Deutschland
11.08.2020, Berlin: Passanten sind durch ein Loch in einem verbliebenem Stück der Berliner Mauer an der Niederkirchnerstraße zu sehen. Vor 59 Jahren, am 13. August 1961, begann der Bau der Mauer, die Berlin mehr als 28 Jahre teilte. Foto: Christoph Soeder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Passanten sind durch ein Loch in einem verbliebenem Stück der Berliner Mauer an der Niederkirchnerstraße zu sehen. Vor 59 Jahren, am 13. August 1961, begann der Bau der Mauer, die Berlin mehr als 28 Jahre teilte. Bild: dpa / Christoph Soeder

Berlins Regierender Bürgermeister erinnert an Mauerbau und Unfreiheit

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat zum 59. Jahrestag des Mauerbaus gemahnt, die Erinnerung an Unfreiheit und Diktatur wachzuhalten. Es gebe eine gemeinsame Verantwortung, Freiheit und Demokratie zu schützen – gerade in Zeiten, in denen sie erneut gefährdet seien, sagte Müller am Mittwoch. Was Unfreiheit bedeutet, hätten die Berlinerinnen und Berliner direkt und unmittelbar durch die Teilung der Stadt 28 Jahre lang erfahren.

"Berlin ist und bleibt deshalb die Stadt der Freiheit und der Toleranz."

Michael Müller

Das hohe Gut der Freiheit müsse heute gegen neuen Nationalismus in ganz Europa verteidigt werden. "Wir gedenken deshalb der Opfer des DDR-Unrechtsregimes auch deshalb, weil sie zeigen, dass ein "Nein" zu Willkür, Unterdrückung und Diktatur nicht sinnlos ist. Ihr Erbe ist unsere Freiheit und unser Auftrag."

ARCHIV - 18.08.1961, DDR, Berlin: Unter der Aufsicht von bewaffneten Volkspolizisten errichtet eine Ostberliner Maurerkolonne am an der sowjetisch-amerikanischen Sektorengenze am Potsdamer Platz eine Mauer.  (zu 

Unter der Aufsicht von bewaffneten Volkspolizisten errichtet eine Ostberliner Maurerkolonne am an der sowjetisch-amerikanischen Sektorengenze am Potsdamer Platz eine Mauer. Bild: UPI / UPI

Müller wird am Donnerstag neben Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und dem Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, zu dem zentralen Gedenken in der Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße erwartet. Vor 59 Jahren hatte der Bau der Berliner Mauer begonnen, der die deutsch-deutsche Teilung besiegelte. Sie ging erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 zu Ende.

In Berlin starben nach dem Mauerbau nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime. An einer Studie, wonach an der etwa 1400 Kilometer langen deutsch-deutschen Grenze mindestens 327 Menschen ums Leben kamen, war Kritik aufgekommen. Es war angekündigt worden, Teile des Forschungsprojekts zu überprüfen.

(lin/dpa)

Ausschreitungen in Leipzig: Bundesregierung spricht von "fatalem Signal"

Die Bundesregierung hat die Missachtung von Auflagen und die Gewalt bei einer Demonstration gegen die Corona-Regeln in Leipzig scharf verurteilt. Nach der Auflösung der Versammlung hätten "Extremisten, Chaoten, gewaltbereite Menschen" sich ihren Weg durch Leipzig bereitet, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. "Das ist in dieser äußerst kritischen Phase der Pandemie, in der wir als Land alle zusammenstecken, ein fatales Signal."

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