Hier wird es deutlich teurer: Berlin.
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ICE wird billiger, U-Bahn teurer: Wo Fahrgäste 2020 mehr zahlen

Bahnfahren wird im neuen Jahr billiger. Wirklich? Im Fernverkehr stimmt das zwar. Doch die tägliche Fahrt mit Bus und Bahn zur Arbeit und zum Einkaufen wird teurer. Jedoch nicht für alle.
29.12.2019, 09:01

Mit Beginn des neuen Jahres müssen Fahrgäste von Stadtbussen, Straßenbahnen und U-Bahnen für Tickets vielerorts wieder tiefer in die Tasche greifen. Von den großen Verkehrsverbünden erhöhen zum Jahreswechsel die meisten die Preise.

  • Nach einer Auswertung durch die Deutsche Presse-Agentur betrifft das etwa Kunden im Ruhrgebiet, im Rheinland, in Berlin und Brandenburg, in den Großräumen Hamburg und Bremen sowie im Rhein-Main-Gebiet.
  • Hinzu kommen alle, die in Regionalzügen außerhalb von Verkehrsverbünden unterwegs sind.
  • Zwischen 1,3 und 3,3 Prozent mehr verlangen die Verkehrsunternehmen von ihren Kunden.
  • Viele Kunden in Süddeutschland dagegen kommen ungeschoren davon: Im Großraum München brachte eine Tarifreform Mitte Dezember im Schnitt sieben Prozent niedrigere Preise. In und um Stuttgart machten einfachere Tarifzonen viele Verbindungen günstiger. Im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg bleiben die Preise gleich.

Warum gibt es höhere Preise?

Mehr Menschen sollen Bus und Bahn fahren statt Auto und so klimaschädliches Kohlendioxid vermeiden. Das ist eines der Ziele des Klimaprogramms, das Bundestag und Bundesrat kurz vor Weihnachten beschlossen haben. Der Bund steckt dazu auch zusätzliches Geld in den Nahverkehr.

Da waren die Fahrpreiserhöhungen aber schon beschlossen. Höhere Gehälter, Diesel- und Strompreise sowie Materialkosten machten dies unumgänglich, argumentierte etwa der Verkehrsverbund Rhein-Sieg.

Die Preissteigerungen im Detail:

  • Zwischen Aachen, Bonn und Remscheid steigen die Preise um 2,5 Prozent.
  • Im Nachbarverbund Rhein-Ruhr sind es im Schnitt 1,8 Prozent,
  • Im Rhein-Main-Verkehrsverbund und damit für die meisten Bewohner Hessens gehen die Preise um 1,5 Prozent nach oben.
  • Im Hamburger Verkehrsverbund beträgt die Steigerung 1,3 Prozent.
  • Gleich 3,3 Prozent teurer wird es dagegen in Berlin und Brandenburg.

Aber: Die Bahn wird (auf einigen Fahrten) billiger

In den ICE und Intercitys der Deutschen Bahn fallen zum Jahreswechsel die Preise erstmals seit 17 Jahren. Für Kunden wird es zehn Prozent günstiger. Möglich macht das die Mehrwertsteuersenkung für Fernzugfahrkarten.

Wer aber mit der Deutschen Bahn oder einem ihrer Konkurrenten im Regionalverkehr unterwegs ist, zahlt im neuen Jahr unter Umständen mehr. Fahrten außerhalb von Verkehrsverbünden werden nach Angaben des Tarifverbands der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland 1,7 Prozent teurer. Das betrifft immerhin jeden fünften Kunden.

(ll/dpa)

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