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Landtagswahl in Brandenburg 2019, Wahlplakat der Partei AfD mit dem Wahlspruch Vollende die Wende. 26.08.2019, Brandenburg, GER - Landtagswahl in Brandenburg 2019, Wahlplakat der Partei AfD mit dem Wahlspruch Vollende die Wende., Schwanebeck Brandenburg Deutschland Landtagswahlen Brandenburg *** State election in Brandenburg 2019, election poster of the party AfD with the slogan \Vollende die Wende\ 26 08 2019, Brandenburg, GER State election in Brandenburg 2019, election poster of the party AfD with the slogan \Vollende die Wende\ 26 08 2019, Brandenburg, GER State election in Brandenburg 2019, election poster of the party AfD with the slogan \Vollende die Wende\, Schwanebeck Brandenburg Germany State election Brandenburg

Bild: imago/watson-montage

Die AfD hat ihr Limit erreicht – und 4 weitere Lehren aus den Wahlen

team watson

Es ist vollbracht. Sachsen und Brandenburg haben gewählt. Aber was heißt das jetzt? Fünf Lehren aus der Wahl.

Grüne kommen im Osten nicht an

Im Vergleich zur Landtagswahl 2014 in Sachsen und Brandenburg verbessern die Grünen ihr Ergebnis. Und trotzdem konnte die Partei vom positiven Bundestrend nicht so richtig profitieren. Der Osten gilt für Grüne traditionell als schwieriges Terrain, das hat sich auch in Brandenburg und Sachsen bewahrheitet. Weniger der Klimawandel ist dort Thema Nummer 1, sondern vielmehr der Ausstieg aus der Braunkohle und die Angst vor Arbeitsplatzverlust. Erste Hochrechnungen sehen die Grünen in beiden Bundesländern um die 10 Prozent.

Grünen-Chef Robert Habeck sah die Schuld für das Ergebnis bei den anderen Parteien: "Die Leute haben am Ende nicht mehr so sehr die Inhalte interessiert, sondern ob die AfD stärkste Kraft wird oder nicht", sagte er am Sonntag in der ARD. Dann habe es eine Art "Platzhirschgehabe" bei der CDU in Sachsen und der SPD in Brandenburg gegeben und die Wählerinnen und Wähler seien wieder zurück zu den großen Parteien gegangen.

SPD droht die Bedeutungslosigkeit

Während die SPD in Brandenburg vor allem wegen des dort regierenden Sozialdemokraten Dietmar Woidke wohl deutlich über die 20 Prozentmarke springen konnte, fällt sie in Sachsen ins Bodenlose. Erste Hochrechnungen sehen sie unter acht Prozent. Und das für eine Partei, die doch eigentlich den Anspruch hat, Volkspartei zu sein. Doch die SPD hat es vor der Wahl zu keiner Zeit geschafft, mit ihren Themen durchzudringen, stattdessen war sie wieder einmal vor allem mit sich selbst und der Suche nach neuen Vorsitzenden beschäftigt. Leichter dürfte es für die 8-Prozent-Partei nun nicht werden, neue Führungskräfte zu finden. Aber nötiger denn je hat sie einen Neustart. Es ist nur eine Frage von Stunden, bis die ersten Sozis die GroKo in Berlin verantwortlich für das Abschneiden im Osten machen und einen sofortigen Ausstieg aus der Zweckehe zwischen Union und SPD fordern werden.

In Erklärungsnot: SPD-Frontmann Martin Dulig in Sachsen

30.08.2019, Sachsen, Dresden: Martin Dulig, Spitzenkandidat der SPD zur Landtagswahl in Sachsen, spricht beim Wahlkampfabschluss in der Innenstadt. Foto: Robert Michael/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bild: dpa

Die Linke hat ihr Protestpotenzial verloren

In Sachen Protestwählerbindung heißt die neue Linkspartei im Osten AfD. Die Sonderstellung, die die AfD im Vergleich zum Bund im Osten einnimmt, war bisher der Linkspartei vorbehalten. Sie wollte nach der Wiedervereinigung vor allem der Anwalt des Ostens sein. Die PDS und spätere Linkspartei konnte den Protest lange kanalisieren. Das "Wir gegen die da"-Spiel hat auch die Linkspartei über Jahrzehnte kultiviert. Viele Protestwähler aber haben in der AfD offenbar eine neue Heimat gefunden. In Sachsen kommt die Linke nur auf 10 Prozent, rund 8 Prozentpunkte büßte die Partei damit ein. In Brandenburg erreicht die Linke knapp 10,5 Prozent und büßt ebenso stark ein wie in Sachsen.

Die Linkspartei hat mit zunehmender Regierungsbeteiligung in ostdeutschen Bundesländern an Protestpotenzial eingebüßt. Sie ist mittlerweile im Establishment angekommen.

FDP spielt keine Rolle

ABSOLUT. KEINE. ROLLE. Sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg scheitert sie an der Fünfprozenthürde. Besonders bitter: Die Freien Wähler liegen in Brandenburg noch vor der FDP. Ein mageres Ergebnis für eine Partei, die bundesweit zwischen sieben und neun Prozent erreicht. Ob die Ergebnisse in Sachsen und Brandenburg den Ansprüchen des ehrgeizigen Parteiführers Christian Lindner genügen werden, darf mit einem fetten Fragezeichen versehen werden. Schon bei der Europawahl hatte Lindner das Ergebnis seiner Partei schön geredet. Die Landtagswahlen nun sind das nächste Zeichen für die Liberalen: Derzeit läuft’s nicht bei ihnen. Eine Kehrtwende ist nicht in Sicht.

Der ist dann wohl ausgeblieben...

Deutschland, Potsdam, Hans Otto Theater, Aus Anlass der Wahl zum Landtag des Landes Brandenburg. rbb Live-Sendung mit Publikum Brandenburg-Wahl: Ihre Wahlarena 20.08.2019 *** Germany, Potsdam, Hans Otto Theater, On the occasion of the election to the state parliament of Brandenburg rbb Live broadcast with audience Brandenburg Election your election arena 20 08 2019

Bild: www.imago-images.de

Die AfD hat ihr Potenzial ausgeschöpft

"Heute werden wir zeigen: Wir sind Volkspartei." Das hatte Alice Weidel, die Fraktionschefin der AfD im Bundestag, am Sonntagnachmittag in einem Twitter-Video in die Kamera posaunt. Die Ergebnisse am Wahlabend zeigen allerdings: Nö, stimmt so nicht. Zwar liegt die AfD in Brandenburg und Sachsen mehrere Prozentpunkte über ihrem Bundesschnitt, sie kommt damit in Bereichen, die sonst die großen Parteien erreichen. Stärkste Partei wurde sie weder in Brandenburg noch in Sachsen. Die AfD hat ihr Potenzial an Wählern ausgeschöpft. Und die Zeit der Volksparteien ist ohnehin vorbei.

Ohne Worte

August 30, 2019, Koenigs Wusterhausen, Brandenburg, Germany: Aiming to be the strongest party in the eastern state of Brandenburg, Germany, the AfD held a Wahlparty (election party) at Koenigs Wusterhausen. In attendance were figures such as Andreas Kalbitz, who was recently outed with connections to right-extremist circles, Bjoern Hoecke, the embattled grounder of the AfD in Thueringen, and Joerg Urban, an extreme-rightist of the AfD in Saxony. Joerg Meuthen of the AfD in the European Parliament did not appear, despite being announced. Koenigs Wusterhausen Germany PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAb160 20190830_zbp_b160_109 Copyright: xSachellexBabbarx

Bild: www.imago-images.de/Sachelle Babbar'

20 Menschen, die an moderner Technik scheitern

Ab jetzt AfD-Osten? So ein Quatsch!

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    Alle Leser-Kommentare
  • ern ey 01.09.2019 19:48
    Highlight Highlight Fehleinschätzung vom Watson Team ...
    Man spricht von der Sachsenwahl und SPD sowie von Bedeutungslosigkeit . Aber ohne die SPD wird man keine Regierung bilden können ebenso wenig ohne den Grünen... Wenn man mit den Linken und der AFD nichts zu tun haben will...auf die Wortwahl sollte man achten. Mit der SPD wird man auch in Zukunft rechnen müssen , wenn man sich erstmal auf Bundesebene von den Unionsparteien befreit...

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