Deutschland
19.11.2019, Berlin: Feuerwehrleute, Polizisten und medizinisches Personal stehen nach einer Auseinandersetzung, in deren Folge ein Mensch durch Messerstiche getötet wurde, vor der privaten Schlosspark-Klinik. Foto: Paul Zinken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Feuerwehrleute, Polizisten und medizinisches Personal stehen nach dem tödlichen Angriff vor der privaten Schlosspark-Klinik. Bild: dpa / Paul Zinken

Sohn von Ex-Bundespräsident von Weizsäcker während Vortrag in Berlin getötet

Ein Angreifer hat in Berlin den Sohn von Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker erstochen und einen weiteren Menschen schwer verletzt.

ARCHIV - 14.11.2015, Berlin: Fritz von Weizsäcker steht beim Preis für Verständigung und Toleranz 2015 des Jüdischen Museums auf dem Roten Teppich. Der Sohn des früheren Bundespräsidenten und Chefarzt ist während eines Vortrags über sein Fachgebiet in der Schlosspark-Klinik erstochen. Foto: Eventpress Herrmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Fritz von Weizsäcker auf dem Roten Teppich beim Preis für Verständigung und Toleranz 2015 des Jüdischen Museums. dpa

Ein zufällig anwesender Polizist hatte den Angaben der Polizei zufolge noch versucht, den Täter aufzuhalten, wurde dabei jedoch schwer verletzt. Der Angreifer wurde schließlich von mehreren Zuhörern überwältigt und kurz darauf der Polizei übergeben.

Polizei ermittelt in alle Richtungen

Der Vortrag war den Angaben zufolge öffentlich und konnte nach Anmeldung besucht werden. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Mordes ein.

Die Polizei ermittelt laut einer Sprecherin in alle Richtungen. Beamte sollen demnach auch die Familie Weizsäckers dazu befragen, ob es eine Bedrohungslage gegeben haben könnte.

Von Weizsäcker hatte eine lange Karriere als Mediziner hinter sich. Nach Stationen in Freiburg, Boston und Zürich war er seit 2005 Chefarzt der Abteilung Innere Medizin I an der Schlosspark-Klinik. Von Weizsäckers Vater Richard von Weizsäcker (1920-2015) war von 1984 bis 1994 Bundespräsident der Bundesrepublik, zuvor Regierender Bürgermeister von Berlin.

(pb/afp)

Analyse

"An Haaren herbeigezogen": Expertin mahnt zu Vorsicht bei Fall Yves R.

Lydia Benecke ist Kriminalpsychologin. In einem Gastbeitrag für watson erklärt sie das irrationale Handeln des Oppenau-Täters. Dabei rät sie zur Vorsicht in der Beurteilung des Falls – viele Aussagen darüber seien an den Haaren herbeigezogen.

Yves R. hatte am Sonntag vier Polizisten in Oppenau im Schwarzwald bedroht und ihnen ihre Waffen abgenommen. Der 31-Jährige ohne festen Wohnsitz war nach der Tat in den Wald geflüchtet. Mit einem Großaufgebot durchkämmte die Polizei am Montag und …

Artikel lesen
Link zum Artikel