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Der alte Minister übernimmt die Verantwortung, gehen muss die Bamf-Chefin

Er hat das gestern nach dem Untersuchungsausschuss kurz und bündig gemacht. Er sei zwar nicht mit den fragwürdigen Entscheidungen befasst gewesen, sagt der ehemalige Innenminister Thomas de Maizière, aber er übernehme dennoch die volle politische Verantwortung für mögliche Missstände beim Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

Bamf-Leiterin Jutta Cordt hilft das gerade nicht mehr, sie leitete das Amt seit 2017 und hat jetzt ihren Job verloren. Bundesinneminister Horst Seehofer (CSU) habe ihre Entlassung angeordnet, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitagabend in Berlin.

"Er hat der Leitungsspitze des Bamf am Mittwoch mitgeteilt, sie von ihren Aufgaben zu entbinden", bestätigte ein Ministeriumssprecher am Freitagabend.

Seehofer steht in diesen Tagen auch in der Asyl-Debatte im Mittelpunkt: 

Demnach verkündete Seehofer seinen Plan zur Ablösung von Cordt in dieser Woche im kleinen Kreis vor Innenpolitikern der Koalition, wie mehrere Teilnehmer übereinstimmend berichtet hätten.

Laut dem Bericht Seehofer im Bundesamt aufräumen und dabei auch eine neue Amtsspitze installieren. Einen konkreten Zeitplan für die Ablösung Cordts habe Seehofer nicht genannt. Auch ein Nachfolger stehe noch nicht fest.

Worum geht es in dem Bamf-Skandal?

Im Zentrum der Affäre steht die Bamf-Außenstelle in Bremen. Dort sollen zwischen 2013 und 2016 Mitarbeiter mindestens rund 1200 Menschen ohne ausreichende rechtliche Grundlage Asyl gewährt haben. Gegen die damalige Bremer Bamf-Chefin und weitere Verdächtige laufen Ermittlungen wegen Bestechlichkeit und bandenmäßiger Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung.

(ak/pb/dpa/afp)

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