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Die CDU-Politikerin Hildegard Müller soll Chefin des Verbands der Automobilindustrie werden. Bild: dpa

Siebenstelliges Gehalt? Merkel-Vertraute soll Chefin der Auto-Lobby werden

Nachdem der Chef des Verbands der Automobilindustrie (VDA) Bernhard Mattes seinen Rücktritt ankündigte, stand die Frage im Raum, wer denn nun seine Nachfolge übernimmt. In diesem Zusammenhang fielen bereits Namen wie Sigmar Gabriel oder Günther Oettinger. Doch der VDA hat laut eines "Spiegel"-Berichts jemand Anderes im Blick: Die ehemalige Staatsministerin und CDU-Politikerin im Bundeskanzleramt Hildegard Müller. Damit könnte sie als erste Frau diesen Posten besetzen.

Müller arbeitete bereits unter Merkels Führung und ist mit der CDU gut vernetzt. Nicht zuletzt, weil sie bereits Vorsitzende der jungen Union war. Außerdem war sie als Vorstandsmitglied der RWE-Tochter Innogy für die Ladeinfrastruktur von E-Autos zuständig.

Bisher noch keine offizielle Bestätigung vom VDA

Dem früheren Ford-Manager Bernhard Mattes warfen Kritiker in der Vergangenheit vor, dass er nicht eng genug mit den Entscheidungsträgern in Berlin und Brüssel zusammenarbeite, wie unter anderem das "Manager Magazin" berichtete. Die Kritik könnte mit Müller hinfällig werden.

Die Süddeutsche Zeitung berichtete, dass die ehemalige CDU-Politikerin bereits einen Vertrag vorliegen habe. Diesen soll sie in den nächsten Stunden unterschreiben. Der VDA äußerte sich bisher noch nicht offiziell dazu.

Möglicherweise die bestbezahlteste VDA-Chefin

Zur möglichen Bezahlung von Müller gibt es bereits Spekulationen. So schrieb der Journalist Gabor Steingart im "Focus", dass sie ein Jahresgehalt von mehr als einer Million Euro ausgehandelt habe – doch auch dazu hat sich der VDA bisher nicht geäußert. Sollte das dennoch stimmen, würde sie damit all ihre Vorgänger überholen. Bernhard Mattes soll zum Beispiel rund 700.000 Euro im Jahr verdient haben.

Übernimmt Müller den Posten, steht sie an der Spitze einer der einflussreichsten Lobbyverbände Deutschlands. Bildet die Autobranche mit ihren mehr als 800.000 Beschäftigten eine Schlüsselindustrie.

Allerdings bringt die Position auch schwierige Aufgaben mit sich. So steht die Automobilbranche seit dem Dieselskandal und dem schleppenden Umbau zu emissionsärmeren Antrieben in der Politik schlecht da. Außerdem verfolgen die einzelnen Konzerne in diesem Punkt unterschiedliche Ziele. VW setzt auf Elektromobilität, BMW sowie Daimler verfolgen Antriebe auf Wasserstoffbasis.

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