtlinge seien zu geschätzten Kollegen geworden. Die Arbeitgeber wehren sich dagegen, dass in dieser Weise über die Menschen gesprochen werde.

(ts/afp)

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