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Ein Verteilerzentrum in Duisburg. Bild: imago/ Rupert Oberhäuser

Coronakrise: Amazon schränkt Lieferungen bestimmter Produkte ein

In Zeiten in denen Atemschutzmasken und Klopapier palettenweise bestellt werden, kann auch ein Versandriese wie Amazon Probleme bekommen. Die global agierende Firma schränkte die Auslieferung in Frankreich und Italien bereits ein. Dort können Kunden seit dem Wochenende nur noch Waren bestellen, die nach Einschätzung von Amazon "wesentlich" bei der Alltagsbewältigung sind. Wie es in Deutschland aussieht, erklären wir euch hier.

Amazon nimmt hierzulande nur noch bestimmte Artikel in seine Logistikzentren auf. Durch vermehrte Onlineeinkäufe, seien Waren für den täglichen Bedarf und medizinische Verbrauchsgüter aktuell nicht vorrätig, sagte ein Konzernsprecher der "Welt".

Priorität für bestimmte Waren

Deshalb behandele man diese Waren ab sofort mit besonderer Priorität. Darunter fallen etwa Gesundheits- und Haushaltswaren, Babynahrung, Hygieneartikel, Grundnahrungsmittel und Tiernahrung. Das heißt: Auf alle Artikel, die nicht in eine dieser Kategorien fallen und die gerade nicht mehr im Lager vorrätig sind, müsst ihr in Zukunft länger warten. Bücher, Kleidung oder Spielzeug können zum Beispiel betroffen sein.

Diese Regelung gelte vorerst bis zum 5. April. Mit einem generellen Stopp der Auslieferung von Waren, die nicht unter die genannten Kategorien fallen, sei aber nicht zu rechnen, so das Unternehmen weiter. Manches könnten zudem die Drittanbieter auffangen, die über Amazon ihre Waren anbieten.

Sicherheit zuerst

Amazon achte außerdem auf die Sicherheit seiner Angestellten, erklärte der Sprecher weiter. So habe man Abstandsregelungen eingeführt, um die Beschäftigten "sicher und gesund zu erhalten“. Es sollen immer mindestens zwei Meter Abstand eingehalten werden.

Das aber sorgt ebenfalls für eine Verlangsamung der Lieferungen. Es betrifft weniger die Auslieferung als die Abfertigung der Pakete, etwa wenn die Kraft von zwei Mitarbeitern gefordert ist, um ein Produkt anzuheben. Laut deutschem Recht müssen Produkte, die mehr als 15 Kilogramm wiegen, aber mindestens von zwei Mitarbeitern bewegt werden. Mit der neuen Abstandsregelung ist das kaum vereinbar.

(joey)

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