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Ein "Kurzer Knall" und die Fliegerbombe von Berlin war entschärft

Update: Die in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs gefundene Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschärft.

Die Polizei teilte mit:

"Kurzer Knall - der Zünder wurde soeben abseits der Weltkriegsbombe kontrolliert gesprengt"

Der Hintergrund:

In Berlin wurde heute Vormittag eine 500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entschärft. Teile der Innenstadt lagen lahm, auch der Berliner Hauptbahnhof wurde komplett gesperrt.

Eigentlich sind die Entschärfungen von Weltkriegsbomben an den meisten Orten Deutschlands Routine. Mitten in der Hauptstadt entsteht trotzdem schnell Chaos – vor allem wenn der Blindgänger in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof liegt.

Das bedeutete die Entschärfung für den Fernverkehr:

Der Hauptbahnhof wurde für den Zeitraum dicht gemacht, nach Angaben der Deutschen Bahn halten dort schon ab 10:00 Uhr keine Züge mehr.

Fernreisende mussten auf die Bahnhöfe Gesundbrunnen, Lichtenberg, Ostbahnhof, Spandau und Südkreuz ausweichen. "Eine vergleichbare Situation in diesem Ausmaß hatten wir noch nicht", sagte Friedemann Keßler, Leiter des Regionalbereichs Ost bei der Deutschen Bahn und verantwortlich für den Berliner Hauptbahnhof. Etwa 300.000 Reisende und Besucher bewegen sich nach DB-Angaben täglich über den Berliner Hauptbahnhof.

Police officers stay in front of the main train station in Berlin, Germany, Friday, April 20, 2018. Berlin police are evacuating thousands from a central area of the German capital and shutting down the main train station in preparation for the removal of an unexploded World War II bomb found during recent construction work. (AP Photo/Michael Sohn)

Sperrgebiet Hauptbahnhof: Bild: Michael Sohn/AP

Es ist nicht immer praktisch, zentral zu wohnen...

Etwa 10.000 Menschen, die in einem Radius von 800 Metern um den Fundort leben, mussten zur Sicherheit ihre Wohnungen verlassen. Die Evakuierung hatte bereits um 09:00 Uhr begonnen. Sie war eine der größten der letzten Jahre.

Für Menschen, die keine andere Bleibe fanden, standen zwei Sammelunterkünfte bereit. Von der Evakuierung nahe dem Regierungsviertel waren auch Unternehmen, das Bundeswirtschaftsministerium, der Bundesnachrichtendienst und ein Teil des Bundesverkehrsministeriums betroffen. Die Charité und das Bundeswehrkrankenhaus mussten ebenfalls teilweise geräumt werden.

Geflogen wird weiter

Zumindest im Flugverkehr von und nach Berlin gab es entgegen erster Befürchtungen keine Einschränkungen geben. Zunächst war die Flughafengesellschaft davon ausgegangen, dass während der Bombenentschärfung in Tegel keine Flugzeuge starten oder landen können.

So viele Bomben vielen im Zweiten Weltkrieg auf Berlin:

Berlin war im Zweiten Weltkrieg immer wieder Ziel von Luftangriffen. Bei etwa 380 Bombenangriffen bis 1945 warfen Amerikaner, Briten und Russen Historikern zufolge mehr als 45 000 Tonnen Sprengstoff auf die Stadt ab. Vor allem bei Bauarbeiten kommen die Blindgänger wieder ans Licht, so dass es in der Vergangenheit immer wieder Entschärfungsaktionen mit teils größeren Auswirkungen gab.

(mbi/fh/dpa)

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