Teilnehmer der Protestaktion in Berlin.
Teilnehmer der Protestaktion in Berlin.
Bild: picture alliance/dpa

Extinction Rebellion: Klima-Aktivisten bauen Arche an der Siegessäule

07.10.2019, 11:24

Die Aktivistengruppe Extinction Rebellion hat für Montag eine große Protestaktion gestartet. In Berlin und anderen Großstädten in aller Welt wollen sie auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen.

  • Bereits am frühen Morgen blockierten Teilnehmer der Aktion in Berlin die Straße rund um die Siegessäule.
  • Die Polizei wollte die Fläche nach eigenen Angaben vorerst nicht räumen. Der Protest verlaufe friedlich ab. Die Polizei sprach von rund 1000 Menschen vor Ort, die Veranstalter von 1200.
  • Außerdem stellten die Aktivisten eine Arche auf. Das hölzerne Boot soll an das Artensterben erinnern. Die als Seenotretterin bekannt gewordene Kapitänin Carola Rackete soll dort am Mittag eine Rede halten.

Das steckt hinter der Protestaktion:

Mit Blockaden und anderen Protestaktionen will die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion, von Montag an nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen Großstädten in aller Welt, auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen.

Aktionen soll es unter anderem in London, Paris, Madrid, Amsterdam, New York, Buenos Aires sowie in den australischen Städten Sydney, Melbourne und Perth geben. Die Aktionen sollen mindestens eine Woche lang andauern.

Anders als andere Bewegungen wie Greta Thunbergs Fridays for Future, sind die Aktivisten von Extinction Rebellion nach eigenen Angaben bereit Gesetze zu brechen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Zu den Blockaden erklärt die Gruppe: "Wir stören den alltäglichen Betriebsablauf, der unsere Lebensgrundlagen zerstört. Wir setzen den Protest so lange fort, bis die Regierungen angemessen reagieren."

Das ist in Deutschland geplant:

In Berlin wollen die Aktivisten am Montag zudem mit einem Marsch gegen das Artensterben aufmerksam machen. Am Mittag soll es dann auch am Potsdamer Platz eine zentrale Veranstaltung geben, von der aus weitere Aktionen ausgehen sollten. Zur gleichen Zeit soll an einem zunächst nicht bekannt gegebenen Ort im Regierungsviertel eine pinke Arche aufgestellt werden, die an das Artensterben erinnern soll. U- und S-Bahnverkehr sollten verschont bleiben.

(ll/dpa)

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