Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Bild

Bild: www.imago-images.de

Angela Merkel spricht über "Fridays for Future" – ein Satz ist brisant

Angela Merkel (CDU) war am Montag im Wuppertal. Ein "Bürgerdialog" stand an, anlässlich von "70 Jahre Grundgesetz".

Die Bundeskanzlerin stellte sich dabei den Fragen der rund 70 geladenen Bürgern aus den Partnerstädten Wuppertal und Schwerin. Es ging vor allem auch um die deutsche Klimapolitik – und die Proteste von Schülerinnen und Schüler.

Merkel hatte das Engagement der Kinder und Jugendlichen von "Fridays for Future" schon in der Vergangenheit gelobt. Dieses Mal traf sie in Wuppertal aber auf einen Lehrer – und im Gespräch mit ihm äußerte Merkel einen Satz, der womöglich noch für rege Diskussionen sorgen dürfte.

Merkel warb zunächst für pragmatische Lösungen für Schulschwänzer

Mit pauschalen Verboten sei der Konflikt nicht zu lösen, betonte die Bundeskanzlerin.

Merkel äußerte auch Sympathie für einen Solinger Schulleiter, der berichtete, er würde sich mit seinen Schülern eng abstimmen, unter welchen Bedingungen er die Teilnahme an den Umwelt- und Klimademos genehmigen könne, ohne dass Prüfungen darunter litten. Er fragte Merkel auch, wie er mit der schwarz-gelben NRW-Landesregierung umgehen soll, die die auf der Einhaltung der Schulpflicht besteht. So berichtet die "Welt" von der Begegnung zwischen Schulleiter und Kanzlerin.

"Ich setze auf Leute wie Sie", lobte Merkel zunächst. Und dann folgte die brisante Äußerung: "Die Schulpflicht ist eins, aber es gibt auch noch andere Erwägungsgründe. "

Erteilt die Kanzlerin da den Freifahrtsschein zum Schuleschwänzen?

Soweit würde Merkel sicherlich nicht gehen. Aber der Satz verdeutlicht doch, wie sehr die Kanzlerin den Schülerinnen und Schülern offenbar zugestehen will, auf die Straße zu gehen.

Weiter sagte Merkel:

"Die jungen Menschen machen uns Dampf. Ich finde das auch richtig." Die Kanzlerin, unter deren Amtsführung Deutschland seine selbst gesteckten Klimaschutz-Ziele verfehlte, fügte hinzu: "Es bricht einem fast das Herz, wie Raubbau an der Natur betrieben wird."

Immerhin verriet Merkel auch: "Mein Haus habe ich der Wärmedämmung unterworfen." Und sie versprach: Sie werde bis zum Ende ihrer Amtszeit alles daran setzen, dass die Bundesregierung ihr Klimaziel schaffe, den CO2-Ausstoß in Deutschland bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren, betonte die Kanzlerin. Dafür müsse ihr Klima-Kabinett bis zum Jahresende Vorschläge vorlegen. "Das will ich noch so machen, dass das was wird."

(ll/ mit dpa)

Schulstreik für das Klima

#FridaysForFuture: Schüler erklären, warum sie demonstrieren

Play Icon

Politik

SPD-Ministerin schreibt Grußwort für Homöopathie-Kongress – und erntet Kritik

Link zum Artikel

Ray jagt Lügner im Internet – und warnt vor der WhatsApp-Gefahr bei EU-Wahlen

Link zum Artikel

Alle gleich? Monika von der Lippe kämpft für die Frauenquote bei Wahlen

Link zum Artikel

Aus 7 wird 1: So brach die AfD im EU-Parlament auseinander

Link zum Artikel

Neonazis verbreiten auf Twitter Abschiebe-Zettel – wir haben sie entschlüsselt 😂

Link zum Artikel

SPD sinkt auf 15 Prozent – Kühnert glaubt trotzdem nicht, dass er der Partei geschadet hat

Link zum Artikel

Es gibt 3 Fälle, in denen Spahn Selbstbestimmung egal ist

Link zum Artikel

"Die AfD ist das Kraftzentrum der Neuen Rechten"

Link zum Artikel

#FridaysForFuture – Schüler verraten, warum sie auf die Straße gehen

Link zum Artikel

50.000 gegen Axel Voss – die Artikel 13-Demo in Berlin

Link zum Artikel

Errätst du, wo Politiker noch mehr verdienen als in Deutschland?

Link zum Artikel

Der Hundewurf von Straubing – und was die AfD daraus macht

Link zum Artikel

§219a ist durch. 4 Fakten zum "neuen" Werbeverbot für Abtreibungen

Link zum Artikel

"Wenn der Staat beim Sterben hilft" - Jens Spahn steht zu seinem "Nein" bei Sterbehilfe

Link zum Artikel

Ein Tag mit Boris Palmer, dem schwarzen Schaf der Grünen

Link zum Artikel

FDP-Influencer Lindner hat jetzt einen Podcast – und der könnte... gut werden

Link zum Artikel

Warum dieser Bundestagsabgeordnete aus der SPD austritt

Link zum Artikel

Rückkehr-Aktionswochen beim BAMF: Freiwillig steht drauf, Rechtsverzicht steckt drin

Link zum Artikel

Frankreich gibt Raubkunst an Afrika zurück – das schlummert in deutschen Museen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Halunke76 14.05.2019 17:26
    Highlight Highlight Schön und gut das sich die jungen Leute eine Mission gesucht haben. Aber warum muss dies während der Schulzeit sein?

    Mich würde mal interessieren, wie gut diese Demos besucht wären, wenn sie an einem Samstag oder Sonntag stattfinden würden.
  • Georg Werner Sobotta 14.05.2019 07:00
    Highlight Highlight Der Einsatz der Schüler zur Sache ist lobenswert, wenn man mal von der Fremdsteuerung durch Lobbyisten ansieht, verfolgen sie edle Ziele. Aber das eine durch und durch inkompetente Kanzlerin, auch noch eine echter Errungenschaft, wie die Schulpflicht durch die "Blume" in Frage stellt, indem sie Strafen fürs schwänzen am besten verhindern möchte, ist inakzeptabel. Denn die Schulpflicht stellt ein Mindestmaß an Disziplin dar, die Kindern abverlangt wird.

Synagogen, Abschiebung und "linke Zecken" – TV-Polizist Toto hält Rede im AfD-Sprech

Sie waren lange das bekannteste Polizistenpaar im deutschen Fernsehen: "Toto und Harry" aus Bochum wurden durch die gleichnamige Fernsehreihe auf Sat.1 zu Kultfiguren. Am Wochenende machte Torsten "Toto" Heim allerdings mit rechtspopulistischen Aussagen von sich reden. Die Polizei Bochum prüft, ob er damit gegen das Gesetz verstoßen hat.

Seit 2001 waren Torsten Heim und sein Streifenkollege Thomas "Harry" Weinkauf immer wieder im Fernsehen zu sehen. Als Ruhrpott-Polizisten im alltäglichen …

Artikel lesen
Link zum Artikel