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So stark profitiert Maaßen von seinem Wechsel ins Seehofer-Team

19.09.18, 06:55 19.09.18, 07:59

lars wienand

Finanziell ist der Abgang für Hans-Georg Maaßen aus dem Amt des Verfassungsschutzpräsidenten ein Gewinn. Seine neue Stelle ist deutlich besser dotiert.

Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen steigt mit seinem Wechsel in das Innenminister um zwei Besoldungsgruppen auf. Sein bisheriges Amt ist mit B9 dotiert, das entspricht der Besoldungstabelle des Bundes zufolge aktuell 11.577,13 Euro im Monat zuzüglich eventueller Zulagen. Nun wechselt Maaßen als Staatssekretär ins Bundesinnenministerium, wo es derzeit fünf beamtete Staatssekretäre gibt.

Eine ordentliche Gehaltserhöhung:

Die Spitzenbeamten auf Bundesebene sind in der Gruppe B11 eingestuft. B11 ist mit einem monatlichem Salär von 14.157,33 Euro verbunden. Brutto bekommt jemand in dieser Besoldungsgruppe demnach 2580,20 Euro mehr als der Präsident des Bundesverfassungsschutzes.

Die Spitzenbeamten auf Bundesebene sind in der Gruppe B11 eingestuft. B11 ist mit einem monatlichem Salär von 14.157.33 Euro verbunden. Brutto bekommt jemand in dieser Besoldungsgruppe demnach 2580.20 Euro mehr als der Präsident des Bundesverfassungsschutzes.

Sven-Christian Kindler, haushaltspolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, sagte t-online.de: 

"Dass er mehr Geld bekommt, ist das Eine. Viel fataler ist, dass Maaßen nach den unzähligen, rechtslastigen Skandalen trotzdem befördert wird und noch mehr Einfluss bekommt. Und dass, nachdem er, im Fall Amri den Bundestag und die Öffentlichkeit belogen hat, rechte Verschwörungstheorien verbreitet und wie der V-Mann der AfD agiert hat."

Beamtete Staatsekretäre können als politische Beamte jederzeit in den Ruhestand versetzt werden, weil bei ihnen ein sehr enges Vertrauensverhältnis zum jeweiligen Minister bestehen muss. Nach einem Wechsel des Ministers – bei Seehofer kein ganz unwahrscheinliches Szenario – müssen oftmals auch beamtete Staatssekretäre gehen, weil der neue Minister auf eigene Vertraute setzt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de

Der Fall Hans-Georg Maaßen:

Der Verfassungsschutz soll Hinweise über die AfD monatelang liegen gelassen haben

SPD-Spitze fordert Merkel auf, Maaßen zu entlassen

Verfassungsschutz hatte Chemnitz-Video angeblich noch nicht geprüft, als Maaßen zweifelte

Keiner kann abdrücken – In der Maaßen-Affäre steht die Regierung im Patt

++  Groko: Neue Runde zu Maaßen am Dienstag ++ AfD-Mann korrigiert Aussage zu Maaßen ++

Ganz ohne Zweifel – Seehofer stellt sich hinter Maaßen

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