04.03.2021, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Jens Spahn (CDU), Bundesminister f

Die geplanten Corona-Lockerungen sollen beim Impf-Gipfel am Montag erneut diskutiert werden. Bild: dpa / Kay Nietfeld

Corona-News: Geplante Lockerungen vor dem Aus ++ Hoffnung auf frühere Curevac-Zulassung steigt

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Die Corona-Pandemie bereitet weiterhin weltweit Sorgen – seit mittlerweile einem Jahr. Deutschland ist seit Monaten im Lockdown, nachdem eine zweite Infektionswelle im Herbst die Zahlen von Intensivpatienten und Corona-Toten in die Höhe schnellen ließ.

Nun folgten Bund und Länder dem immer lauter werdenden Ruf nach Lockerungen. Zwar gilt der Lockdown grundsätzlich bis 28. März, doch schon vorher beginnt ein kompliziertes Öffnungsmodell mit diversen Stufen und Schrittfolgen. Unter anderem werden die Kontaktbeschränkungen gelockert, Geschäfte dürfen schrittweise wieder öffnen.

Vereinbart wurde eine stufenweise Öffnungsstrategie mit eingebauter Notbremse: Führen in einer Region einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen, werden dort automatisch alle schon erfolgten Erleichterungen wieder gestrichen.

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Das ist der Stufenplan, nach dem nun Öffnungen erfolgen sollen. bild: bundesregierung

Das Robert-Koch-Institut zählte bis Dienstag (Stand: 8.30 Uhr) 2.581.329 Infektionen in Deutschland sowie 73.656 Todesfälle.

16. März

18.40 Uhr: Corona-Lockerungen vor dem Aus

Die geplanten Corona-Lockerungen sind in Gefahr. Das berichtet "Business Insider" unter Berufung auf Regierungskreise. Offenbar planen die Ministerpräsidenten beim Corona-Gipfel am Montag die für den 22. März geplanten Öffnungen bundesweit aussetzen. Diese besagen, Bundesländer bei einer Inzidenz unter 50 Restaurants den Außenbereich öffnen dürfen und auch Kinos, Theater-, Konzert- und Opernhäuser.

18.30 Uhr: Kommt Curevac früher als erwartet?

Der Chemiekonzern Wacker will noch in diesem Frühjahr mit der Auftragsproduktion des Corona-Impfstoffs für Curevac beginnen. Die Zulassung durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA werde bis Anfang Mai erwartet, sagte der designierte Wacker-Vorstandschef Christian Hartel am Dienstag in München. Bis Juli soll die Produktion dann auf die volle Kapazität von 100 Millionen Impfdosen pro Jahr erhöht werden. Das Münchner Unternehmen lässt den Impfstoff in Amsterdam herstellen. Möglich wäre nach Hartels Worten auch eine Verdoppelung der Produktion auf 200 Millionen Dosen pro Jahr. Maximale Kapazität in drei bis vier Jahren mit zusätzlicher Produktion im sächsischen Werk in Nünchritz wären knapp 400 Millionen Dosen. "Wir haben auch mit Biontech und Moderna laufende Gespräche, da ist im Moment aber noch nichts zu berichten", sagte Hartel. Curevac hat mit mehreren Industrieunternehmen Auftragsfertigung vereinbart, auch mit Bayer und Novartis. Die EMA hatte das schnelle Prüfverfahren für den Curevac-Impfstoff im Februar gestartet.

18.20 Uhr: Neuer Termin für Impf-Gipfel von Bund und Ländern

Der verschobene Impf-Gipfel von Bund und Ländern soll nach Angaben der rheinland-pfälzischen Regierungschefin Malu Dreyer am Freitag nachgeholt werden. Hintergrund der Entscheidung sei, dass sich die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am Donnerstag noch einmal ein "Bild" der Lage mit dem Impfstoff machen wolle, sagte Dreyer am Dienstag. "Dann haben wir hoffentlich Klarheit." Die Bundesregierung bat Länder laut Dreyer deshalb, den Termin für die Schaltkonferenz noch einmal auf Freitag zu verschieben.

Am Donnerstag ist zudem die reguläre Konferenz der Ministerpräsidenten geplant. Dort soll bereits über die Impfstrategie gesprochen werden.

17.00 Uhr: Impfstoff von Johnson & Johnson" soll ab April in Dessau produziert werden

Die Produktion des Corona-Impfstoffs vom US-Pharmakonzern Johnson & Johnson in Dessau soll im April beginnen. Die Vorbereitungen dafür liefen bereits, sagte ein Sprecher der Firma IDT Biologika am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Es werde drei bis vier Wochen dauern, bis IDT in der Stadt in Sachsen-Anhalt die ersten Ampullen mit dem Impfstoff befüllen könne. IDT hatte die Kooperation am Montag angekündigt. Die Firma soll das Präparat in Dessau in Ampullen abfüllen und verpacken. Entwickelt wurde der Impfstoff von der Johnson-&-Johnson-Tochter Janssen. Die belgische Firma bestätigte die Kooperation mit IDT am Dienstag, wollte aber keine Details zum Zeitplan und den Produktionsmengen mitteilen.

Die Firma habe ein globales Netz an Produktionsstätten aufgebaut, um den Impfstoff möglichst schnell weltweit anbieten zu können, sagte eine Sprecherin der dpa. Dessau und IDT spielen damit bereits beim zweiten von derzeit vier in der EU zugelassenen Impfstoffen eine wichtige Rolle: Der britisch-schwedische Impfstoffhersteller Astrazeneca baut derzeit mit IDT eine Anlage mit Bioreaktoren auf, in denen ab kommendem Jahr monatlich mehrere Millionen Impfdosen abgefüllt werden sollen. Der Impfstoff von Johnson & Johnson ist der vierte Corona-Impfstoff, den die EU zugelassen hat. Anders als die Wirkstoffe von Moderna , Astrazeneca und Biontech muss er für den vollen Impfschutz nur einmal verabreicht werden.

14.25 Uhr: EMA weiterhin von Astrazeneca überzeugt

"Eine Lage wie diese kommt nicht unerwartet", so die EMA-Direktorin Emer Cooke. Wenn Millionen von Menschen geimpft werden, dann wäre es nicht unerwartet, dass es Fälle gibt, in denen nach der Impfung vermeintliche Nebenwirkungen auftreten würden. Jedoch müsse man klären, ob es Zufälle oder tatsächliche Nebenwirkungen des Astrazeneca-Impfstoffes seien. "Es gibt bisher keine Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen", erklärt Cooke weiter. Die EMA steht weiterhin hinter dem Vakzin und betont, dass der Nutzen weitaus die Risiken überwiegt.

14 Uhr: EMA äußert sich live Astrazeneca-Impfstoff

Am Dienstag um 14 Uhr veranstaltet die Europäische Arzneimittelbehörde eine Pressekonferenz zum Stopp der Astrazeneca-Impfungen. Am Donnerstag sollen die Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen den Impfungen und auftretenden Blutgerinnseln abgeschlossen sein. Danach wird entschieden, ob das Corona-Vakzin weiter verimpft wird.

Mittlerweile haben Bund und Länder den für Mittwoch geplanten Impf-Gipfel verschoben. Hier sollte es um die Impfstrategie bei Haus- und Betriebsärzten gehen. Ohne Klarheit über den Corona-Impfstoff von Astrazeneca kann die Regierung nicht konkret planen. Dieser sollte vor allem bei den Haus- und Betriebsärzten verimpft werden.

12.01 Uhr: Biontech bereit zu mehr Impfstofflieferung an EU

Die EU-Kommission hat mit dem Impfstoffanbieter Biontech/Pfizer eine vorgezogene Lieferung von zehn Millionen Dosen im zweiten Quartal vereinbart. Damit steige die Gesamtzahl der zugesagten Dosen des Herstellers für den Zeitraum von April bis Juni auf über 200 Millionen, erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag. Dies gebe den Mitgliedstaaten "Spielraum" und könne "Lücken bei Lieferungen" anderer Hersteller füllen.

Von der Leyen zufolge stammen die vorgezogenen Lieferungen aus einer Option für das dritte und vierte Quartal. Der Vereinbarung müssen demnach noch die Mitgliedstaaten zustimmen.

Große Probleme bereitet der EU seit Monaten der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca. Dieser musste seine versprochenen Liefermengen für das erste Quartal wegen Produktionsproblemen drastisch kürzen. Wegen Berichten über schwere Blutgerinnsel haben viele Mitgliedstaaten die Impfungen mit dem Mittel inzwischen auch ausgesetzt.

Über die Fälle berät am Dienstag die Weltgesundheitsorganisation WHO. Am Donnerstag will sich die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) in einer Sondersitzung mit dem weiteren Vorgehen befassen.

8.22 Uhr: RKI meldet 5480 Neuinfektionen und 238 Todesfälle

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist mit 5480 dem RKI zufolge binnen einer Woche um mehr als 1000 gestiegen. Am Dienstag vor genau einer Woche wurden 4252 Neuinfektionen gemeldet und somit 1228 weniger. Das geht aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervor. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 238 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 83,7 - und damit höher als am Vortag (82,9).

6.57 Uhr: Weltärztepräsident Montgomery sieht Astrazeneca-Stopp kritisch

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery zieht den vorläufigen Stopp für Impfungen mit Astrazeneca in Zweifel. "Dass Menschen Thrombosen und Lungenembolien bekommen, muss nicht unbedingt etwas mit der Impfung zu tun haben", sagte Montgomery dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vom Dienstag. Nach den ihm bekannten internationalen Studien sei die Thrombose-Häufigkeit in der Placebo-Gruppe und in der Gruppe mit dem Impfstoff etwa gleich gewesen.

Montgomery warnte auch vor einem Image-Schaden für den Impfstoff. "Unter dem Strich ist es leider so, dass dieser eigentlich gute und wirksame Impfstoff durch den Wirbel und die Impf-Aussetzung in vielen Ländern nicht gerade eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung gewinnt", sagte der Weltärztepräsident.

Eine grundsätzliche Überprüfung der Vorfälle begrüßte Montgomery allerdings. Die Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) habe noch einmal bestätigt, dass Astrazeneca ein sicherer und effektiver Impfstoff gegen das Corona-Virus sei. "Trotzdem ist es richtig, dass die nationalen Behörden die Verdachtsfälle auf schwere Nebenwirkungen prüfen."

Zuvor hatten unter anderem Deutschland, Frankreich und Italien die Verimpfung des Mittels von Astrazeneca ausgesetzte. Sie reagierten damit auf eine Reihe von Fällen schwerer Blutgerinnsel nach Impfungen. Der britisch-schwedische Hersteller weist die Bedenken zurück.

6.45 Uhr: Impfgipfel am Mittwoch soll voraussichtlich verschoben werden

Nach der Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca soll die für Mittwochabend geplante Telefonkonferenz von Bund und Ländern zum Impfen voraussichtlich verschoben werden. Es sei davon auszugehen, dass die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA am Donnerstag zum weiteren Vorgehen bei dem Impfstoff abgewartet werde, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montagabend aus mit den Vorgängen befassten Kreisen.

15. März

15.08 Uhr: Intensivärzte fordern Rückkehr in Lockdown

Deutschlands Intensivärzte fordern angesichts steigender Corona-Zahlen eine sofortige Rückkehr in den Lockdown. So könne eine starke dritte Welle verhindert werden, sagte Christian Karagiannidis von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin am Montag. Er forderte im rbb, die Länder sollten vor allem die beschlossene Notbremse durchsetzen, wenn es mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt. Dies würde etwa bedeuten, den Einzelhandel und Friseure wieder zu schließen. Doch es gibt Abweichungen von dieser Vereinbarung.

14.23 Uhr: Bundesregierung ruft Länder zur Umsetzung der Corona-Notbremse auf

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen hat die Bundesregierung die Länder eindringlich zur Einhaltung der beschlossenen Notbremse aufgerufen. "Wir müssen den Beschluss vom 3. März umsetzen, nicht nur in seinen erfreulichen Passagen, sondern eben auch in seinen schwierigen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Bund und Länder hatten beschlossen, dass die Lockdown-Regeln wieder in Kraft treten, wenn die Inzidenz in einem Bundesland oder einer Region an drei aufeinander folgenden Tagen auf über 100 steigt, es also mehr Infektionen als 100 pro 100 000 Einwohnern und sieben Tagen gibt. "Dieser Beschluss ist umzusetzen", sagte Seibert.

"Wenn man Beschlüsse fasst, geht man immer davon aus, dass sie dann auch Realität werden. Die Umsetzung liegt bei den Ländern", sagte Seibert. Die Bundesregierung stehe zu diesem Beschluss. Zwei Landkreise in Brandenburg hatten angekündigt, trotz einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 keine schärferen Corona-Regeln einführen. Seibert sagte: "Wir erkennen als Bundesregierung die Gefährlichkeit der jetzt herrschenden Situation an, und das sollte jeder. Steigende Inzidenzen, steigende Fallzahlen, insbesondere auch in der jüngeren Bevölkerung, kein Rückgang mehr der Belegung der Intensivbetten - das sind ungute Entwicklungen, auf die wir alle zusammen reagieren müssen."

13.00 Uhr: Seibert antwortet auf Frage von watson

Lukas Weyell, Watson-Redakteur fragt: "Sie haben jetzt Covax genannt, als das Mittel der Bundesregierung, um zu helfen global zu impfen. Covax muss Milliarden Menschen global impfen und hat deswegen die Ziele auch mehrfach verschoben, weil eben zu wenig Impfstoff da ist, weil die Industrienationen den Impfstoff aufkaufen. Großbritannien und Frankreich hatten angekündigt, dass sie Impfstoff schenken würden an Covax, um das auszugleichen. Ist von der Bundesregierung etwas Ähnliches geplant? Beispielsweise, wenn am Ende des Jahres absehbar ist, dass in Deutschland mehr als genug Impfstoff da ist?"

Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung, antwortet: "Zu Ihrer Frage gab es ja bereits eine Anregung des französischen Präsidenten. Die Bundeskanzlerin hat sich dazu geäußert und gesagt, dass sie dem im Grunde folgen kann, dass sie das für richtig hält, aber darüber, wann dieser Zeitpunkt und in welchen Stufen und Schritten das dann erfolgen soll, darüber ist in Europa noch zu sprechen."

7.30 Uhr: Auch Niederlande stoppen Impfungen mit Astrazeneca-Vakzin

Nun haben auch die Niederlande Impfungen mit dem Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca für zwei Wochen ausgesetzt. Dies geschehe auf der Grundlage "neuer Informationen", teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am späten Sonntagabend mit. Dabei bezog er sich auf sechs Fälle möglicher Nebenwirkungen in Dänemark und Norwegen an diesem Wochenende. Nach Angaben des Ministeriums wurden in den Niederlanden bisher keine Fälle von schweren Nebenwirkungen bekannt. "Wir müssen immer auf Nummer sicher gehen", sagte der Minister. "Daher ist es klug, nun auf die Pausetaste zu drücken."

Am Sonntag hatte sich die Impfkommission in Irland für ein Aussetzen der Impfungen mit dem Präparat ausgesprochen, bis Berichte aus Norwegen über vier Fälle schwerer Blutgerinnsel nach Verabreichung des Mittels geprüft seien. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erklärte allerdings, dass es keine auffällige Häufung von Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gebe und dass der Nutzen der Verabreichung des Astrazeneca-Mittels größer sei als die Risiken. Astrazeneca selbst wies nach einer Analyse von Impfdaten erneut Zweifel an der Sicherheit seines Corona-Impfstoffes zurück.

7.15 Uhr: 6604 Corona-Neuinfektionen und 47 Todesfälle – Inzidenz steigt erneut

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6604 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit 1593 mehr als vor genau einer Woche. Außerdem lag die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) am Montagmorgen bundesweit bei 82,9 und damit deutlich höher als am Vortag (79). Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 06.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 47 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 5011 Neuinfektionen und 34 neue Todesfälle verzeichnet.

Vor vier Wochen, am 15. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 58,9 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stieg sie jedoch wieder an, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.575.849 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.365.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 73.418.

14. März

15.00 Uhr: Liefer-Kürzungen bei Astrazeneca: So reagieren die Bundesländer

Mehrere Bundesländer ziehen aus den Kürzungen der Impfstofflieferungen durch den britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca Konsequenzen. Sie beziehen sich vor allem auf die Terminvergabe von Impfungen. Astrazeneca hatte am Freitag mitgeteilt, statt 220 Millionen nur 100 Millionen Dosen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten liefern zu können. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen, ohne Details zu nennen.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte: "Wie alle anderen EU-Mitgliedsstaaten auch wird Deutschland im März vorübergehend deutlich weniger Impfstoff von Astrazeneca bekommen als geplant." Der Sprecher bezeichnete es als generell schwierig, verlässliche Angaben über die Liefermengen von Astrazeneca zu bekommen. Im Gegensatz zu Biontech würden diese häufig abweichen von den Ankündigungen.

Thüringen stoppte wegen der Ankündigung von Astrazeneca vorerst die Terminvergabe für Impfungen und verschob den Start von Impfungen von Hausärzten. Landesgesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bezeichnete die angekündigte Lieferkürzung als "absolut inakzeptabel".

Hamburg stoppte die Vergabe von Impfterminen für unter 80-Jährige, wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Alle bereits vereinbarten Termine würden aber eingehalten. Um diese Impfungen machen zu können, würden die noch im Lager befindlichen Impfdosen benötigt.

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte, die Ankündigung von Astrazeneca sei ein "herber Dämpfer für den Impffortschritt im Land". Sie kündigte an, die Impfungen der Polizei vorerst zurückzustellen.

In Berlin sollen neue Impftermine gestreckt werden, wie ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung sagte. In Brandenburg sollen alle bisher online gebuchten Impftermine stattfinden – die längerfristigen Folgen seien aber noch offen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Mecklenburg-Vorpommern will trotz des weiterhin schleppenden Impfstoffnachschubs die Corona-Schutzimpfungen beschleunigen. Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstagabend in Schwerin sagte, wird künftig weniger Impfstoff für die erforderlichen Zweitimpfungen zurückgehalten. Die Intervalle bis zur zweiten Impfung sollen auf den maximal möglichen Zeitraum ausgedehnt werden.

Bayern will trotz der Lieferkürzung wie geplant am 1. April mit dem Impfen durch die Hausärzte vor allem in den Grenzregionen starten. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) reagierte dennoch ungehalten auf die Ankündigung des Konzerns. Sie sei "absolut inakzeptabel" und zerstöre massiv Vertrauen, sagte der CSU-Politiker der "Bild am Sonntag". Der Chef der EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, sagte der "Welt am Sonntag", solange Astrazeneca seine Lieferzusagen nicht erfülle, "sollte die EU einen grundsätzlichen Exportstopp von in der EU produzierten Impfstoffdosen des Unternehmens verhängen".

12.56 Uhr: Lockdown kostet Wirtschaft im ersten Quartal 50 Milliarden Euro

Der Corona-Lockdown kostet die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal des Jahres 2021 voraussichtlich gut 50 Milliarden Euro. Das geht aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor. Insgesamt beläuft sich der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) durch die Corona-Krise demnach auf bislang 250 Milliarden Euro. Zudem mussten rund über 16.000 Unternehmen 2020 Insolvenz anmelden.

Die Pandemie habe "fast alle Bereiche der Wirtschaft ins Mark getroffen", erklärte das IW. Das Institut simulierte demnach den Konjunkturverlauf in Deutschland ohne Corona und verglich ihn mit der tatsächlichen Entwicklung. Besonders im zweiten Quartal 2020 sei es zu einem "Schock" gekommen. Das prognostizierte BIP ohne Corona lag demnach bei 850 Milliarden Euro, tatsächlich waren es aber rund 100 Milliarden Euro weniger.

"Die Corona-Krise war und ist ein Schock für die deutsche Wirtschaft, der seinesgleichen sucht", sagte IW-Direktor Michael Hüther dazu. Die Hilfspakete der Bundesregierung und das Kurzarbeitergeld hätten noch schlimmere Folgen abwenden können. "Allerdings haben die Auszahlungen der Hilfen lange, teilweise zu lange, auf sich warten lassen", kritisierte Hüther.

Viele Firmen hätten der Krise nicht standhalten können – rund 16.300 Firmen rutschten in die Pleite. Das Institut schätzt zudem die Zahl sogenannter "Zombie"-Unternehmen, die nur noch existieren, weil die Insolvenzregeln ausgesetzt wurden, auf rund 5000. Die Bundesregierung hatte wegen der Corona-Pandemie die Pflicht zur Anmeldung von Firmenpleiten ausgesetzt und diese Frist zuletzt noch einmal bis Ende April verschoben.

10.30 Uhr: 10.790 Corona-Neuinfektionen gemeldet – 70 neue Todesfälle

In Deutschland sind innerhalb eines Tages 10.790 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, stieg außerdem die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz weiter auf 79 – am Vortag hatte dieser Wert noch 76,1 betragen.

Laut RKI wurden zudem 70 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg zuletzt wieder an, nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Sie ist ein wesentlicher Maßstab bei der Verhängung oder Lockerung von Corona-Restriktionen.

9.35 Uhr: EVP-Fraktionschef Weber befürwortet Exportstopp für Astrazeneca-Dosen

Nach der Ankündigung erneuter drastischer Kürzungen der Impfstofflieferungen von Astrazeneca an die EU hat EVP-Fraktionschef Manfred Weber (CSU) Konsequenzen gefordert. "Es entsteht der Eindruck, dass andere Länder gegenüber der EU bevorzugt werden", sagte Weber der "Welt am Sonntag". Solange Astrazeneca seine Zusagen nicht erfülle, "sollte die EU einen grundsätzlichen Exportstopp von in der EU produzierten Impfstoffdosen des Unternehmens verhängen".

Der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca hatte am Freitag erneut massive Lieferkürzungen angekündigt. Statt der zuletzt anvisierten 220 Millionen Dosen sollen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten gehen. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen, ohne Details zu nennen.

Die EU hatte sowohl den USA als auch Großbritannien vorgeworfen, anders als sie selbst keinen in den Ländern produzierten Impfstoff zu exportieren. Mit der britischen Regierung entbrannte darüber in den vergangenen Tagen erneut Streit, da London dies zurückgewiesen hatte.

13. März

18.50 Uhr: Drei neue Fälle von Blutgerinnsel nach Impfung - Norwegen ruft zu Achtsamkeit auf

In Norwegen sind bei drei jungen Menschen Blutgerinnsel beziehungsweise Hirnblutungen aufgetreten, nachdem sie mit dem Impfstoff des Unternehmens Astrazeneca geimpft worden sind. Wie die norwegische Gesundheitsbehörde Folkehelseinstitutt am Samstag mitteilte, arbeiten alle drei im Gesundheitswesen. Es werde nun untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Blutgerinnsel gibt. "So etwas ist sehr selten, aber sehr ernst", sagte Steinar Madsen von der Arzneimittelbehörde dem Norwegischen Rundfunk NRK.

Außerdem seien mehrere Fälle gemeldet worden, in denen junge Geimpfte Hautblutungen oder blaue Flecken bekommen hätten, sagte Sigurd Hortemo vom Folkehelseinstitutt. Das könne ein Hinweis auf eine niedrige Anzahl an Blutplättchen (Thrombozyten) sein, was wiederum innere Blutungen auslösen könne.

Personen unter 50 Jahren, die in den letzten zwei Wochen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff geimpft wurden, sind nun aufgefordert, genau auf Nebenwirkungen zu achten und bei Blutungen oder blauen Flecken zum Arzt zu gehen.

13.23 Uhr: Thüringen stoppt Impfterminvergabe wegen Astrazeneca-Lieferproblemen

Wegen drastischer Lieferprobleme des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca stoppt Thüringen vorerst die Terminvergabe für Impfungen und verschiebt den Start von Impfungen bei Hausärzten. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bezeichnete die angekündigte Lieferkürzung als "absolut inakzeptabel", wie Werners Ministerium am Samstag mitteilte. Der Hersteller Astrazeneca hatte am Freitag angekündigt, statt der zuletzt anvisierten 220 Millionen Dosen sollen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten zu liefern. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen.

Nach Thüringen sollten kommende und die darauffolgende Woche 31.200 Astrazeneca-Impfdosen geliefert werden. Laut Gesundheitsministerium werden es nun nur noch 9600 sein. Werner kritisierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der die Länder im Februar aufgefordert habe, keine Astrazeneca-Impfstoffdosen zurückzuhalten, weil die Liefermengen sicher seien. "Genau das haben wir getan und jede einzelne Impfdosis verplant. Jetzt zwingt uns die Ankündigung aus dem Bundesgesundheitsministerium zu einem Stopp unserer Terminvergabe und zur Verschiebung der Einbindung der Hausärzte", sagte Werner. Dies sei mehr als ärgerlich. "Damit ist auch der letzte Funke an Vertrauen in verbindliche Zusagen erloschen. Ich fordere den Bundesgesundheitsminister auf, sofort zu intervenieren."

9.07 Uhr: FDP fordert Corona-Impfgarantie bis zu Sommerferien

FDP-Chef Christian Lindner hat die Bundesregierung aufgefordert, den Bürgern eine Garantie für eine Corona-Erstimpfung bis zum Beginn der Sommerferien zu geben. Dazu müsse es beim Impfgipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Landesregierungschefs am kommenden Mittwoch aber handfeste Ergebnisse geben. "Insbesondere erwarte ich, dass schneller über Haus-, Fach- und Betriebsärzte geimpft wird", sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur. Merkel hatte davon gesprochen, dass allen Erwachsenen bis zum kalendarischen Sommerende am 21. September ein Impfangebot gemacht werden solle. Die Sommerferien beginnen je nach Bundesland unterschiedlich, die ersten am 21. Juni.

8.45 Uhr: 12.674 Corona-Neuinfektionen und 239 weitere Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12.674 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit 3.117 mehr als vor genau einer Woche. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen mit 76,1 deutlich höher als am Vortag (72,4). Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 239 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9.557 Neuinfektionen und 300 neue Todesfälle verzeichnet. Bereits am Freitag hatte es einen deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche und der Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag gegeben.

Vor einer Woche, am 6. März, hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 65,6 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings und stieg dann wieder an, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

12. März

20.30 Uhr – Astrazeneca: Nur 100 Millionen Impfdosen für EU im ersten Halbjahr

Astrazeneca hat eine weitere drastische Kürzung seiner Impfstoff-Lieferungen in die Europäische Union angekündigt. Man beabsichtige, im ersten Halbjahr dieses Jahres 100 Millionen Dosen in die EU-Staaten liefern, 30 Millionen davon im ersten Quartal, teilte der britisch-schwedische Pharmakonzern am Freitagabend mit. Zuletzt war der Konzern noch von 220 Millionen Dosen bis zur Jahresmitte ausgegangen."

Obwohl unermüdlich daran gearbeitet wurde, die Lieferungen zu beschleunigen, muss Astrazeneca enttäuschenderweise eine Kürzung der geplanten Corona-Impfstoff-Lieferungen in die EU ankündigen", hieß es in einer Mitteilung.

Schon vor Wochen hatte Astrazeneca Lieferkürzungen bekanntgegeben: Damals hatte der Konzern angekündigt, im ersten Quartal statt mindestens 80 Millionen Impfdosen nur 40 Millionen in die EU liefern zu können. Allerdings versprach der Hersteller, die Produktion schnellstmöglich hochzufahren und die EU auch aus anderen Teilen der "globalen Lieferkette" zu versorgen.

"Leider werden Exportbeschränkungen die Lieferungen im ersten Quartal nun reduzieren, und werden dies wahrscheinlich auch im zweiten Quartal", hieß es nun von Astrazeneca. Die EU hatte sowohl den USA als auch Großbritannien vorgeworfen, anders als sie selbst, keinen in den Ländern produzierten Impfstoff zu exportieren. Mit der britischen Regierung war darüber in den vergangenen Tagen sogar erneut Streit entbrannt, da London dies zurückgewiesen hatte.

17.10 Uhr: Astrazeneca kann schwere allergische Reaktionen verursachen

Der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca hat einen weiteren Rückschlag erlitten: Einen Tag, nachdem mehrere europäische Staaten den Einsatz des Impfstoffs nach Fällen von Blutgerinnseln gestoppt hatten, wies die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) auf schwere allergische Reaktionen als mögliche Nebenwirkung des Vakzins hin. Anaphylaxie sowie Überempfindlichkeitsreaktionen sollten in die Liste der möglichen Nebenwirkungen aufgenommen werden, erklärte die EMA am Freitag.

Es gebe Berichte über 41 mögliche Anaphylaxie-Fälle unter fünf Millionen Impflingen in Großbritannien, erklärte die Behörde. Nach einer sorgfältigen Auswertung der Daten halte das für die Impfstoff-Risikobewertung zuständige Komitee einen Zusammenhang zwischen der allergischen Reaktion und der Impfung mindestens in einigen dieser Fälle für wahrscheinlich. Gleichzeitig wies die EMA darauf hin, dass schwere allergische Reaktionen auch bei Impfungen gegen andere Krankheiten eine bekannte seltene Nebenwirkung sind. Der AstraZeneca-Beipackzettel empfiehlt bereits jetzt, dass Patienten nach einer Impfung noch mindestens 15 Minuten unter Beobachtung bleiben sollten, um auf mögliche allergische Reaktionen reagieren zu können.

Am Donnerstag hatte die dänische Gesundheitsbehörde über "schwere Fälle" von Blutgerinnseln bei mit dem AstraZeneca-Vakzin Geimpften berichtet. Dabei sei allerdings noch nicht abschließend geklärt, ob es einen Zusammenhang zwischen den Impfungen und den Gerinnungsstörungen gibt. Nach Angaben der dänischen Gesundheitsbehörden starb ein Mensch nach der Impfung. Mittlerweile haben Dänemark, Norwegen, Island und Bulgarien die Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers vorerst gestoppt. Am Freitag folgte Bulgarien. Thailand verschob seinerseits den für den selben Tag geplanten Impfstart mit dem AstraZeneca-Impfstoff.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht derweil keinen Grund zur Aussetzung der Impfungen mit dem AstraZeneca-Vakzin. Bislang sei in keinem Fall ein ursächlicher Zusammenhang zwischen einem Todesfall und der Impfung nachgewiesen worden, sagte eine Sprecherin am Freitag.

12.55 Uhr: Mallorca-Reisebeschränkung aufgehoben

Die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen ist ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr. Die Bundesregierung hebt die Reisebeschränkung für Mallorca, alle anderen Balearen-Inseln und auch einige Gebiete auf dem spanischen Festland auf. Das teilt das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite am Freitag mit.

Grund dafür sind die stark sinkenden Zahlen. Am Freitag lag die 7-Tage-Inzidenz auf Mallorca und den umliegenden Inseln bei knapp über 20. Auf dem Festland und den kanarischen Inseln sieht es teilweise anders aus: Hier liegt die Inzidenz weiterhin über 50, weshalb die Reisewarnung für diese Urlaubsregionen vorerst bestehen bleibt.

12.15 Uhr: Neuer Impf-Gipfel am 17. März

Wie die Deutsche Presse Agentur erfuhr, wollen Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs am 17. März um 19 Uhr zu einem Impf-Gipfel zusammenkommen und über die weitere Vorgehensweise bei Corona-Impfungen in Arztpraxen beraten. Ursprünglich war vorgesehen, dass Hausärzte ab Mitte April mit den Corona-Impfungen in ihren Praxen starten können. Allerdings ist noch immer unklar, wie viele Impfdosen im April zu erwarten sind. "Wir wissen noch nicht abschließend alle Lieferdaten für den nächsten Monat von allen Herstellern", sagte Jens Spahn am Freitag.

Spahn erläuterte mit Blick auf das ganze zweite Quartal, dass von insgesamt 60 Millionen erwarteten Dosen 40 Millionen auf Biontech entfallen. Dies ermögliche eine Verlässlichkeit. Bei dem am Donnerstag zugelassenen Impfstoff von Johnson & Johnson seien erste Lieferungen frühestens Mitte/Ende April zu erwarten. Spahn begrüßte es, dass die EU-Kommission mit dem US-Hersteller über eine zügige Produktion spreche. Er verwies darauf, dass die EU bereits im Oktober mit 300 Millionen Euro für den Aufbau von Kapazitäten in Vorleistung gegangen sei. Die Bundesregierung wolle ergänzend bei kurzfristigen Lösungen möglicherweise auch in Deutschland mithelfen.

12.05 Uhr: Corona-Hilfen werden wieder ausgezahlt

Nachdem der Verdacht aufkam, dass sich Betrüger staatliche Corona-Hilfen erschlichen haben, setzte der Bund die Zahlungen für mehrere Tage aus. Doch seit Freitag erhalten Unternehmen und Selbstständige wieder die versprochenen November- und Dezemberhilfen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Laut Angaben des Wirtschaftsministeriums wurden bereits 9,6 Milliarden Euro an Betroffene überwiesen.

10.40 Uhr: Impfungen mit Astrazeneca

Es ging in der Pressekonferenz zudem um den Impfstoff von Astrazeneca. Andere Länder hatten zuletzt verkündet, den Impfstoff erstmal nicht mehr zu verwenden. "Wir nehmen die Meldungen sehr ernst", so Spahn. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA und das Paul-Ehrlich-Institut hätten jedoch kein erhöhtes Risiko durch Astrazeneca festgestellt. "Ich bedaure es, dass auf dieser Grundlage - Wissensstand jetzt Freitagvormittag - einige Länder in der Europäischen Union das Impfen mit Astrazeneca ausgesetzt haben", so Spahn. "Der Nutzen ist auch nach allen Vorfällen und Berichten bei weitem höher als das Risiko."

Wieler ergänzte: "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise darauf, dass diese Geschehnisse statistisch auffällig sind."

10.00 Uhr: Gesundheitsminister Spahn informiert über die Pandemie-Lage

"Die Lage bleibt angespannt, die Fallzahlen steigen wieder", begann Gesundheitsminister Spahn die Bundespressekonferenz. Viele Länder hätten diese Woche bereits mit den Schnelltests begonnen. "In vielen Teilen des Landes klappt es schon mit dem umfassenden Testangebot", so Spahn. "Testen alleine bringt den Pandemieverlauf aber nicht unter Kontrolle", warnte Spahn.

Über 7 Prozent der Deutschen seien mindestens einmal geimpft, sagte Spahn. Die Länder und Kommunen würden auch weiter die Impfzentren nutzen wollen, daher könne man nicht früher mit den Impfungen in Arztpraxen starten. Zudem gebe es dafür derzeit zu wenig Impfstoffe. "Gerade für Menschen mit Vorerkrankung ist das Impfen in den Praxen eigentlich der beste Ort, da die Ärztinnen und Ärzte ihre Patienten kennen", sagte Spahn.

"Jetzt stehen wir am Anfang der dritten Welle", betonte RKI-Präsident Wieler. Jetzt müsse man versuchen, diese so flach wie möglich zu halten. "Die Impfungen weisen uns den Weg aus der Pandemie, aber bis der Großteil der Menschen geimpft ist, wird es noch eine Weile dauern", sagte Wieler. Daher müsse man sich weiter an die geltenden Kontaktregeln halten. Die Mutation B117 breite sich aktuell sehr schnell aus, dies könnte ein Faktor für die steigenden Inzidenzen sein. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei, wir befinden uns in einem Marathon. Aktuell sind wir im letzten Drittel, und das ist ja bekanntermaßen am anstrengendsten", sagte Wieler. Und weiter: "Das Virus wird nicht verschwinden, aber als Gesellschaft werden wir gemeinsam lernen damit umzugehen."

"Anfang April, am liebsten noch schneller", würde Anke Richter-Scheer, Vorstandsmitglied des Hausärzteverbands Westfalen-Lippe, mit den Impfungen in Hausarztpraxen starten. Als Hausarzt kenne man seine Patienten und könne auch individuelle Fälle beurteilen. Schnellstmöglich sollten daher Impfungen in Hausarztpraxen parallel zu den Impfzentren stattfinden.

In vielen Ländern seien die Arztpraxen bereits in die Impfstrategie eingebunden, sagt Spahn. "Es ist jetzt ein fließender Übergang." Die nächste Frage sei, wann es routinemäßig mit den Impfungen in Hausarztpraxen losgehen könne. "Wenn deutlich mehr Menge als erwartet kommt, dann können wir den Schritt auch früher gehen", sagt Spahn. Aktuell sei es aber schwierig zu planen, da noch nicht alle Liefertermine der Impfdosen bekannt seien. "Man muss natürlich auch jeweils vor Ort schauen wie die Gegebenheiten sind", sagte Richter-Scheer. Man müsse die Impfungen natürlich zuerst vorbereiten. Und weiter: "Die Hausärzte schaffen das aber auf jeden Fall, wir stehen bereit".

7.15 Uhr: RKI: Zahl der Corona-Neuinfektionen und Inzidenz steigen erneut

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12.834 Corona-Neuinfektionen gemeldet – also 2254 mehr als vor genau einer Woche. Das geht aus Zahlen des RKI vom Freitag hervor. Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Freitagmorgen mit 72,4 deutlich höher als am Vortag (69,1). Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 252 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10.580 Neuinfektionen und 264 neue Todesfälle verzeichnet. Bereits am Donnerstag hatte es einen deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche und der Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag gegeben.

Vor vier Wochen, am 12. Februar, hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 62,2 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings und stieg dann wieder an, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

11. März

14.15 Uhr: EMA gibt grünes Licht für Covid-19-Impfstoff von Johnson & Johnson

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von Johnson & Johnson. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA empfahl am Donnerstag eine bedingte Zulassung des Impfstoffs. Die finale Entscheidung muss nun noch von der Europäischen Kommission gefällt werden. Diese gilt aber als Formsache.

08.16 Uhr: Europa vor Zulassung eines vierten Impfstoffes

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) wird am heutigen Donnerstag voraussichtlich den Weg für den vierten Corona-Impfstoff in der EU freimachen. Es wird erwartet, dass die Behörde mit Sitz in Amsterdam die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson & Johnson empfehlen wird. Dann muss zwar noch die EU-Kommission zustimmen - doch das gilt als Formsache und könnte noch am selben Tag erfolgen.

Die EU-Kommission hat bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten. Allerdings gibt es Befürchtungen, dass das Unternehmen nicht rechtzeitig liefern könne. Der Hersteller sicherte zu, dass er sich an die Absprachen halten und ab April liefern werde.

Der Impfstoff wurde in den Niederlanden von der Johnson-Tochter Janssen entwickelt. Er hat große Vorteile gegenüber den bisher zugelassenen Präparaten von Pfizer /Biontech, Moderna und Astrazeneca . Der wichtigste: Er muss nur einmal gespritzt werden. Das Präparat muss auch nicht tiefgefroren aufbewahrt werden. Kühlschranktemperatur reicht aus.

Deshalb ist er aus Sicht der Entwicklungsorganisation One auch sehr gut für ärmere Länder geeignet. "Der neue Impfstoff von Johnson & Johnson kann eine echte Wunderwaffe gegen die Pandemie werden", sagte die stellvertretende Deutschlanddirektorin Karoline Lerche dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Hersteller müsse alles dafür tun, dass die ganze Welt Zugang erhalte. Die Wirksamkeit liegt nach Angaben des Herstellers bei etwa 66 Prozent. Doch bei einer schweren Covid-19-Erkrankung lag der Schutz in den Studien bei mehr als 85 Prozent - und das gilt auch für Ältere. Das Vakzin, das bereits vor rund zwei Wochen in den USA zugelassen worden war, soll auch gegen Virus-Varianten effektiv sein.

08.00 Uhr: RKI-Chef Wieler warnt – dritte Corona-Welle hat begonnen

Ein Jahr nach der Erklärung einer Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in Deutschland nach Überzeugung des Robert-Koch-Instituts die dritte Corona-Welle begonnen. "Wir haben ganz klare Anzeichen dafür: In Deutschland hat die dritte Welle schon begonnen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler im Gespräch mit der UN-Journalistenvereinigung (ACANU) in Genf. "Ich bin sehr besorgt." Die strikte Anwendung von Schutzmaßnahmen wie Maske tragen und Abstand halten sei trotz Impfungen weiter dringend nötig.

Die Impfkampagne sei ein Wettlauf gegen das mutierende Virus. Die Ziellinie sei aber in Sicht: Wenn es keine Unterbrechungen wegen Produktionsausfällen oder aus anderen Gründen gebe, könnten bis Herbst 80 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Virus seien. "Wenn das der Fall ist, können alle Maßnahmen aufgehoben werden", sagte Wieler. Er geht davon aus, dass nach den ersten Impfrunden Auffrischungen nötig sind - in welchen Abständen, sei bislang unklar.

Die WHO hatte den Ausbruch des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt. Zu dem Zeitpunkt waren weltweit 118.000 Infektionen gemeldet und knapp 4300 Menschen nach einer Infektion gestorben. Ein Jahr später sind es nach der WHO-Statistik fast 120 Millionen gemeldete Infektionen weltweit und gut 2,6 Millionen Todesfälle.

07.30 Uhr: DBS entwickelt Leitfaden für Post-Covid-Betroffene

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) bereitet sich im Bereich des Rehabilitationssports auf eine neue Zielgruppe vor. Wie der Verband mitteilte, werden mit sofortiger Wirkung erste Maßnahmen für die bessere Integration von Post-Covid-Betroffenen eingeleitet. Vereine und Übungsleiter sollen mit verschiedenen Materialien und Angeboten auf die neue Herausforderung eingestellt werden.

Laut DBS hätten zahlreiche Betroffene auch Monate später noch mit den typischen Corona-Symptomen zu kämpfen oder die Beschwerden kommen gar erst dann zum Vorschein. "Kurz- und mittelfristig ist davon auszugehen, dass immer mehr Betroffene den Weg in die Rehabilitationssportangebote der Vereine finden werden", sagte DBS-Vize-Präsidentin Katrin Kunert deshalb. Es gehe nun darum, die optimal einzubinden.

Um flächendeckende und qualitativ hochwertige Angebote sicherzustellen, müsse der Verband "Unterstützungshilfen und Informationen bieten", erklärte die für Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport zuständige Kühnert weiter. Deshalb wurden bereits Durchführungsempfehlungen und ein Leitfaden für Vereine entwickelt, außerdem solle es vorbereitende Seminare für Übungsleiter geben.

07.15 Uhr: Mehr als 14.000 Neuinfektionen

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 14.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 14.356 neue Ansteckungsfälle registriert. Das sind 2444 mehr als vergangenen Donnerstag. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 69,1. Am Vortag hatte dieser Wert 65,4 betragen.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich den Angaben zufolge auf 2.532.947. Laut RKI wurden ferner 321 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden registriert, vor einer Woche waren es 359. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich auf 72.810. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI mit 2337 Millionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz war zuletzt wieder angestiegen, nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Sie ist ein wesentlicher Maßstab bei der Verhängung oder Lockerung von Corona-Restriktionen.

10. März

18.30 Uhr: Start von Corona-Impfungen in Arztpraxen wohl erst Mitte April

Die Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen können routinemäßig wohl erst Mitte April starten. Dies verlautete am Mittwochabend nach den Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern aus Teilnehmerkreisen. Die bestehenden Impfzentren sollten weiterhin parallel mindestens 2,25 Millionen Impfungen pro Woche verabreichen, hieß es weiter. Der darüber hinaus vorhandene Impfstoff solle den Arztpraxen zur Verfügung gestellt werden.

"Um dem Wunsch der Länder, ihre Impfzentren so wie bisher auszulasten, entsprechen zu können, können die Arztpraxen wohl erst Mitte April starten", hieß es aus dem Bundesgesundheitsministerium. Bund und Länder seien sich in den dreistündigen Beratungen einig gewesen, "dass so schnell wie möglich auch die Arztpraxen in die Impfkampagne einbezogen werden sollen", hieß es weiter aus dem Bundesministerium. "Dafür braucht es aber auch eine gewisse wöchentliche Mindestmenge an Impfstoff."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder hatten in ihren Corona-Beratungen vergangene Woche noch einen Impfstart in den Praxen Anfang April anvisiert. Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), wies nach den Beratungen auf anhaltende Engpässe bei den Impfstofflieferungen hin. "Klar muss jedem sein: Der Impfstoff ist und bleibt der Flaschenhals bei allem", erklärte er. "Gerade in der Anfangsphase im April wird noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stehen, damit die Ärzte im ganzen Land voll durchstarten können."

Wenn aber die Lieferungen "so kommen, wie der Bund sie uns in Aussicht gestellt hat, dann können wir die Impfungen bei den Ärzten schnell hochfahren", erklärte Holetschek. "Damit ist unser System voll einsatzbereit, sobald der Impfstoff in großen Strömen fließt." Die ersten Ärzte sollten bereits ab Anfang April in die Impfungen eingebunden werden, danach solle das Angebot "Schritt für Schritt" ausgeweitet werden.

15.30 Uhr: Merkel und Länderchefs sollen Impfstart in Praxen festlegen

Über den Start von Corona-Impfungen in den Arztpraxen sollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder entscheiden. Dies soll "zeitnah" noch vor der anstehenden nächsten Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Corona-Vorgehen am 22. März geschehen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin ankündigte. Als Basis dafür sollten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern eine Empfehlung vorlegen.

Bundesminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor im Kabinett für ein solches Vorgehen geworben, wie eine Sprecherin des Ressorts sagte. Hintergrund sind laut "Bild"-Zeitung auch unterschiedliche Einschätzungen unter den Ländern. Das Ministerium betonte, Ziel sei weiterhin, Anfang April mit Impfungen in den Praxen zu beginnen. Dabei solle es ein bundeseinheitliches Vorgehen geben, um bekannte Vertriebswege über den Großhandel und Apotheken zu nutzen. Die regionalen Impfzentren der Länder sollen parallel weiterarbeiten, Termine sollen bestehen bleiben. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollten am Mittwoch über den Zeitplan und weitere Details beraten

11.42 Uhr: Biontech/Pfizer liefert EU im März vier Millionen Impfstoffdosen mehr

Die EU hat mit dem Hersteller Biontech/Pfizer die Lieferung von vier Millionen zusätzlichen Dosen Corona-Impfstoff im März vereinbart. Sie könnten in den kommenden beiden Wochen geliefert werden, um in den Mitgliedstaaten gegen "Virus-Hotspots" vorzugehen und die Freizügigkeit in der EU aufrecht zu erhalten, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, "schnelles und entschlossenes Handeln" sei nötig, um "aggressive Virus-Varianten" in den Griff zu bekommen.

10.59 Uhr: FDP warnt angesichts ausgesetzter Corona-Hilfen vor mehr Insolvenzen

Die FDP hat angesichts der ausgesetzten Corona-Hilfen wegen Betrugsverdachts vor weiteren Firmenpleiten und Jobverlusten gewarnt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) habe "immer wieder schnelle Hilfen versprochen und sein Wort immer wieder gebrochen", sagte Fraktionsvize Michael Theurer am Mittwoch. "Mit dem aktuellen Stopp der Abschlagszahlungen für Coronahilfen steigt die Gefahr weiterer Insolvenzen und von noch mehr Arbeitslosen", fuhr er fort.

Die Bundesregierung hatte wegen Betrugsverdachts die Zahlungen aus mehreren Corona-Hilfsprogrammen vorübergehend eingestellt. "Es besteht in einigen Fällen der Verdacht, dass unrechtmäßig staatliche Hilfsgelder bei den Corona-Hilfen erschlichen wurden", teilte das Bundeswirtschaftsministerium dazu am Dienstag mit. Demnach wurden Ermittlungen eingeleitet. Unbekannte sollen sich mit falschen Identitäten beim Wirtschaftsministerium als prüfende Dritte registriert und dann für echte Unternehmen Hilfen beantragt haben. Das Geld sei jedoch nicht an die Unternehmen geflossen, sondern auf die Konten der Betrüger, berichtete etwa das Magazin "Business Insider" und sprach von Millionenschäden.

09.23 Uhr: Spahn setzt Vertrauen in Ärzte bei Impfreihenfolge

Vor dem für April geplanten Start der Corona-Impfungen in Arztpraxen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Ärzteschaft sein Vertrauen bei der Einhaltung der Impfreihenfolge ausgesprochen. "Ich habe ein sehr hohes Vertrauen in die Ärztinnen und Ärzte, dass sie zuerst diejenigen Patienten impfen werden, die auch am meisten gefährdet sind", sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Priorisierung bei der Impfstoffvergabe sei weiterhin notwendig. "Menschenleben retten ist keine Bürokratie."

Zur Menge der Impfstoffe, die dann in den Praxen verfügbar sein soll, sagte Spahn: "Die Impfmengen werden nicht gleich auf 20 Millionen im Monat oder gar auf 10 Millionen in der Woche wachsen." Im April werde es zwar deutlich mehr Impfungen geben, aber noch nicht in dieser Größenordnung. Die Impfungen könnten in den Praxen der Hausärzte dann flexibler erfolgen. "Die Ärztinnen und Ärzte kennen ja ihre Patienten und wissen ja, wer zuerst zu impfen ist." Nächster Schritt seien dann Impfungen in Betrieben durch Betriebsärzte.

06.30 Uhr: Biontech will 2022 drei Milliarden Impfdosen liefern

Der Impfstoffhersteller Biontech stellt für den Fall einer entsprechenden Nachfrage eine deutliche Steigerung der Produktion mit seinem Partner Pfizer in Aussicht. Im Jahr 2022 könne die Kapazität für drei Milliarden Corona-Impfdosen erreicht werden, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin der Nachrichtenagentur Bloomberg in einem Interview am Dienstag. Das hänge aber auch von der Nachfrage ab und davon, ob etwa Auffrisch-Impfungen benötigt würden. Drei Milliarden Dosen wären nochmals 50 Prozent mehr als die für 2021 geplanten zwei Milliarden.

06.20 Uhr: Stiko-Chef lobt russischen Impfstoff

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V gelobt. "Das ist ein guter Impfstoff, der vermutlich auch irgendwann in der EU zugelassen wird. Die russischen Forscher sind sehr erfahren mit Impfungen. Sputnik V ist clever gebaut", sagte Mertens der "Rheinischen Post" am Mittwoch. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA prüft die Zulassung von Sputnik V noch. Mertens wollte keine Prognose abgeben, wann alle, die das wollen, in Deutschland geimpft sind. "Ungerne", sagte er auf eine entsprechende Frage. "Ich hoffe zumindest darauf, dass wir die Lage bis Herbst so weit im Griff haben, dass der Effekt der Impfungen deutlich sichtbar wird", sagte der Stiko-Chef.

Schon jetzt sei ein massiver Abfall von schweren Erkrankungen und Todesfällen in den Alten- und Pflegeheimen festzustellen. Mertens zeigte sich zudem "sicher", dass es auch bald Corona-Impfstoff für Kinder geben werde. Derzeit untersuchten die Hersteller in Studien, wie ihre Mittel bei Kindern wirkten. Bei einer zeitlichen Prognose blieb der Stiko-Chef vorsichtig. "Ich bin mir nicht sicher, ob das dieses Jahr noch etwas wird", sagte er. "Vielleicht können wir Ende des Jahres mit der Impfung der Kinder beginnen."

06.10 Uhr: RKI meldet 9146 Neuinfektionen und 300 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9146 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 300 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9019 Neuinfektionen und 418 neue Todesfälle verzeichnet. Die 7-Tages-Inzidenz sinkt auf 65,4.

9. März

17.15 Uhr: Bundesregierung stoppt fast alle Coronahilfen

Die Bundesregierung hat Ende voriger Woche bundesweit Zahlungen aus mehreren Corona-Hilfsprogrammen gestoppt. Betroffen sind November- und Dezemberhilfen sowie Überbrückungshilfen I bis III. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin "Business Insider" unter Verweis auf Bundesregierungskreise.

Hintergrund sind Betrugsermittlungen. Nach Informationen von "Business Insider" haben Unbekannte demnach mit falschen Identitäten sich beim Wirtschaftsministerium als prüfende Dritte registriert und dann für echte Unternehmen Hilfen beantragt. Das Geld floss jedoch nicht dorthin, sondern auf Konten der Betrüger. Offenbar fiel die Masche bis vorige Woche weder dem Bund noch den Ländern auf, die die Anträge eigentlich regulär prüfen sollen.

Wie hoch der Schaden ist, ist noch unklar, dürfte aber weit in die Millionen gehen, heißt es. Als der Betrug im Wirtschaftsministerium vorigen Donnerstag auffiel, schaltete das Haus von Peter Altmaier (CDU) noch am Freitag nicht nur die Ermittlungsbehörden ein, sondern stoppte auch sämtliche Abschlagszahlungen der betroffenen Coronahilfen.

Auf Anfrage bestätigt eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, dass mehrere Hilfsprogramme betroffen sind und es den Verdacht auf Täuschung und Betrug gibt. "Es besteht in einigen Fällen der Verdacht, dass unrechtmäßig staatliche Hilfsgelder erschlichen wurden", so die Sprecherin. Weiter: "Wir haben unmittelbar nach Kenntnis von Unregelmäßigkeiten die zuständigen Stellen und strafrechtlichen Ermittlungsbehörden informiert. Diese haben bereits Ermittlungen aufgenommen. Zudem werden die Abschlagszahlungen derzeit einer Prüfung unterzogen. Nähere Einzelheiten kann ich angesichts der aktuell laufenden Ermittlungen nicht mitteilen."

11.50 Uhr: Handelskammer: Italien produziert als erstes EU-Land Corona-Vakzin Sputnik V

Italien wird als erstes EU-Land den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V produzieren. Das italienisch-schweizerische Pharma-Unternehmen Adienne werde das Vakzin ab Juli in der Lombardei herstellen, teilte der Sprecher der italienisch-russischen Handelskammer, Stefano Maggi, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hatte am Donnerstag ein Prüfverfahren zur EU-weiten Zulassung des russischen Impfstoffs gestartet.

Von Juli bis Januar nächsten Jahres sollen zehn Millionen Impfstoff-Dosen produziert werden, erklärte Maggi weiter. Sollte Sputnik V in der EU zum Juli noch nicht zugelassen sein, werde der russische Staat die Dosen aufkaufen und an Länder verteilen, in denen das Vakzin verimpft werden kann.

Russland hatte in den vergangenen Wochen auf eine rasche Prüfung für eine Sputnik-V-Zulassung in der EU gedrungen. Die EU war aber zunächst zurückhaltend. Russland hatte seinen Corona-Impfstoff im Sommer vergangenen Jahres zugelassen - noch bevor die klinischen Studien abgeschlossen waren. Dies hatte mit Blick auf die Wirksamkeit des Vakzins international Skepsis ausgelöst. Die Impfkampagne mit Sputnik V in Russland wurde offiziell jedoch erst Anfang Dezember gestartet.

09.39 Uhr: Studie: Mehr Coronavirus-Infektionen bei stärkerem Pollenflug

Starker Pollenflug kann einer Studie zufolge das Corona-Risiko erhöhen. Gebe es viele Pollen in der Außenluft, stiegen die Infektionszahlen, berichtet ein internationales Team unter Leitung von Forschern der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" ("PNAS"). An Orten ohne Lockdown-Regelungen stieg die Infektionsrate im Schnitt um vier Prozent, wenn sich die Anzahl der Pollen in der Luft um 100 pro Kubikmeter erhöhte. In manchen deutschen Städten seien im Untersuchungszeitraum zeitweise pro Tag bis zu 500 Pollen auf einen Kubikmeter gekommen - dabei stiegen die Infektionsraten um mehr als 20 Prozent.

Die Erklärung für die Beobachtung laut Forschern: Wenn Pollen fliegen, reagiert die Körperabwehr in abgeschwächter Form auf Viren der Atemwege. Der Körper produziere dann unter anderem weniger sogenannter antiviralen Interferone. Die täglichen Infektionsraten korrelierten mit der Pollenzahl in Ländern mit und ohne Lockdown. Galten in den untersuchten Gebieten Lockdown-Regeln, halbierte sich die Zahl der Infektionen im Schnitt bei vergleichbarer Pollenkonzentration in der Luft.Die Autoren hatten Daten zu Pollenbelastung und Sars-CoV-2-Infektionsraten aus 130 Regionen in 31 Ländern auf fünf Kontinenten analysiert. Sie berücksichtigten auch demografische Faktoren und Umweltbedingungen, darunter Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bevölkerungsdichte und die Ausprägung des Lockdowns.

07.15 Uhr: Brandenburg beschließt Notbremse erst ab 200er-Inzidenz, Lauterbach empört

Eigentlich hatten sich Bund und Länder auf eine Schwelle von 100 als Notbremse bei den Lockerungen der Corona-Regeln geeinigt. Brandenburg weicht davon nun jedoch ab. Dort sollen Lockerungen erst zurückgezogen werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz landesweit einen Wert von 200 erreicht. Das hat das Kabinett beschlossen.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigte sich empört über den Alleingang Brandenburgs. "Das ist mittelgradig unglaublich. Lockerungen werden beschlossen, wie in MPK vereinbart, aber Notbremse wird von 100 auf 200 (!) erhöht. Ist das ernst gemeint?", schrieb Lauterbach auf Twitter. Er warnte: "Wenn das alle Bundesländer machen wird es schwere 3. Welle geben und dann langen Lockdown."

06.10 Uhr: RKI meldet über 4200 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt leicht

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4252 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 255 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3943 Neuinfektionen und 358 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 67,5 - und damit etwas niedriger als am Vortag (68,0). Vor vier Wochen, am 9. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 72,8 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

8. März

16.55 Uhr: Drogeriemärkte stehen für Verkauf von Corona-Tests in Startlöchern

Nach den Discountern Aldi und Lidl peilen auch die Drogeriemarktketten dm und Rossmann den Start des Verkaufs von Corona-Selbsttests an. Sofern die Lieferungen wie geplant kämen, "können wir den Corona-Schnelltest voraussichtlich im Laufe der Woche in unseren Verkaufsstellen anbieten", teilte Rossmann am Montag mit. Von dm hieß es ebenfalls, man gehe davon aus, im Laufe dieser Woche starten zu können.

Ursprünglich hatte beide Ketten den Verkaufsbeginn am Dienstag (9. März) in Aussicht gestellt, dies aber an notwendige Lieferungen gekoppelt - diese kamen offenbar nicht so schnell wie erhofft. Die Edeka-Supermärkte wollen die Tests "in Kürze" anbieten.

Bei Aldi war es bereits am Samstag losgegangen, die Packungen waren schnell ausverkauft. Eine Sprecherin von Aldi Süd erklärte am Montag, es sei weitere Ware unterwegs und es werde noch in dieser Woche Nachschub kommen. "Aufgrund der nach wie vor hohen Nachfrage kann es auch dann sein, dass die Tests zügig ausverkauft sind", so die Sprecherin. An der Kasse werde jeder Kunde weiterhin nur eine Packung bekommen. Eine Packung enthält fünf Tests.

Beim Discounter-Konkurrenten Lidl startete am Wochenende der Online-Verkauf der Tests, auch hier war die Nachfrage groß und die Webseite war zwischenzeitlich nicht erreichbar. Am Montag hieß es auf der Seite nur, die Packungen seien "demnächst bestellbar".

7.00 Uhr: Unicef: Corona-Pandemie erhöht Risiko von Kinderehen

Die Verwerfungen der Corona-Pandemie erhöhen nach Einschätzung von Unicef für Millionen Mädchen weltweit das Risiko von Kinderehen. "Covid-19 hat eine bereits für Millionen Mädchen schwierige Situation noch verschärft", hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung des UN-Kinderhilfswerks. Demnach könnte bis zum Ende des Jahrzehnts die Zahl der Kinderehen weltweit noch einmal um weitere zehn Millionen steigen.

Schulschließungen, wirtschaftlicher Druck, das Zusammenbrechen der öffentlichen Dienste und der Tod der Eltern als Folgen der Pandemie führten dazu, dass "die verletzlichsten Mädchen einem erhöhten Risiko der Kinderehe ausgesetzt sind", hieß es in der Erklärung. Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore forderte ein Gegensteuern und insbesondere eine baldige Öffnung der Schulen. "Wir können und wir müssen den Kinderehen ein Ende setzen", sagte Fore.

Die Pandemie droht auch den im vergangenen Jahrzehnt erzielten Rückgang bei den Kinderehen wieder zunichte zu machen. Derzeit leben laut Unicef weltweit 650 Millionen Frauen in Ehen, die sie vor ihrem 18. Lebensjahr eingehen mussten. Die Hälfte dieser Kinderehen wurden in fünf Ländern registriert: Bangladesch, Brasilien, Äthiopien, Indien und Nigeria.

6.15 Uhr: 5011 Neuinfektionen, 34 Todesfälle – niedrigste Sterbezahl bisher in diesem Jahr

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5011 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 34 neue Todesfälle verzeichnet – und damit ein neuer Tiefstand im Jahr 2021. Der Wert ist aber mit Vorsicht zu genießen: Er bezieht sich explizit nicht darauf, wie viele Menschen binnen eines Tages gestorben sind. Es geht um die Zahl der Meldungen an das RKI. Darin können auch Todesfälle enthalten sein, die schon einige Zeit zurückliegen.

Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 04.40 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4732 Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle verzeichnet. Am Montag davor lag die Zahl der neuen Todesfällen bei 62, am Montag den 11.1. lag der Wert bei 343. Niedriger als an diesem Montag war die Zahl der neuen Todesfälle zuletzt am 1. November 2020 gewesen: An dem Sonntag wurden 29 neue Fälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 68,0 – und damit erneut höher als am Vortag (66,1). Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Vor vier Wochen, am 8. Februar, hatte die Inzidenz bei 76 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden – er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

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