Deutschland
Bild

Chaim Barkahn (l.) im Mai 2018 bei einem Treffen mit Düsseldorfs OB Thomas Geisel (SPD) Bild: facebook chabad duesseldorf

Rabbi in Düsseldorf berichtet von antisemitischem Vorfall: "Fühle mich nicht mehr sicher"

Chaim Barkahn ist seit 2001 Rabbiner des orthodoxen Chabad-Zentrums in Düsseldorf Golzheim.

Am Dienstagabend wurde er Opfer eines antisemitischen Übergriffs.

Er war mit der jüdischen Kopfbedeckung Kippa unterwegs gewesen und dann von einem Mann mit "unflätigen Ausdrücken" beleidigt und verfolgt worden, berichtete Barkahn.

Auf Facebook schrieb er:

"Ich hatte das Gefühl, gleich passiert etwas. Er lief hinter mir her, ich lief schneller. Es war ein sehr, sehr schrecklicher Moment"

Chaim Barkahn

Er sei schließlich in das Gemeindezentrum geflüchtet. "Leider habe ich nun zum ersten Mal das Gefühl, als Jude nicht mehr sicher in Düsseldorf zu sein."

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Hier der ganze schockierende Bericht:

Der Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, Michael Szentei-Heise, zeigte sich gegenüber "RP Online" besorgt: "Es überrascht mich nicht. Es war nur eine Frage der Zeit, dass man auch hier mit so etwas rechnen muss. Das Klima hat sich überall in Deutschland verschärft. Und leider gibt es keinen spürbaren Gegenwind gegen den sich ausbreitenden Antisemitismus.“

(lj/dpa)

Berlin trägt Kippa

Play Icon
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Königreich Deutschland" – Mexikanisches Restaurant in Thüringen will nicht mehr zu Deutschland gehören

Wer im thüringischen Saalfeld das dort ansässige Tex-Mex-Restaurant "Hacienda Mexikana" besucht, der isst seinen Burrito de Carne im Zweifel nicht mehr auf bundesrepublikanischem Boden.

Zumindest wenn es nach der Auffassung des Wirtes der Lokalität mit internationalen Speisen geht. Denn der hat sein Grundstück zu einem Teil eines Königreiches erklärt. Zu lesen ist das auf einem Schild am Zaun des Anwesens.

Die Fantasiestaatenlogik dahinter: Wer das Restaurant betritt, verlässt die Landesgrenzen …

Artikel lesen
Link zum Artikel