01.12.2020, Nordrhein-Westfalen, D

Laschet tritt in einem Team mit Spahn an, wobei der Ministerpräsident die Nummer eins ist. Bild: dpa / Federico Gambarini

Spahn rät Laschet zu mehr Offensive in Wettbewerb um CDU-Vorsitz

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seinem Parteikollegen und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Kampf um den CDU-Vorsitz zu mehr Offensive geraten. "Wahlkampf heißt auch deswegen Wahlkampf, weil die Leute sehen wollen, dass man kämpft", sagte Spahn dem Nachrichtenportal "ThePioneer" in einem am Freitag veröffentlichten Podcast.

Laschet tritt in einem Team mit Spahn an, wobei der Ministerpräsident die Nummer eins ist. Wegen der besseren Beliebtheitswerte von Spahn wurde immer wieder spekuliert, dass die beiden die Rollen tauschen könnten.

"Wir sind ein Team. Armin Laschet kandidiert"

Auf die Frage, ob er sich die Kanzlerschaft zutraue, antwortete Spahn demnach: "Ich traue mir erst einmal den CDU-Vorsitz zu, aber auch alles, was daraus folgt." Sonst wäre er 2018 nicht angetreten.

Seine Entscheidung aus dem Februar, ein Team mit Laschet zu bilden und sich nicht erneut um den CDU-Vorsitz zu bewerben, bezeichnet er in den Podcast jedoch als richtig: "Wir sind ein Team. Armin Laschet kandidiert." Natürlich habe er mit sich gerungen, doch wenn jeder sich "absolut stelle", könne eine Partei nicht erfolgreich sein.

Neben Laschet bewerben sich auch Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen um den CDU-Vorsitz. Die Entscheidung soll auf einem Parteitag im Januar fallen; voraussichtlich wird anschließend noch eine Briefwahl abgehalten.

(mse/afp)

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

HIV-Vorbeugung, die sich jeder leisten kann – Jens Spahn will PrEP auf Kassenkosten

In der Medizin sollte man das Wort "Durchbruch" sparsam gebrauchen, aber die Markteinführung von PrEP kann man schon als solchen bezeichnen. PrEP steht kurz für "Prä-Expositions-Prophylaxe". Das Medikament senkt das Risiko für HIV-Negative erheblich, sich mit dem Virus anzustecken.

Bislang muss jeder in Deutschland PrEP aber aus eigener Tasche bezahlen. Das will Gesundheitsminister Jans Spahn (CDU) nun ändern. Versicherte mit erhöhtem HIV-Risiko sollen sich die Arznei demnach künftig von ihrer …

Artikel lesen
Link zum Artikel