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bild: Screenshot/ WG-Gesucht

260 Euro für einen Schlafplatz – auf einem Balkon in Berlin

Bei der folgenden Geschichte ist nicht ganz sicher, ob es sich um einen Scherz oder eine Protestaktion handelt. Doch das Ereignis passt ins Bild. 

Am Wochenende wurde auf der Wohngemeinschaften-Website "WG gesucht" ein Schlafplatz in der Brückenstraße in Berlin-Mitte angeboten. Der Haken: Gemeint war ein Zelt auf einem Balkon:

10 Quadratmeter für 260 Euro im Monat inklusive 10 Euro Nebenkosten!

Laut Anzeige erstellten zwei Frauen (22/24) in Ausbildung und Studium das ungewöhnliche Angebot:

"Wir vermieten aufgrund von finanziellen Problemen einen Schlafplatz auf unserem Balkon! Falls es dich nicht stört, wenn wir uns ab und zu auf dem Balkon sonnen oder am Abend einen Drink dort zu uns nehmen, freuen wir uns, von dir zu hören."

Die zwei "Vermieterinnen"

Das Angebot des Schlafplatzes auf dem Balkon einer 3er-WG war am Montag nicht mehr aktiv, wie die Berliner Zeitung berichtet. Wie real die Anzeige  war, lässt sich nicht abschließend sagen.

Fest steht jedoch: Der Berliner Wohnungsmarkt ist überhitzt! Laut  Mietpreisanalyse von 2011 bis 2018 des Portals wg-suche.de sind die Mietpreise für Studenten in Berlin im Vergleich zu 2017 um sechs Prozent gestiegen.

Im Vergleich zu 2011 stiegen die Berliner Mieten sogar um 39 Prozent. Damit führt Berlin die Mietpreis-Liste der 160 deutschen Hochschul-Städte an und die Wohnungsnot ist groß.

(pbl)

Kunst im Schaufenster: Wie Künstler im Lockdown sichtbar werden

Weiter sind Theater, Museen und Galerien geschlossen. Was bleibt, ist der Spaziergang. Wer dabei trotz Lockdown Kunst betrachten will, kann das mancherorts inzwischen in Schaufenstern tun.

Eigentlich sind sie dafür da, um Menschen zum Geldausgeben zu bewegen. Um Waren auszustellen, von denen Spaziergänger vorher vielleicht nicht mal wussten, dass sie sie brauchen. Doch Schaufenster bringen den Händlern wenig, wenn wegen der Pandemie die Läden geschlossen sind. Was also tun mit all den leeren Glaskästen?

Mancherorts haben sich Theater, Galerien und Künstler zusammengetan, um Passanten darin einmal ganz andere Dinge zu präsentieren als Konsumgut. Denn auch die Kulturorte …

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