16.01.2021, Berlin: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zugeschaltet und unterst

War beim digitalen Parteitag zugeschaltet: Gesundheitsminister Jens Spahn. Bild: dpa / Michael Kappeler

Spahn bedauert seinen Auftritt beim CDU-Bundesparteitag

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seinen umstrittenen Auftritt beim digitalen CDU-Bundesparteitag bedauert, bei dem er die Fragerunde zu einem Plädoyer für Armin Laschet genutzt hatte. "Ich sehe im Nachhinein: Es war nicht das passende Format", schrieb der CDU-Politiker am Sonntag auf Twitter. "Das bedauere ich." Er habe als Laschets Teampartner vor der Wahl des Parteichefs noch einmal für den NRW-Ministerpräsidenten werben wollen. "Das sorgte und sorgt bei manchen für Irritationen."

Zugleich rief Spahn die CDU zur Geschlossenheit auf: "Nach unserem Parteitag heißt es nun zusammenstehen, hinter unserem Vorsitzenden Armin Laschet und für den Erfolg der Union."

Spahn hatte sich am Samstag in der Fragerunde nach der Vorstellung der Kandidaten zur Wort gemeldet, aber gar keine Frage gestellt, sondern stattdessen für Laschet geworben: "Armin Laschet hat gezeigt, dass er das Land, dass er die Partei zusammenführen kann. Er lebt Zusammenhalt." Spahn trat später für einen Stellvertreterposten an. Mit 589 Stimmen erhielt er das mit Abstand schlechteste Ergebnis der fünf Bewerber. Dies wurde als die Quittung der Delegierten für seinen Auftritt interpretiert.

(andi/dpa)

Themen

Umfragen: Union büßt weiter massiv in Wählergunst ein

Die Union verliert zwei neuen Umfragen zufolge rasant an Ansehen in der Bevölkerung. In einer neuen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch) sank die Zustimmung für die Unionsparteien bei der Sonntagsfrage von 37 Prozent Anfang Februar auf jetzt 28.5 Prozent. Die Grünen kommen auf 21 Prozent, die SPD auf 18 Prozent. FDP und Linke erreichen jeweils 8.5 Prozent, die AfD erzielt 10 Prozent.

Die Affäre einzelner …

Artikel lesen
Link zum Artikel