Deutschland

Neuer Waldbrand nahe der A9 – nun wüten zwei Großbrände vor Berlin 

Die Rettunsgkräfte rund um Berlin kommen nicht zur Ruhe. Bei Fichtenwald in Brandenburg ist ein weiterer Waldbrand ausgebrochen, das bestätigte Christian Stein, Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, dem TV-Sender "RBB". Das Feuer lodert demnach auch direkt neben der Autobahn 9. Nach "RBB"-Angaben soll sich der Brand rasch ausbreiten.

Nun gibt es zwei Brandherde.

Auch am Freitagabend wüten die Waldbrände in Brandenburg weiter. Auf einer Fläche so groß wie 400 Fußballfelder brennt es noch immer.

Das schreibt die Polizei auf Twitter:

Auch in Berlin waren die Auswirkungen des Feuers zu spüren:

Am Freitagmorgen zogen Rauchschwaden über die Hauptstadt. Ganze Straßenzüge seien verraucht, sagte ein Feuerwehrsprecher. Betroffen seien alle südlichen Stadtteile bis nach Mitte. Die Bewohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten.

In Potsdam gab die Feuerwehr via Twitter ebenfalls eine Warnung vor den Auswirkungen des Feuers heraus. In den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming sowie in der Stadt Potsdam komme es "zu Trübungen der Luft durch Rauch und Geruchsbelästigungen".

Die Bewohner von drei Dörfern mussten ihre Häuser verlassen. Die Betroffenen seien per Lautsprecherdurchsagen zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert worden. Ein Großteil komme bei Bekannten unter, außerdem stehe die Stadthalle der nahe gelegenen Kleinstadt Treuenbrietzen für die Nacht zur Verfügung.

"Sowas haben wir noch nicht einmal im Krieg erlebt",

sagt die 76 Jahre alte Anita Biedermann.

Medikamente, Ausweise und eine Jacke - das müsse genügen, sagt die rüstige Rentnerin, als sie auf den Sonderbus in Richtung Notquartier wartet. Die Nacht wolle sie jetzt in der Stadthalle von Treuenbrietzen verbringen.

Seit 70 Jahren lebe sie in ihrem Dorf, sagt Biedermann. Doch zum ersten Mal müsse sie das Haus wegen eines Waldbrands verlassen. Erst habe sie Rauch in der Ferne gesehen, dann habe die Polizei die mehreren hundert Einwohner von Frohnsdorf per Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Angst habe sie nicht. "Es sind ja so viele tolle Männer hier", sagt Biedermann mit Blick auf die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk.

(aj/pb/hd/dpa)

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