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AKK und Jürgen Klinsmann gaben in den vergangen Tagen überraschend ihren Rücktritt bekannt. bild: imago images / jan huebner / mike schmidt / watson montage

Sixt und BVG nutzen Rücktritte für ironische Werbekampagnen

Es scheint auf irgendeine perfide Art und Weise gerade die Zeit der Rücktritte zu sein. Zuerst der thüringische Kurzzeit-Ministerpräsident Thomas Kemmerich, dann die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (wenn auch nur angekündigt) und schließlich Jürgen Klinsmann.

Die Rücktritte speziell von Klinsmann und AKK waren das Gesprächsthema der vergangenen Tage. Grund genug für den Autovermieter Sixt und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), eine ironische Werbekampagne zu starten.

Das Car-Sharing Unternehmen Sixt hat einen kreativen Weg gefunden, mit dem politischen Beben in der CDU umzugehen. Auf Twitter kommentieren sie ihren Werbepost zu AKK mit den Worten: "Gehen ist nicht immer die beste Option...auch in Berlin".

Der Slogan von Sixt zum AKK-Rücktritt:

"Man muss ja nicht gleich gehen."

Die Noch-Parteichefin der CDU hatte für ihren frühen Rückzug aus der Kanzlerkandidatur auch Kritik einstecken müssen und die große Koalition so instabil wie nie zuvor gemacht.

Auch Jürgen Klinsmann kriegt sein Fett weg

Als kurz darauf auch Jürgen Klinsmann seinen Rücktritt verkündete und damit seinen Verein Hertha BSC unangenehm überraschte, zeigte man sich bei Sixt pragmatisch. Das Unternehmen holte das AKK-Werbeplakat wieder hervor und schrieb dazu: "Täglich grüßt das Murmeltier."

Auch die BVG nimmt die Steilvorlage für ihre Werbezwecke an. Dass Klinsmann gerade einmal zehn Wochen nach seinem Start bei Hertha schon wieder hinwirft, kommentierte das Unternehmen bissig mit den Worten:

"Als Fahrgast wäre Jürgen Klinsmann vorbildlich"

Der Slogan der BVG lautet: "Direkt nach dem Einstieg zügig zurücktreten. Als Fahrgast wäre Jürgen Klinsmann vorbildlich." Auch Jürgen Klinsmann ist für seinen plötzlichen Rückzug heftig in die Kritik geraten, unter anderem wegen mangelnder Absprache mit der Chefetage.

Darüber macht sich das Berliner Unternehmen lustig und legt noch nach: "Nur seinen Schein sollte er schneller finden." Damit spielen sie auf einen Fauxpas an, wonach Klinsmann angeblich keinen Trainerschein mehr hatte. Später stellte sich heraus, dass er den Schein in den USA vergessen hatte. Klinsmann regte sich über entsprechende Berichte erst am Mittwochabend in einem Facebook-Live-Video nochmal mächtig auf. Ob er das BVG-Plakat schon gesehen hat?

(vdv)

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