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a gloved hand that chooses a pastry

Auch in Bäckereien gilt in Corona-Zeiten die Maskenpflicht. Bild: getty/ E+ / cihatatceken

Bäckerei-Chefin wehrt sich mit Aushang gegen pöbelnde Kunden

Wegen der geltenden Maskenpflicht wurden Mitarbeiter einer Berliner Bäckerei immer wieder beleidigt und bedroht. Jetzt reagierte die Chefin der Bäckerei mit einem Aushang, in dem sie an die Kunden appelliert: "1,5 m Abstand, Maske tragen und Respekt!"

In einem Interview mit dem "Tagesspiegel" berichtet die Bäckerei-Chefin Nadja John, Kunden seien immer wieder bewusst ohne Maske in den Laden gekommen und hätten sich auch geweigert, eine aufzusetzen, nachdem sie von den Mitarbeitern auf die Maskenpflicht hingewiesen worden seien. Stattdessen hätten viele mit Beleidigungen gegen das Verkaufspersonal reagiert.

Außerdem sei es zu Bedrohungen gekommen. Ein Kunde habe zu einer Verkäuferin gesagt: "Warte mal, bis du Feierabend hast, dann wirst du mal sehen." Das habe John tierisch geärgert und traurig gemacht. Daher entschied sie sich, ihre Kunden in einem Aushang auf das Problem aufmerksam zu machen.

"Bitte lassen Sie Ihre Zweifel und Ihre Sorgen nicht an meinen Kolleginnen aus."

Aus dem Aushang der Bäckerei

Darin heißt es weiter: "Ich habe Verständnis, dass die Maßnahmen Ihren Alltag erschweren, aber bitte lassen Sie Ihre Zweifel und Ihre Sorgen nicht an meinen Kolleginnen aus." Für die Kunden würde das lediglich bedeuten, eine Maske wenige Minuten zu tragen, die Mitarbeiter hingegen müssten die Maske für sieben oder acht Stunden tragen.

Außerdem machte sie darauf aufmerksam, dass die Schließung des gesamten Betriebs drohe, sollte es zu einer Erkrankung kommen. 40 Mitarbeiter seien dann davon betroffen. Am Ende formulierte John eine klare Botschaft:

"Ich wünsche uns allen ein friedvolles Miteinander in dieser schwierigen Zeit und bitte um 1,5 m Abstand, Maske tragen und Respekt! Ist Ihnen davon etwas nicht möglich, möchte ich Sie bitten, nicht einzutreten."

(lau)

Neuer Plan der Bundesregierung: Corona-Impfung ab April beim Hausarzt

Die Bundesregierung arbeitet an einer Strategie, wie Impfstoff an die bundesweit rund 100.000 Arztpraxen verteilt werden kann. Die Bevölkerung soll dann künftig dort geimpft werden. Das erfuhr das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ aus Regierungskreisen. Damit sollen die bundesweit rund 400 Impfzentren schrittweise aufgelöst werden. Bereits ab April, wenn deutlich mehr Impfstoff vorhanden sein soll, könnten sich Impfwillige bei ihrem Hausarzt melden, so der Plan.

Über die Hausärzte wären …

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