Nach Zunahme antisemitischer Vorfälle: Berlin bekommt eine Antisemitismusbeauftragte 

Der Bund hat es mit Felix Klein vorgemacht – und im Frühjahr den Posten des Antisemitismusbeauftragten geschaffen.

Das Land Berlin legt jetzt nach. Bei den Berliner Strafverfolgungsbehörden gibt es vom 1. September an eine Antisemitismusbeauftragte. Den Posten übernimmt Claudia Vanoni (44) – eine Oberstaatsanwältin mit langjähriger Erfahrung in der Verfolgung politisch motivierter Straftaten, wie Staatsanwaltschaft und Justizverwaltung am Donnerstag mitteilten.

Ziel sei es, das Vertrauen in die Strafverfolgungsbehörden Berlins beim Kampf gegen Antisemitismus weiter auszubauen.

In Berlin hatten in den vergangenen Monaten mehrere antisemitische Vorfälle für Entsetzen gesorgt – darunter die Gürtel-Attacke eines syrischen Flüchtlings auf einen Kippa tragenden Israeli.

(ts/dpa)

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